NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) Im Flugzeug Richtung Türkei

Als erster NRW-Ministerpräsident Wüst besucht die Türkei

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Der CDU-Politiker bereist drei Tage Ankara und Istanbul. Die wirtschaftlichen Beziehungen und das Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens stehen im Mittelpunkt.

Es ist eine Premiere, auch wenn es etwas überraschend klingt. Mit Hendrik Wüst (CDU) reist nach Angaben der Staatskanzlei zum ersten Mal ein amtierender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen in offizieller Mission in die Türkei. Drei Tage wird Wüst mit einer Wirtschaftsdelegation Ankara und Istanbul besuchen.

Von Düsseldorf aus in die Türkei

Angesichts der intensiven Kontakte, die es zwischen den vielen türkeistämmigen Menschen an Rhein und Ruhr und ihrem Herkunftsland am Bosporus gibt, wirkt das fast überfällig. Langzeit-Regierungschef Johannes Rau (SPD) besuchte das Land als Bundespräsident, Armin Laschet (CDU) als Integrationsminister. Hendrik Wüst ist nun der erste Hausherr der Staatskanzlei, der Richtung östliches Mittelmeer aufbricht. An diesem Montag fliegt er von Düsseldorf aus in die Türkei.

Wüst reist in die Türkei

WDR 28.09.2026 29 Sek. Verfügbar bis 27.09.2028 WDR Online

Politische Gespräche und eine Medaille auf dem Programm

Auf dem Programm stehen Besuche eines Werks des Düsseldorfer Chemieunternehmens Henkel bei Ankara, des Atatürk-Mausoleums in der Hauptstadt sowie ein Empfang in der deutschen Botschaft zum Tag der deutschen Einheit. Hier ist Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr Co-Gastgeber.

Ilkay Gündogan

Auszeichnung für Ilkay Gündogan

Bildquelle: IMAGO/Anadolu Agency

Außerdem ist geplant, dass dem Fußballer Ilkay Gündogan in Istanbul die Mevlüde-Genç-Medaille verliehen wird. Der ehemalige Nationalspieler wird für sein "besonderes ehrenamtliches Engagement" ausgezeichnet. Auf dem Programm stehen ferner politische Gespräche sowie ein Wirtschaftskongress.

Wichtigster Handelspartner nach China und USA

Die Türkei ist für NRW ein wichtiger Handelspartner. "Über elf Milliarden Euro, das ist schon ein Wort", so Wüst in einem Interview mit der Zeitung Hürriyet, das Montag erscheint. "Die Türkei ist nach China und den USA unser drittwichtigster Handelspartner außerhalb Europas. Aber da ist noch Luft nach oben", sagte Wüst den Angaben zufolge. Ein Ziel der Reise ist deshalb, die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem NATO-Mitglied Türkei auszubauen.

Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommen

Ein weiterer Anlass ist das deutsch-türkische Anwerbeabkommen, das am 30. Oktober 1961 geschlossen wurde und zahlreiche Menschen als sogenannte Gastarbeiter aus der Türkei in die Bundesrepublik, insbesondere nach NRW, geführt hat.

Bereits in der vorvergangenen Woche hatte Wüst dazu in Düsseldorf einstige Gastarbeiter und ihre Familien zu einer Festveranstaltung eingeladen. Inzwischen leben nach Angaben der Landesregierung eine Million Menschen mit türkischen Wurzeln im Westen, die Hälfte von ihnen besitzt die türkische Staatsangehörigkeit. Wüst wird von Vertretern der Wirtschaft und einer Delegation von Journalisten begleitet.

Unsere Quelle:

  • Programm des Türkei-Besuchs von Hendrik Wüst

Sendung: WDR.de, Hendrik Wüst reist erstmals als NRW-Ministerpräsident offiziell in die Türkei, 28.09.2026, 07:30 Uhr

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