Quellen der Kraft - In Bewegung bleiben
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Eine Sportgruppe hat Kamar Abou Kamar geholfen, nach ihrer Flucht aus Syrien in Deutschland Fuß zu fassen. Auch Michael Krauser profitiert von Bewegung. Im Alltag mit Typ 1 Diabetes wirkt Sport für ihn stressreduzierend, er bleibt dadurch lebensfroh und dankbar.
Sport statt Stress
Michael Krauser war schon immer in Bewegung. Als Jugendlicher spielte er Fußball, später reist er um die Welt, legt weite Strecken auf dem Fahrrad zurück. Mit Anfang 20 dann die unerwartete Diagnose: Typ 1 Diabetes. Seine erste Frage: "Kann ich mit Diabetes weiter Weltreisen machen?" Bei körperlicher Aktivität können plötzliche Unterzuckerungen auftreten und schnell lebensgefährlich werden. "Ich muss 24/7 den Job eines Organs übernehmen“, beschreibt Krauser. Sportliche Aktivitäten helfen dem 33-Jährigen, mit dem Stress fertig zu werden, den die chronische Krankheit mit sich bringt. Wenn er frühmorgens bei Sonnenaufgang und Vogelzwitschern durch den Park joggt, verspüre er Dankbarkeit und Leichtigkeit, sagt Krauser. Aber wird er mit der Krankheit auch einen Marathon schaffen?
Verbindungen schaffen
Kamar Abou Kamar ist gelernte Bibliothekarin und kommt ursprünglich aus Syrien. Heute lebt sie in Saarbrücken. Bewegung und Sport haben der 43-Jährigen schon immer viel Kraft gegeben. Durch das Projekt "Willkommen im Sport" vom saarländischen Landessportverband für Frauen mit Fluchterfahrungen hat sie in Deutschland Fuß gefasst. Heute leitet sie selbst Nordic-Walking- und Aerobic-Kurse und arbeitet ehrenamtlich als Ernährungsberaterin. Was Sport für sie ausmacht, ist vor allem das verbindende Element. Durch die gemeinsame Bewegung baut sie ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Frauen in ihren Kursen auf.
Autoren: Matthias Alexander Schmidt und Sophia Eickholt
Eine Produktion des SR
Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert
Das Lebenszeichen läuft immer sonn- und feiertags um 08.30 Uhr auf WDR 3 und sonntags um 08.04 Uhr auf WDR 5.