Darum ist die Suche nach Vermissten in Badeseen oft schwierig...

WDR 00:34 Min. Verfügbar bis 06.07.2028

Rettungseinsätze der DLRG Wie läuft die Suche nach Vermissten?

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Ein 14-Jähriger fällt aus einem Boot und versinkt im Echtzer Badesee. Die DLRG sagt, warum der Rettungseinsatz Tage gedauert hat.

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Helga Hermanns

Drei Tage suchten Hubschrauber, Boote mit Sonartechnik und Taucher nach dem 14-jährigen Jungen, der Ende Juni mitten auf dem Echtzer Badesee aus einem Boot gefallen war. Dann konnte er nur noch tot geborgen werden. In manchen Fällen sei ein solcher Einsatz wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, sagt Kai Wallbaum, Sprecher der DLRG Kreis Düren.

Denn Zeugenaussagen seien oft ungenau, dann sei es schwierig, den Suchbereich einzugrenzen. Auch die Verhältnisse im Badesee spielen eine Rolle. Je tiefer er ist, desto dunkler ist es. Hinzu kommen trübes Wasser, Pflanzen und Strömungen, durch die ein Körper wegtreiben kann.

Wie die DLRG im Wasser nach Vermissten sucht

Das Suchgebiet wird in Planquadrate eingeteilt und systematisch erkundet. Dabei werden dann auch Hilfsmittel wie Signalleinen und Unterwasserkameras eingesetzt. Wichtig sind auch Informationen über das Gewässer. Der Echtzer Badesee zum Beispiel ist ein ehemaliger Tagebau und bis zu 18 Meter tief. Das mache die Suche anspruchsvoller, sagt die DLRG.

DLRG übt Einsätze an Badeseen im Kreis Düren

Die Freiwilligen üben solche Einsätze in den drei Badeseen in Barmen, Echtz und Düren. Denn die sind unterschiedlich tief, haben jeweils andere Uferbereiche und auch die Strömungen sind unterschiedlich. Deshalb muss jeder Einsatz neu bewertet werden.

Wenn jemand von einem Boot über Bord geht, wie im Fall des 14-jährigen Jungen, sollten die Personen im Boot schnell reagieren: Einmal den Notruf wählen und dem Menschen im Wasser ein Paddel, einen Rettungsring oder eine Leine reichen. Hinterherspringen ist keine gute Idee, wenn man nicht selbst Rettungsschwimmer ist.

Gegen Badeunfälle: Im Boot Rettungswesten tragen

Kai Wallbaum von der DLRG Kreis Düren weiß auch, dass man bewusstlose Menschen im Wasser nur schwer halten kann. Deshalb seien ohnmachtssichere Rettungswesten auf Booten sehr wichtig.

Das Risiko von Badeunfällen kann deutlich reduziert werden, sagt Wallbaum. Baden sollte man nur dort, wo es eine offizielle Aufsicht gibt - erkennbar an rot-gelben Flaggen der Wasserrettung. Man sollte sich vor dem Schwimmen abkühlen, keinen Alkohol trinken und nicht zu weit rausschwimmen.

DLRG Düren: Was tun bei Badeunfällen

WDR 06.07.2026 00:45 Min. Verfügbar bis 05.07.2028

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Unsere Quellen:

  • DLRG-Bezirk Kreis Düren

Sendung: WDR.de, Darum ist die Suche nach Vermissten in Badeseen oft schwierig, 06.07.2026, 13:05 Uhr

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