So soll die Rentenreform aussehen
Aktuelle Stunde . 23.06.2026. 40:14 Min.. UT. Verfügbar bis 23.06.2028. WDR.
Im Reformpaket stehen insgesamt 33 Vorschläge, um die Renten in Deutschland auch über die nächsten Jahrzehnte stabil zu halten. Der Fokus liegt dabei auf höheren Beiträgen, mehr Einzahlenden und einem steigenden Rentenalter. Ein knappes halbes Jahr hat die Kommission an dem Paket gearbeitet. Am Dienstagmorgen hat sie ihren 80-seitigen Bericht an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben. Jetzt muss die Bundesregierung über das weitere Vorgehen abstimmen.
Merz (links) bei der Pressekonferenz zu den Vorschlägen der Rentenkommission
Friedrich Merz sagte, er wolle die Renten-Vorschläge vollständig umsetzen. Ziel sei es, dass das Rentenniveau steigt und die Beiträge sinken. Lasten sollen auf alle gleichmäßig verteilt werden. Es sei höchste Zeit zu handeln, Grund ist der demografische Wandel: "Immer weniger Beitragszahler müssen Renten für immer mehr Rentner erbringen." Rentenkürzungen werde es nicht geben. Auch Beamte und Selbstständige sollen langfristig in die gesetzliche Rente einzahlen.
Die Vorschläge orientieren sich an skandinavischen Ländern, sagte Merz. Die Rede ist auch immer wieder vom Schwedischen Modell. Hier findet ihr Erklärungen dazu und die Antworten auf die wichtigsten Fragen:
Unsere Quellen:
- Friedrich Merz bei der Pressekonferenz am 23.06.2026
- Empfehlungen der Alterssicherungskommission (2026)
- Nachrichtenagentur dpa
- Interview des ARD-Hauptstadtstudios mit Ines Schwerdtner
- WDR-Interview mit Marcel Fratzscher
- Gesamtverband der Versicherer
- IG Metall
Sendung: WDR 2, Nachrichten, 21.06.2026, 11:00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 23.06.2026, 18:45 Uhr