Zwei Männer schneiden am am 13. September 2026 eine Torte an mit der Aufschrift: 50 Jahre Museum Ludwig

Kürzungen pünktlich zum Jubiläum Sparzwang für das Museum Ludwig

Stand:

Kurz vor dem Jubiläumsfest zum 50. Geburtstag des Museum Ludwig hat die Stadt massive Kürzungspläne für das Haus verkündet.

Das Museum Ludwig hat seinen 50. Geburtstag am Sonntag mit einem Jubiläumsfest gefeiert: Bei freiem Eintritt konnten Besucher Konzerte und Performances erleben, an Führungen zur Architektur des Hauses und Klang-Workshops für Kinder teilnehmen - oder Oberbürgermeister Torsten Burmester und Museums-Direktor Yilmaz Dziewior beim Anschneiden der Geburtstagstorte zusehen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1976 hat sich das Museum Ludwig weit über Köln hinaus einen Namen gemacht und gilt heute als eine der führenden Institutionen für moderne und zeitgenössische Kunst in Europa. Erst kürzlich erzielte die Ausstellung mit Werken von Yayoi Kusama einen neuen Besucher-Rekord.

Pünktlich zum Geburtstag - Haushaltsentwurf sieht massive Kürzungen vor

Kurz vor dem Geburtstagsfest hat die Stadt Köln einen neuen Haushaltsentwurf veröffentlicht, der für das Museum Ludwig offenbar massive Kürzungen vorsieht. So sollen sich laut "Kölner Stadtanzeiger" die Personalaufwendungen um rund 20 Prozent verringern - Im Jahr 2025 seien es noch 4.260.162 Millionen gewesen, zwei Jahre später nur noch 3.412.638 Millionen.

Das Presseamt der Stadt Köln bestätigte auf Anfrage des WDR den Betrag von rund 3,41 Millionen für das Jahr 2027. Um die Einsparungen umzusetzen, wolle man aber nicht auf betriebliche Kündigungen setzen, sondern frei werdende Stellen nicht nachbesetzen, die etwa durch Ruhestand, Kündigung oder den Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber entstünden.

Sparzwang für das Museum Ludwig

WDR 14.09.2026 41 Sek. Verfügbar bis 13.09.2028 WDR Online

Auch andere Kölner Museen wie das Römisch-Germanische Museum, das Rautenstrauch-Joest-Museum oder das Museum Schnütgen sind von Einsparungen betroffen. Für andere Häuser wie das Museum für Angewandte Kunst oder das Kölnische Stadtmuseum werden Gelder bei den Personalaufwendungen dagegen aufgestockt.

Kein eigenes Statement des Museums

Museums-Direktor Yilmaz Dziewior hat sich zu den geplanten Kürzungen bisher nicht geäußert. Die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag hätten wie geplant stattgefunden, sagte eine Pressesprecherin des Museums dem WDR. Als städtische Institution dürfe das Museum aber zu den Kürzungen nicht eigenmächtig Stellung beziehen. Journalistische Anfragen beantwortet ausschließlich das Pressemamt der Stadt Köln als zentrale Anlaufstelle.

Es wird sich zeigen, wie das Museum Ludwig, das nach eigenen Angaben mit der Kusama-Ausstellung schon an seine Belastungsgrenze gekommen ist, mit noch weniger Personal weiterarbeiten kann - und inwiefern sich die Kürzungen auf das Programm des renommierten Kunsthauses auswirken.

Unsere Quellen:

  • Pressestelle des Museum Ludwig
  • Presseamt der Stadt Köln
  • Kölner Stadtanzeiger "Warum straft die Stadt das Museum Ludwig ab?"
  • Homepage des Museum Ludwig

Weitere Beiträge zum Thema Kunst

1 / 2