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Frankreichs Atlantikküste: von Arcachon bis Biarritz

Wunderschön! 20.07.2025 01:28:22 Std. UT Verfügbar bis 20.07.2030 WDR

Frankreichs Atlantikküste – von Arcachon bis Biarritz

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Urlaub an der französischen Silberküste – wo feiner Sandstrand, rauer Atlantik und ruhige Badebuchten aufeinandertreffen. Tamina Kallert startet am Arcachonbecken mit Blick auf die höchste Wanderdüne Europas, reist bis ins südliche Biarritz und entdeckt unterwegs ganz unterschiedliche Küstenwelten. In Cap Ferret passiert sie den rot-weißen Leuchtturm, probiert die fluffige "Dune blanche" und besucht die traditionellen Austernhütten am Wasser.

In Arcachon spaziert Tamina Kallert durch das Villenviertel Ville d’Hiver mit seinen eindrucksvollen Bauten der Belle Époque. Danach geht es weiter nach Seignosse und Hossegor, wo Surfer, Designer und Aussteiger den Takt angeben. Weiter südlich führt die Reise ins Baskenland. Tamina Kallert erkundet die heimliche Schokoladenhauptstadt Frankreichs, Bayonne, und besucht einen jungen baskischen Landwirt, der im Hinterland ökologisch wirtschaftet. Ihre Reise endet mit Festivalstimmung in Biarritz.

Informationen über die Region

An der südwestlichen Atlantikküste Frankreichs erstreckt sich die Region Nouvelle-Aquitaine – die flächenmäßig größte Region des Landes. Im äußersten Süden, an der Grenze zu Spanien, liegt das französische Baskenland. Geprägt durch seine Lage als historische Grenzregion, verbindet es nicht nur zwei Staaten: Die Basken würden es als eine kulturelle Sphäre betrachten. Die meisten Bewohner sehen sich demnach auch nicht primär als Franzosen oder Spanier, sondern als Basken. Über Jahrhunderte hinweg war der Austausch in der Region eng – in Sprache, Handel, Religion und politischen Bewegungen. Die gemeinsame Sprache Euskara, eine der ältesten in Europa, wird bis heute gepflegt.

Baskischer Ballsport Pelota

Im Baskenland gehört Pelota zum Alltag. Pelota ist ein Traditionssport mit großer kultureller Bedeutung – jedes Kind lernt ihn. Das Spielprinzip ist einfach erklärt: Zwei Spieler oder Teams schlagen einen kleinen Ball – die Pelota – abwechselnd gegen eine Wand, den Frontón. Gewonnen hat, wer zuerst eine bestimmte Punktzahl erreicht. Gespielt wird in zehn verschiedenen Varianten – von der einfachen Handspielweise bis zur spektakulären Variante mit der Chistera, einer typischen Korbschaufel. Diese wird komplett aus Naturmaterialien gefertigt: Das Flechtwerk besteht aus Weide, der Rahmen aus Kastanienholz. Die Anfertigung dauert rund 30 Stunden – und bei Profis hält sie nur etwa drei Monate. Denn der Ball kann beim Schlag mit der Chistera Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde erreichen. Gespielt wird Pelota heute nicht nur im Baskenland, sondern auch in den USA, Teilen Lateinamerikas, Italiens und auf den Philippinen.

Ein Mann sortiert Pelota-Schläger an einer Wand

Mit diesen Schlägern wird der baskische Ballsport Pelota gespielt.

Lesetipps zu Frankreichs Atlantikküste

Hilke Maunder
Glücksorte in Südwestfrankreich. Mit Atlantikküste und Bordeaux
Droste-Verlag, 2023
ISBN 978-3770024889
Preis: 15,99 Euro

Andreas Drouve
111 Orte im Baskenland, die man gesehen haben muss
Emons Verlag, 2024
ISBN 978-3740820237
Preis: 18,00 Euro

Klaus Simon
Französische Atlantikküste. Mit großem Faltplan
DuMont, 4. akt. Aufl. 2025
ISBN 978-3616001272
Preis: 14,95 Euro

Hilke Maunder
Bildatlas Französische Atlantikküste
DuMont, 2024
ISBN 978-3616021553
Preis: 11,95 Euro

Heike Bentheimer
Französische Atlantikküste
Trescher, 2024
ISBN ‎978-3897946385
Preis: 19,95 Euro

Moderation: Tamina Kallert

Redaktion: Iris Möller-Grätz

Autorin: Anja Koenzen

Internettext: Lina Engelhardt