Bahnchaos im Bergischen

WDR 11.07.2026 02:01 Min. Verfügbar bis 11.07.2028

Bahnprobleme in NRW Nach Sanierung wieder Sperrungen bei Leverkusen

Stand:

Die Bahnstrecke zwischen Leverkusen-Mitte und Langenfeld ist nach zwei Brandanschlägen wieder frei. Auf der frisch sanierten Strecke Hagen-Wuppertal-Köln läuft es noch immer nicht rund.

Zweimal hat es auf der Strecke zwischen Düsseldorf-Leverkusen-Köln in Gleisnähe gebrannt. Das Feuer hatte Schienen und die Oberleitung beschädigt. Der Abschnitt zwischen Leverkusen-Mitte und Langenfeld war am Samstag stundenlang gesperrt. Die linksextreme Gruppe "Kommando Angry Birds" hat sich zur Sabotage bekannt.

Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf wieder frei

Am Samstagabend kurz nach 19:00 Uhr gab die Bahn bekannt, dass der Zugverkehr zwischen Köln und Düsseldorf "wieder ohne Einschränkungen" rolle. Die DB habe die Reparaturarbeiten an zahlreichen beschädigten Kabeln im Abschnitt zwischen Langenfeld und Leverkusen am frühen Abend abgeschlossen, erklärte ein Bahnsprecher.

Die Strecke Hagen-Wuppertal-Köln wurde gerade am Freitag erst nach fünf Monate langer Generalsanierung freigegeben. Noch am selben Tag findet die Bahn bei einer "routinemäßigen Prüfung" einer Eisenbahnbrücke in Opladen einen Schaden an einem tragenden Bauteil. Eins der beiden Gleise auf der Brücke ist nun "aus Sicherheitsgründen" gesperrt. Dazu kam noch ein Oberleitungsschaden zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Wuppertal-Oberbarmen. Am Samstagmittag ging erstmal gar nichts mehr.

Wie lange kann bei Opladen nur ein Gleis genutzt werden?

Das war am frühen Samstagabend weiterhin unklar. Wie groß der Schaden ist und wie lange die Reparatur dauern wird - darüber will die Bahn informieren, "sobald verlässliche Aussagen möglich sind". Das andere Gleis sei weiterhin mit normaler Geschwindigkeit befahrbar. Der Zugverkehr könne also stattfinden - "aber nicht mit voller Kapazität", heißt es in einer Meldung der Bahn. 

Auf der gesamten Strecke fahren die Bahnen zunächst langsamer. Mit höchstens 70 Stundenkilometern geht es über die 65 Kilometer lange Strecke. Der Grund: Die Züge müssen mit ihrem Gewicht den neuen Schotter auf der Fahrstrecke noch verdichten. Laut Bahn ist mit Verspätungen, Halt- und Teilausfällen zu rechnen.

Welche Änderungen gibt es nun für Reisende in NRW-Nahverkehr?

  • RE7: Die Züge in Richtung Krefeld Hbf werden von Wuppertal Hbf bis Neuss Hbf umgeleitet. Die Halte Solingen Hbf, Opladen, Köln Messe/Deutz, Köln Hbf und Dormagen entfallen. Ersatzhalte sind Wuppertal-Vohwinkel und Düsseldorf Hbf. Die Züge in Fahrtrichtung Hagen Hbf/Rheine verkehren auf dem Regelweg.
  • RB48: Die Züge von Wuppertal Hbf nach Köln Hbf fallen am 11.07.2026 bis 20:00 Uhr aus. Zwischen Wuppertal Hbf und Bonn-Mehlem fahren die Züge im Regelverkehr.

"Find ich extrem scheiße"

Das Chaos durch die gesperrte Strecke sorgte bei vielen Betroffenen für Frust. In Leverkusen gab es Schienenersatzverkehr - für Zugreisende in NRW eine echte Geduldsprobe. Denn der funktionierte nicht gut. "Nur nach Düsseldorf Hauptbahnhof zwei Busse in drei Stunden - das finde ich extrem Scheiße", fand ein Pendler deutliche Worte. "Die Bahnen fahren nicht, alle kommen nicht weg", ärgerte sich eine weitere Reisende am Bahnhof Rheindorf.

So geht es Reisenden in NRW

Bahn-Reisende am Wuppertaler Hauptbahnhof brauchen am Samstag besonders viel Geduld. Eine Oberleitungsstörung und ein Brückenschaden schränken die neu sanierte Strecke Köln-Wuppertal-Hagen ein.

Katja aus Münster ist verärgert. Sie kommt mit mindestens einer Stunde Verspätung an ihrem Ziel an.

Merlin aus Wuppertal ist optimistisch, weil zumindest ein Teil der Gleise wieder in Betrieb ist.

Maire aus Wuppertal war auf die Verspätungen und Ausfälle vorbereitet und hofft, dass es in Zukunft besser läuft bei den Zügen.

Nils aus Wuppertal hat mit Verspätungen gerechnet. Er überlegt, aufs Auto umzusteigen, das hat er auch schon in den letzten Wochen gemacht.

Katja aus Münster ist verärgert. Sie kommt mit mindestens einer Stunde Verspätung an ihrem Ziel an.

Merlin aus Wuppertal ist optimistisch, weil zumindest ein Teil der Gleise wieder in Betrieb ist.

Maire aus Wuppertal war auf die Verspätungen und Ausfälle vorbereitet und hofft, dass es in Zukunft besser läuft bei den Zügen.

Nils aus Wuppertal hat mit Verspätungen gerechnet. Er überlegt, aufs Auto umzusteigen, das hat er auch schon in den letzten Wochen gemacht.

Unsere Quellen:

  • Polizei Köln
  • Nachrichtenagentur dpa/lnw
  • Deutsche Bahn
  • WDR-Bahnexperte Niklas Hoth
  • ARD-Sicherheitsexperten
  • Sprecher der Deutschen Bahn

Strecke gesperrt: Böschungsbrand zwischen Köln und Düsseldorf

WDR 10.07.2026 00:39 Min. Verfügbar bis 09.07.2028 WDR Online

Download

Sendung: WDR 2, WDR aktuell, 10.07.2026, 16:00 Uhr

Weitere Beiträge aus dem Bergischen Land

1 / 2