Waffenbesitz ja - Waffenhandel nein
WDR. 01:48 Min.. Verfügbar bis 29.07.2028.
Er sei ein "fanatischer Sammler" von Militaria, speziellen Gegenständen aus dem 2. Weltkrieg. Er habe aber nie mit scharfen Waffen handeln wollen. So der 60-jährige Remscheider heute vor Gericht.
Erdrückende Beweise
In Remscheid waren zahlreiche Waffen gefunden worden.
Im Oktober 2025 hatte die Polizei in seiner Auto-Werkstatt vier Waffenkammern ausgehoben - in Teilen voll mit scharfen Maschinengewehren. Damit soll er gehandelt haben, so der Vorwurf. Im Gegenteil, sagte der Angeklagte, er habe diese Waffen "entmilitarisieren" wollen, also unbrauchbar machen.
Widersprüche beim Angeklagten?
Er habe die Waffen auch nur "zwischengelagert", als er darum gebeten worden sei. Das klingt nach einem Widerspruch. Denn nur kurz vorher hatte er über seine Anwältin zu seinem Interesse an scharfen Waffen gesagt: "Ich wollte nie damit schießen, ich wollte sie nur besitzen."
Belastende Aussage aus Polen
Dem widersprach die Aussage eines Zeugen aus Polen, zugeschaltet per Video. Der sagte unter anderem, er habe dem Remscheider mindestens 150 Maschinengewehre der Bezeichnung "Skorpion" und 150 scharfe Pistolen verkauft. Stückpreis für eine Skorpion: Nach seiner Schätzung 1.500 Euro.
"Ich wollte nie damit schießen, ich wollte sie nur besitzen." Der Hauptangeklagte
Den Hauptangeklagten belastet das erstmal schwer. Trotzdem nimmt er die Aussage aus Polen lächelnd hin. Verwunderlich, denn wird er verurteilt, drohen ihm mindestens sieben Jahre Haft.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter am Landgericht Wuppertal
Sendung: WDR.de, Angeklagter bestreitet Waffenhandel, 29.07.2026, 14:10 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 29.07.2026, 18:09 Uhr
