Die Ostwestfalen gewannen am Sonntag in einer Partie des 4. Spieltages mit 26:21 (13:11). Durch den Erfolg klettert das Team von Trainer Florian Kehrmann auf den dritten Tabellenplatz.
Die Hausherren kamen zunächst gut in die Partie. Noch vor dem ersten Treffer kassierte Lemgos Nicolai Theilinger die erste Zwei-Minuten-Strafe. In der Folge erarbeitete sich die HSG einen 3:1-Vorsprung.
Dann musste auch Wetzlars Nikola Grahovac für zwei Minuten vom Feld (7.), und das Spiel änderte sich. Den Ostwestfalen gelang es in den folgenden drei Minuten, die Partie auf 3:5 zu drehen. Nun hatte das Team von TBV-Coach Florian Kehrmann die Oberhand.
Tim Suton Dreh- und Angelpunkt
Angetrieben vom starken Tim Suton, der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des TBV war, gelang es den Lemgoern nach 16 Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung zu erspielen (6:9).
Die Hausherren taten sich nun in der Defensive schwer, attackierten ihre Gegenspieler zu wenig, und so nahm HSG-Coach Momir Ilić nach fast 18 Minuten beim Stande von 7:10 ein Timeout.
Fünf torlose Minuten
Doch zunächst änderte sich nicht viel. Als Ahmed Nafea für die Hausherren einen Siebenmeter zum 9:11-Anschlusstreffer verwandelt hatte, dauerte es fast fünf Minuten bis das nächste Tor fallen sollte.
Lemgos Niels Versteijnen brach den Bann (25.). Weiterhin bekamen die Hessen Suton nicht unter Kontrolle. Sechsmal traf der 29-jährige Rückraumspieler bis zur Pause. Mit einem 11:13 aus Wetzlarer Sicht ging es in die Kabine.
Kein ansehnliches aber spannendes Spiel
Zwei Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, da erhöhte Samuel Zehnder auf 11:14. Kurz darauf hätte er auf einen Vier-Tore-Vorsprung stellen können, doch der Linksaußen verwarf einen Siebenmeter.
Es blieb eine nicht sonderlich ansehnliche Partie, die zwar spannend war, aber selten schöne Spielpassagen zu bieten hatte und wenig Tempo hatte.
Kehrmann-Team hält HSG auf Distanz
Beide Teams kamen selten schnell in gute Abschlusspositionen und reizten ihre Zeit für einen Angriff bis zum Ende und manchmal auch darüber hinaus aus.
Doch das Kehrmann-Team blieb ruhig und schaffte es, die Gastgeber, die über die Außenpositionen so gut wie keine Gefahr ausstrahlten, konstant auf zwei bis drei Tore Abstand zu halten. Allerdings gelang es auch nicht, die Führung auszubauen.
Erneut fünf torlose Minuten
Nur zweimal kam die HSG näher ran: Durch einen von Niklas Theiß verwandelten Siebenmeter auf 18:19 (47.) und durch Cyrill Akakpo zum 19:20 (50.).
Doch dann gelangen Lukas Hztecek und Bobby Schagen zwei TBV-Tore in Folge - und danach folgte erneut eine fünfminütige Phase ohne einen Treffer für eines der Teams.
Defensivstärke schlägt Offensivschwäche
Die Zeit spielte für Lemgo, und als Nicolai Theilinger drei Minuten vor dem Ende mit dem 19:23 auf vier Tore stellte, war die Partie entschieden. Am Ende bauten die Lipper den Vorsprung sogar noch auf fünf Treffer aus.
Am Ende siegten defensivstarke Lemgoer gegen offensivschwache Wetzlarer, die selten in die Tiefe kamen und deren Außenspiel quasi nicht stattfand. Auch Tim Suton bewertete den Sieg nach der Partie vor dem Dyn-Mikro: "Die Abwehrarbeit war mega, und ich glaube, das war der Schlüssel zum Sieg."
Auswärtsspiel beim HSV
Für die Ostwestfalen geht es am Freitag weiter mit der Auswärtspartie beim HSV Hamburg (19 Uhr). Die Norddeutschen zeigten am Samstag eine gute Auswärtspartie beim 25:27 beim THW Kiel und belegen derzeit Tabellenplatz acht.
Unsere Quellen:
- HBL-Spiel des 4. Spieltages HSG Wetzlar - TBV Lemgo-Lippe
- sportschau.de