Der Bundesliga-Aufsteiger verlor am Sonntag mit 93:94 (47:39; 81:81) nach Verlängerung und wartet damit auch nach den ersten drei Saisonspielen weiter auf die ersten Punkte. Bester Werfer für Hagen war Cameron Krutwig, der auf insgesamt 27 Punkte kam und vor allem in der ersten Halbzeit hervorstach. Für Chemnitz erzielten Stefan Smith (23) und Phlandrous Fleming (21) die meisten Punkte.
Chemnitz bekommt Krutwig nicht in den Griff
Nighael Ceaser erzielte die ersten Zähler der Partie für Chemnitz, doch Hagen antwortete mit einem 6:0-Lauf durch Punkte von Fabian Bleck, Trenton Gibson und Bjarne Krauhaar. Chemnitz blieb dran und kam mehrfach bis auf einen Punkt heran, aber Hagen behielt die Oberhand und konnte sich mit einem erneuten 6:0-Lauf gegen Ende des ersten Viertels auf 24:17 absetzen.
Die Gastgeber erwischten einen besseren Start in den zweiten Abschnitt und gingen durch einen Dreier von Cobe Williams wieder in Führung (30:27). Es blieb zunächst eng, doch auch gegen Ende des zweiten Viertels drehte Hagen wieder auf und schockte Chemnitz mit einem 10:0-Lauf (47:39). Besonders Hagens Krutwig bekamen die 99ers überhaupt nicht in den Griff: Der US-Amerikaner hatte zur Halbzeitpause bereits 21 Punkte erzielt.
Hitzige Partie - Disqualifikation von Williams
Auch nach der Pause lief bei Chemnitz erst einmal wenig zusammen. Gibson (2 Punkte) und Tyler Polley (5) bauten den Hagener Vorsprung auf 54:39 aus, ehe die Gastgeber durch Ceaser zu ihren ersten Zählern kamen. Chemnitz stabilisierte sich und arbeitete sich wieder heran. Smith verkürzte den Rückstand Mitte des dritten Viertels auf fünf Punkte (49:54) und wenig später auf einen (57:58). Hagen fand zum richtigen Zeitpunkt die passende Antwort: Polley (3) und Gibson (3) sorgten mit sechs Hagener Punkten in Folge wieder für ein kleines Polster (64:57).
Hagen nahm eine 67:61-Führung mit ins letzte Viertel, ließ dort aber zunehmend Würfe liegen. Smith stellte von der Dreierlinie auf 71:73, ehe Fleming Chemnitz vier Minuten vor Spielende mit einem weiteren Dreier wieder in Führung (74:73) und die Halle zum Kochen brachte.
Auch die Gemüter kochten hoch. Beim Stand von 75:74 für Hagen und noch 3:10 Minuten Spielzeit gerieten Chemnitz' Cobe Williams und Hagens Adam Kunkel aneinander. Nach langer Überprüfung des Videomaterials wurde Williams disqualifiziert, weil er dem am Boden liegenden Kunkel an den Hals gegriffen und gewürgt hatte.
Chemnitz glücklicher Sieger in der Verlängerung
In dieser aufgehitzten Stimmung blieb Hagen cool. Kunkel verwandelte beide Freiwürfe und dann ließ Tim Uhlemann einen Korbleger folgen, sodass Phoenix mit 79:74 führte. Doch eine Minute vor Spielende glich Ben Burham per Dreier zum 79:79 aus. Chemnitz war nun am Drücker, Mateo Seric warf die Gastgeber mit 81:79 in Front.
Hagen nahm noch einmal eine Auszeit, danach traf Krutwig mit einem Korbleger zum Ausgleich (81:81). Sechs Sekunden blieben den Chemnitzern, Ceaser vergab die letzte Möglichkeit - es ging in die Verlängerung. In dieser schenkten sich beide Mannschaften nichts, die Führung wechselte mehrfach. 23 Sekunden vor Ende der Verlängerung lag Chemnitz 94:93 in Führung, Uhlemann vergab den letzten Versuch für Hagen.
Unsere Quellen:
- Spiel Chemnitz 99ers - Phönix Hagen vom 27.09.2026
Sendung: WDR.de, "BBL - Hagen unterliegt Chemnitz in der Verlängerung", 27.09.2026, 19:45 Uhr