Gefährliche Katzenseuche ist zurück
Bildquelle: WDR1 Min. 56 Sek.. Verfügbar bis 25.09.2028.
„Wir haben elf Katzen, die seit dem neuesten Ausbruch gestorben sind", sagt Tierpflegerin Lena Holeksa. Insgesamt sei die Hälfte der Katzen im Tierheim infiziert, die meisten davon aber symptomlos. Die aktuelle Situation sei "durchaus glimpflicher als bei der letzten Seuche im August", sagt Holeksa weiter.
Einige Katzen durch Parvovirus gestorben
Katzen im Duisburger Tierheim in Quarantäne nach erneutem Ausbruch der Katzenseuche
Bildquelle: WDRSeit August hält die Katzenseuche die Mitarbeiter im Tierheim Duisburg in Atem. Parvovirus ist der offizielle Begriff der Krankheit. Viele Katzen sind gestorben, doch die Seuche sollte überwunden sein. Jetzt der nächste Schock für das Tierheim. Wieder ist eine Katze an der Krankheit gestorben. 25 weitere sind infiziert und müssen nun behandelt werden.
Wenn die Katzen Kontakt zu einem erkrankten Tier hatten, kommen sie zur Quarantäne in einen Käfig. Viele Katzen wurden dieses Mal symptomlos getestet. Da sie aber Kontakt mit einer infizierten Katze hatten, müssen sie noch eine weitere Woche ausharren.
Impfungen kosten 80 Euro
Alle infizierten Katzen müssen nun eine Woche lang durchgeimpft werden. Die Tiere, die mit den Infizierten in Kontakt gekommen sind, müssen in zwei Wochen zwei Mal geimpft werden. Ein teures Unterfangen für das Tierheim. Eine Spritze kostet 80 Euro. Hinzu kommen tägliche Tests. "Bei 80 Katzen, die infiziert waren oder Kontakt hatten, ist das eine enorme Belastung für ein spendenfinanziertes Tierheim wie unseres", sagt die Tierpflegerin.
Quarantäne nur schwer umsetzbar
Warum kommt es aber immer wieder zu den neuen Ausbrüchen? Holeksa verdächtigt den Zustand des Gebäudes. "Hier kannst du keine vernünftige Quarantäne für so viele infizierte Katzen halten, oder für die, die Kontakt hatten."
"Eigentlich hätte ein neues Tierheim am besten gestern fertiggestellt werden müssen. So geht das auf die Gesundheit der Tiere." Lena Holeksa, Tierpflegerin Tierheim Duisburg
Enge Käfige statt sicherer Quarantäne: Platzmangel im Duisburger Tierheim erschwert Schutz vor Katzenseuche
Bildquelle: WDREin neues Tierheim ist zwar geplant, der Bau verzögert sich aber seit Monaten. Auch die Stadt erklärt, dass neue Gebäude für die Hygienemaßnahmen besser seien. Für Lena Holeksa und ihre Kollegen bleibt aktuell nur die Hoffnung, dass die Seuche schnell überwunden ist.
Unsere Quellen:
- Interview mit Tierpflegerin Lena Holeksa
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
- Tierheim Duisburg
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 25.09.2026, 19:30 Uhr