Von der Genesis in die Gegenwart
Adam und Eva schämten sich, weil sie ihre Nacktheit erkannten. Influencer geben sich oft schambefreit, um möglichst hohe Klickzahlen zu erreichen. Dazwischen liegen Jahrtausende, in denen sich die Menschen für die unterschiedlichsten Dinge geschämt haben.
Von Erröten und Gesichtsverlust
Vor der Mannheimer Tafel sehen die Menschen nicht ein, sich wegen ihrer Armut zu verstecken. Wer hingegen in Thailand das Gesicht verliert, ist gleich unten durch. Im Hospiz wiederum empfinden Pflegerinnen Fremdscham angesichts derer, die sie betreuen. Dabei können wir Schämen auch als schön empfinden, wenn das Gesicht sich abwendet, errötet und dabei leise lächelt. Da braucht es viel Vertrauen.
Autor: Dieter Jandt
Eine Produktion des SWR
Redaktion im WDR: Gerald Beyrodt
Das Lebenszeichen läuft immer sonn- und feiertags um 08.30 Uhr auf WDR 3 und sonntags um 08.04 Uhr auf WDR 5.