Im Juli bauen Asiatische Hornissen sogenannte Primärnester, die kleiner sind.
04:30 Min.. Verfügbar bis 02.07.2028.
Bienen bestäuben Pflanzen. Die sorgen für Obst und Gemüse. Gibt es aber keine Bienen, gibt es auch nichts zu essen. Die Asiatische Hornisse dezimiert die Zahl der Bienen. Denn Bienen sind das Leibgericht dieser eingewanderten, invasiven Tierart. Invasiv bedeutet hier: hohes Schadpotenzial.
Ihr voller Gattungsname ist "Vespa Velutina Nigrithorax". Über die Weltmeere und Schienenstrecken kam die "schwarze" Hornisse auch zu uns, Tendenz: massenhafte Verbreitung. "Vor zwei Jahren wurden in Wuppertal acht Nester gemeldet", sagt Imkerin und Hornissen-Expertin Anja Stamm, "2025 waren es 50. In diesem Jahr rechnen wir mit einer Verzehnfachung."
Im Juli muss gegen die invasiven Hornissen gehandelt werden
Hornissennest in einem Carport
Und das geht schnell: Ein komplettes, etwa basketball-großes Nest bringt 250 Jungköniginnen hervor, zehn Prozent davon gründen im nächsten Jahr ein Folgenest oder ziehen weiter. Jetzt im Juli entstehen sogenannte "Primärnester". "Die sind eher klein und sollten gefunden werden", meint Anja Stamm. Die großen entstehen nämlich später in Baumkronen und sind kaum zu finden.
Asiatische Hornissen melden: Welche Portale es in NRW dafür gibt
Eine wichtige Rolle dabei spielen wir alle, sagt Anja Stamm. Wer eine sehe, solle das mitteilen. Für Asiatische Hornissen gibt es für Behörden eine Meldepflicht. Und die hilft auch den Bekämpfern. "Denn wenn wir keine Meldezahlen haben, haben wir offiziell auch kein Problem."
Melde-Portale gibt es beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (Lanuk) oder den Unteren Naturschutzbehörden der Städte. Aber: "Die Menschen glauben, wenn sie an das Lanuk gemeldet haben, kommt jemand und beseitigt die Hornissen. Das ist aber nicht so. Das regeln dann die Naturschutzbehörden."
Unsere Quelle:
- Anja Stamm, Hornissen-Expertin
Sendung: WDR.de, Fahndung nach den Bienenkillern, 02.07.2026, 5 Uhr
Erstveröffentlichung des Artikels am 02.07.2026
