Im Remscheider Freizeitpark Kräwinkler Brücke kommt es immer wieder zu Vandalismus. Für Besucher bleibt das nicht folgenlos.
WDR. 03:06 Min.. Verfügbar bis 03.07.2028.
In Remscheid hat der Freizeitpark Kräwinkler Brücke nach vier Tagen wieder geöffnet. Allerdings wird künftig ein Sicherheitsdienst vor Ort sein. Damit wolle man neue Vandalismusschäden verhindern, sagt Geschäftsführer Thilo Droste.
An dem besonders heißen Wochenende Ende Juni hatten Unbekannte Boote zerstört und versenkt, in den Toiletten die Armaturen abgerissen und Abflüsse verstopft. Zudem hinterließen Besucher riesige Mengen an Müll. Ein Schock für die Mitarbeiter und den Betreiber.
Schutz für Mitarbeiter
Unbekannte hatten überall Müll verteilt
Doch nicht nur nachts wüten die Vandalen an der Kräwi, sondern auch tagsüber. "Meine Mitarbeiter erleben Pöbeleien, sie werden angeschnauzt, alle Regeln werden ignoriert", erzählt Geschäftsführer Thilo Droste. Seine Mitarbeiter brauchten Schutz. Deshalb wird an der Kräwi in Zukunft ein Security-Dienst im Einsatz sein.
99.000 Euro fehlen dem Träger
Und während sich Droste darüber freut, dass seine Beschäftigten die Kräwi so schnell wieder in Ordnung bringen konnten, geht es jetzt um die Zukunft des Freizeitparks insgesamt. Dem Träger, der Arbeit Remscheid gGmbH, fehlen 99.000 Euro. Der Remscheider Generalanzeiger hatte zuerst darüber berichtet.
Hintergrund sind Altschulden, die vor seinem Eintritt als Geschäftsführer bei der Arbeit Remscheid aufgelaufen sind. Die Stadt, die 40 Prozent an der gemeinnützigen Gesellschaft hält, kann diese Lücke nach Informationen des WDR nicht stopfen. Jetzt verhandelt Droste mit den übrigen Gesellschaftern. Das sind unter anderm der Arbeitgeberverband, die Diakonie und die Handwerkskammer.
Kein Eintritt für die Kräwi
Die versenkten Boote konnten bis auf eines wieder geborgen werden
Ein Problem für Droste ist der Beschluss des Remscheider Stadtrats, dass er für die Kräwi keinen Eintritt nehmen darf. "Wenn das nicht wäre, sähe die Sache schon anders aus." Die Arbeit Remscheid gGmbH hat 44 Beschäftitge, knapp achtzig sogenannte Ein-Euro-Jobber und kümmert sich um knapp einhundert Jugendliche. Neben der Kräwi betreibt die Gesellschaft ein Sozialkaufhaus. "Wenn die Gesellschaft die Arbeit einstelIen muss, stehen die alle wieder auf der Straße. Das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein", sagt Droste.
Preise mussten erhöht werden
Und dann steigen jetzt auch noch die Kosten durch die Security. Um das Geld wieder reinzuholen, hat die Kräwi die Preise für Pommes, Cola und Co angehoben. Und auch das Parken ist teurer geworden. Am Donnerstag will der Remscheider Rat über die Arbeit Remscheid und damit über die Zukunft der Kräwi beraten.
Unsere Quelle:
- Gespräche vor Ort mit Geschäftsführer Thilo Droste und Mitarbeitern
Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 03.06.2026, 16:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 03.07.2026, 19:30 Uhr