Woche der Solidarität: Ukrainische Kinder zu Gast in der Region

WDR 02:35 Min. Verfügbar bis 23.07.2028

Pause vom Ukraine-Krieg Wie Kinder aus der Krisenregion hier abschalten

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In dieser Woche erleben 14 Kinder aus der Ukraine und Rumänien eine ganz besondere Woche in der Region Aachen. Sie genießen eine Auszeit vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

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Thomas Wenkert

Draußen im Park des Nell-Breuning-Hauses in Herzogenrath wird gesägt und geschmirgelt. An einem Tisch sitzen Jungen und Mädchen, sie basteln eine Bambusflöte. Mittendrin ist Pavlo, ein 13 Jahre alter Junge aus der Ukraine.

Pavlo steht neben den anderen Kindern vor einem Gebäude und schmunzelt leicht.

Pavlo ist 13 Jahre alt und kommt aus der Ukraine

"Diese Woche macht richtig viel Spaß. Ich habe viel neues gesehen und viele neue Freunde gefunden", schwärmt er. Und das Essen habe richtige gut geschmeckt. Die meisten Kinder kommen aus dem Westen der Ukraine, aus Ust-Tschorna und Solotvyno.

Mehrere Organisationen arbeiten zusammen

Es ist unter anderem das Institut für wirtschaftliche und soziale Bildung (IFES) in Rumänien, das zusammen mit dem Nell-Breuning-Haus diese "Woche der Solidarität und Partnerschaft" ins Leben gerufen hat. Hinzu kommt die ukrainische Gemeinde Ust-Tschorna.

Und die Kids im Alter zwischen acht und 15 Jahren erleben viel - zum Beispiel einen Besuch beim Fußball-Drittligisten Alemannia Aachen und auch der Aachener Dom wird erkundet. Ein weiterer Höhepunkt: der Besuch des Schwimmvereins in Übach-Palenberg. Untergebracht sind die Gäste im Nell-Breuning-Haus, ein Tagungs- und Gästehaus in Herzogenrath.

Dem Krieg ein menschliches Gesicht geben

Einer der Initiatoren dieser Solidaritätswoche ist Rainer Rißmayer vom Nell-Breuning-Haus. "Wir wollen dem Krieg ein persönliches, menschliches Gesicht geben", sagt Rißmayer. Ihn berühre das sehr, zu sehen, wie die Kinder lachen, glücklich sind, einfach mal den Krieg in der Heimat vergessen. Es sei eine weitere Aufgabe gewesen, führt Rißmayer aus, mit den jungen Gästen auch über die Zukunft zu sprechen. Es werde eine Zeit nach dem Krieg geben.

Kinder fühlen sich wohl in der Städteregion Aachen

Lenuta und Andreea sitzen an einem Tisch, vor ihnen eine Schere und viele kleine Anhänger. Die beiden Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren basteln gerade kleine Armbänder. Beide stammen aus Rumänien. Sie genießen diese Woche in der Region Aachen. "Wir sind klettern gegangen, wir sind auch gesegelt", erzählt die 14 Jahre alte Lenuta.

Lenuta und Andreea sitzen nebeneinander und bastelt an bunten Perlenarmbändern.

Lenuta und Andreea basteln

Die 15 Jahre alte Andreea gerät richtig ins schwärmen. "Ich fühle mich hier sehr wohl. Deutschland ist ganz anders als Rumänien", erzählt sie. Sie habe hier Freundschaften geknüpft zu anderen jungen Menschen aus anderen Ländern. Zum Beispiel bei einem Besuch im niederländischen Landgraaf. Das sei natürlich nicht immer einfach gewesen wegen der Sprache, so Andreea weiter, aber die Erfahrung habe ihr sehr gut getan.

Abschalten vom russischen Angriffskrieg

"Ich wünsche mir, dass die Kinder Zuversicht und Glück mit nach Hause nehmen", so die Hoffnung von Nataliia Lompei. Sie ist Deutschlehrerin in der Ukraine und betreut die Kinder aus dem Kriegsgebiet. Es sei wichtig, dass die Kinder mal etwas anderes erleben, nicht immer nur den Krieg. Und diese "Woche der Solidarität", verspricht Rainer Rißmayer wird keine Eintagsfliege sein. Auch im kommenden Jahr soll eine solche Woche wieder stattfinden.

Nataliia Lompei sitzt neben einem Kind am Tisch. Vor ihnen liegen bunte Zeichnungen.

Nataliia Lompei freut sich, die Kinder während der Woche zu betreuen

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräche mit den teilnehmenden Kindern
  • WDR-Gespräch mit Rainer Rißmayer, Nell-Breuning-Haus
  • WDR-Gespräch mit Nataliia Lompei, Deutschlehrerin aus der Ukraine

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Aachen23.07.2026, 19:30 Uhr

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