Daniel Fischbuch (links) von den Kölner Haien im Spiel bei den Augsburger Panthern. Rechts: Fabrizio Pilu von Augsburg.
Bildquelle: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/GoldbergKöln setzte sich am 4. Spieltag am Sonntag mit 6:4 (2:0, 1:3, 3:1) durch und rückte in der Tabelle auf Platz neun vor. Augsburg liegt einen Punkt dahinter auf Rang zehn.
Noebels und MacInnis bescheren Köln 2:0-Führung
Im ersten Drittel kam Augsburg besser ins Spiel und hatte in den Anfangsminuten mehrere Chancen, konnte Kölns Torhüter Felix Brückmann aber nicht überwinden. Besser machten es die Kölner, die ihre erste Gelegenheit zur Führung nutzten: Valtteri Kemiläinen zog von der blauen Linie ab, Marcel Noebels (4.) fälschte den Schuss ins Panther-Tor ab.
Das Gegentor zeigte Wirkung bei den Gästen. Köln nutzt dies aus und legte drei Minuten später das 2:0 nach. Nach einer Puckeroberung im eigenen Drittel blieb Ryan MacInnis (7.) mit einem Schuss aus halbrechter Position zunächst an einem Gegenspieler hängen, doch im zweiten Versuch drückte der US-Amerikaner die Scheibe über die Linie. Nach einem Foul von Kölns Robin Press an Tim Wohlgemuth gab es einen Penalty für Augsburg, doch für Wohlgemuth war erneut bei Brückmann Endstation.
Augsburger Doppelschlag im Mitteldrittel
Im Mitteldrittel ging es erst einmal hin und her, ehe den Panthern der Anschlusstreffer gelang. Ein Schuss von Kyle Mayhew wurde von Köln noch geblockt, doch den Rebound versenkte D.J. Busdeker (23.) rechts oben im Winkel. Köln schlug in Überzahl zurück: 21 Sekunden nach einer kleinen Strafe gegen Augsburgs Moritz Elias traf Kemiläinen (38.) von der blauen Linie zum 3:1.
Die Freude währte allerdings nicht lange, denn als Köln nach einer Strafe gegen Press in Unterzahl agierte, trafen die Panther ebenfalls im Powerplay umgehend. Busdeker (39.) markierte mit einem Handegelenkschuss aus zentraler Position seinen zweiten Treffer. Nur 28 Sekunden später klingelte es wieder im Kölner Kasten. Jimmy Lambert (40.) drückte die Scheibe über die Linie, nachdem Kölns Keeper Janne Juvonen von Phillip Kraus zu Fall gebracht worden war. Die Schiedsrichter überprüften den Treffer zum 3:3 und gaben ihn.
Haie verdienen sich den Sieg
Im letzten Drittel kamen die Haie mit Dampf aus der Kabine. Bei erneutem Powerplay legte Patrick Russell den Puck von links in die Mitte zu Noebels (41.), der trocken abzog und die Scheibe unter die Latte jagte. Köln machte weiter Druck. Russell (47.) verpasste am Slot nach einer Hereingabe noch das 5:3, aber drei Minuten später war es so weit: Louis-Marc Aubry passte in den Slot zu MacInnis (50.), der den Puck über die Torlinie stocherte.
Erneut im Powerplay sorgten die Haie für die Entscheidung. Köln gewann das Bully, der Puck kam zu Kemiläinen an die blaue Linie und der Finne traf wieder mit einem Schlagschuss. Der Treffer zum 6:4 durch Augsburgs Wohlgemuth (58.) kam zu spät für die Gastgeber.
Krefeld besiegt Schwenningen
Auch die Krefeld Pinguine verbuchten am Sonntag einen Sieg. Gegen die Schwenninger Wild Wings setzte sich der Aufsteiger mit 5:2 (2:1, 1:0, 2:1) durch und feierten den zweiten Saisonerfolg.
Kyle Platzer (4.) schoss die Gäste zunächst in Führung, aber Adam Payerl (14./Powerplay) und Max Newton (20.) drehten die Partie noch im ersten Drittel. Marcel Müller (30.) legte das 3:1 für Krefeld nach. Schwenningen konnte durch Thomas Schemitsch (44.) verkürzen, aber Mathew Santos (49.) und Payerl (58.) sorgten schließlich für klare Verhältnisse.
Iserlohn chancenlos bei den Eisbären
Weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten die Iserlohn Roosters. Das Tabellen-Schlusslicht verlor beim Meister Eisbären Berlin auch das vierte Saisonspiel 0:4 (0:1, 0:3, 0:0).
Iserlohns Tyler Boland (3.) hatte zwar die erste dicke Chance der Partie, als er mit einem Handgelenkschuss am rechten Pfosten scheiterte. Doch insgesamt war der Meister im ersten Drittel tonangebend (12:3-Torschüsse) und nutzte sein zweites Powerplay zur Führung: Markus Vikingstad (14.) fälschte einen zentralen Schuss von Mitch Reinke ins Iserlohner Tor ab, Roosters-Keeper Andreas Jenike war machtlos.
Zu Beginn des Mittelabschnitts gerieten auch die Eisbären erstmals in Unterzahl - und legten den zweiten Treffer nach. Manuel Wiederer (22.) eroberte die Scheibe bei einem Fehlpass von Peter Quenneville, umkurvte Jenike im Iserlohner Tor und schob mit der Rückhand zum 2:0 ein. Berlin machte weiter Druck: Liam Kirk (34.) fuhr unbedrängt von Linksaußen in den Bullykreis und traf zum 3:0, Ty Ronning (40.) schloss einen schön herausgespielten Angriff der Eisbären mit dem Tor zum 4:0 ab. Iserlohn ließ sich nicht hängen, aber Berlin hatte keine Mühe, seine Führung im letzten Drittel zu verwalten.
Unsere Quellen:
- Spiel Eisbären Berlin gegen Iserlohn Roosters
- Spiel Krefeld Pinguine gegen Schwenninger Wild Wings
- Spiel Augsburger Panther gegen Kölner Haie
- DEL-Website
Sendung: WDR.de, "DEL - Kölner Haie holen ersten Dreier der Saison in Augsburg", 27.09.2026, 20:55 Uhr