Schriftzug Wunderschön vor einem Strand und blauem Meer
Auf der 3 Kilometer langen Düne von Pilat kann man wandern

Die Düne von Pilat, Skifahren in den Dünen, Regionaler Naturpark Landes de Gascogne und mit der Zahnradbahn auf den La Rhune

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Entlang der Atlantikküste gibt es eindrucksvolle Naturräume zu entdecken: Die Düne von Pilat gilt als ein Naturphänomen. Ebenso spektakulär ist die Sportart, die Einheimische dort betreiben. Im Regionalen Naturpark Landes de Gascogne kann man bei einer Kanutour auf der Leyre entspannen. Schöne Aussichten gibt es auf dem Berg La Rhune.

Die Düne von Pilat

Mit über 100 Metern Höhe und fast 3 Kilometern Länge gilt die Düne von Pilat als die höchste Wanderdüne Europas. Entstanden ist sie über Jahrtausende durch das Zusammenspiel von Wind, Gezeiten, Flussablagerungen und Sandbänken vor der Küste. Die Düne bewegt sich kontinuierlich landeinwärts – etwa einen Meter pro Jahr. Dabei begräbt sie Wälder, Wege und alles, was sich ihr in den Weg stellt. Seit den 1990er-Jahren steht die Düne unter Denkmalschutz, um dieses einzigartige Naturgebilde zu bewahren. Von der Spitze aus hat man einen spektakulären Ausblick auf das Cap Ferret und die Bucht von Arcachon.

Skifahren in den Dünen

Skier und Schlitten gehören an der Atlantikküste nicht nur zum Winterurlaub, sondern auch in den Sand: Auf der Düne von Pilat wird seit 1938 Dünen-Ski gefahren. Was heute vor allem als Freizeitspaß gilt, war früher ein echter Wettbewerb – mit eigenen Disziplinen und sogar professionellen Teilnehmern. Die Tradition hat bis heute Bestand. Viele Einheimische sind stolz auf dieses ungewöhnliche Kapitel ihrer Regionalgeschichte und setzen sich dafür ein, das Dünen-Skifahren als festen Bestandteil der lokalen Kultur lebendig zu halten.

Eine Person auf Skiern und Tamina Kallert auf einem Schlitten am Hang der Düne

Ein besonderes Erlebnis in den Dünen: Ski und Schlitten fahren

Regionaler Naturpark Landes de Gascogne

Etwa 25 Autominuten von Arcachon entfernt beginnt der regionale Naturpark Landes de Gascogne. Herzstück ist der Fluss Leyre, der über rund 100 Kilometer ein verzweigtes Netz von Nebenarmen bildet und schließlich in das Becken von Arcachon mündet. Dabei transportiert er Sedimente, die zur Entstehung der Düne von Pilat beigetragen haben. Der kleine Hafen von Biganos, einst landwirtschaftlich genutzt, ist heute ein geschützter Bereich innerhalb des Naturparks. Einige der bunten Hütten dienen als Bootsschuppen, andere als einfache Ferienunterkünfte. Hafen und Fluss stehen unter Naturschutz. Damit sich Paddler nicht verirren, ist das weit verzweigte Gewässer mit Schildern ausgestattet. Mit etwas Glück kann man auf einer Tour Süßwasserschildkröten entdecken. Seit 1970 gibt es an der Leyre keine Industrie mehr. Der Fluss hat seither schrittweise sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurückerhalten. Zuvor war er unter anderem für Holzflößerei, Schmieden und Gießereien genutzt worden.

Tamina Kallert und eine weitere Frau in einem Kanu auf einem Flussarm

Im Naturpark Landes de Gascogne kann man die Flussarme mit dem Kanu erkunden.

Mit der Zahnradbahn auf den La Rhune

Vom kleinen Bahnhof im Ort Sare führt eine historische Zahnradbahn auf den 900 Meter hohen Berg La Rhune. Die Strecke wurde bereits 1924 eröffnet, und noch heute sind die originalen Waggons im Einsatz. Die Fahrt dauert rund 35 Minuten und überwindet gut 800 Höhenmeter. Da die einspurige Bahnstrecke nur im Sommerhalbjahr betrieben wird, empfiehlt es sich, die Tickets vorab online zu buchen. Oben angekommen eröffnet sich ein weiter Blick über das französisch-spanische Grenzgebiet – und nur wenige Schritte von der Bergstation entfernt findet man schnell ein ruhiges Plätzchen, um die Landschaft in aller Stille zu genießen. Wer den Weg wandert, kann unterwegs auf Pottoks treffen. Die alte baskische Ponyrasse lebt halbwild in den westlichen Pyrenäen.

Zahnradbahn auf einem Gleis an einer Haltestation

Eine historische Zahnradbahn fährt auf den 900 Meter hohen Berg La Rhune.

Lesetipps zu Frankreichs Atlantikküste

Hilke Maunder
Glücksorte in Südwestfrankreich. Mit Atlantikküste und Bordeaux
Droste-Verlag, 2023
ISBN 978-3770024889
Preis: 15,99 Euro

Andreas Drouve
111 Orte im Baskenland, die man gesehen haben muss
Emons Verlag, 2024
ISBN 978-3740820237
Preis: 18,00 Euro

Klaus Simon
Französische Atlantikküste. Mit großem Faltplan
DuMont, 4. akt. Aufl. 2025
ISBN 978-3616001272
Preis: 14,95 Euro

Hilke Maunder
Bildatlas Französische Atlantikküste
DuMont, 2024
ISBN 978-3616021553
Preis: 11,95 Euro

Heike Bentheimer
Französische Atlantikküste
Trescher, 2024
ISBN ‎978-3897946385
Preis: 19,95 Euro