Endlich ein neues Zuhause für den gequälten Hund Haribo

Lokalzeit aus Düsseldorf 15.09.2025 03:13 Min. Verfügbar bis 15.09.2027 WDR Von Juliette Nichols

Endlich ein neues Zuhause für den gequälten Hund "Haribo"

Stand:

Ende Juli wurde Labrador "Haribo" mit zugeklebter Schnauze in einem Wald bei Düsseldorf gefunden. jetzt hat er ein neues Zuhause.

Von Juliette Nichols

Es ist ein großer Tag für Haribo. Nach mehreren Treffen und einem zweiwöchigen Probewohnen kann der Labrador zu Michaela (56) und Uwe Weber (67) in den Westerwald ziehen.

"So etwas hat kein Hund verdient"

Das Ehepaar ist überglücklich, dass die Vermittlung funktioniert hat und es Haribo als neues Familienmitglied bei sich aufnehmen kann. Bei der offiziellen Übergabe am 8. September im Tierheim können beide ihre Tränen nicht zurückhalten.

Ein Mann hält einen Hund an der Leine. Eine Frau steht neben den beiden. Beide gucken den Hund an.

Haribo findet ein neues Zuhause bei den Webers

Uwe Weber, neuer Besitzer von Haribo: "Ich bin richtig erleichtert, ich bin glücklich. Vom ersten Moment, als ich ein Bild von Haribo in der Zeitung gesehen habe, habe ich mir gesagt, dass so etwas kein Hund verdient hat, und ich wollte ihm helfen". Der Labrador hat in der Vergangenheit sehr gelitten. Seine Schnauze wurde mehrmals mit Panzertape zugeklebt, einem sehr stabilen Klebeband. Felix Linke, Hundepfleger im Düsseldorfer Tierheim, vermutet, dass dem Hund so ein Bellen unmöglich gemacht werden sollte.

Extreme Form der Tierquälerei

Spaziergänger hatten ihn in diesem Zustand an einen Baum gebunden in einem Wald bei Düsseldorf gefunden. Sie brachten ihn ins Tierheim Düsseldorf und retteten vermutlich Haribos Leben. Denn es war ein heißer Sommertag und durch das Panzertape konnte Haribo nicht hecheln - eine lebensgefährliche Situation für einen Hund.

Hunderte von Anfragen

Um so wichtiger war es für das Tierheim, besonders sorgfältig nach neuen Besitzern zu suchen. Mehrere hundert Bewerbungen hat das Tierheim bekommen, für Haribo wurde extra eine eigene Vermittlungsadresse angelegt.

"Das hat uns hier im Tierheim wirklich schockiert. Dass Hunde ausgesetzt und gefunden werden, das gehört schon zu unserer Arbeit dazu. Aber dass so eine massive Art an Tierquälerei dahinter steckt, ist für uns nicht alltäglich, das sehen wir sehr selten." Felix Linke
Hundepfleger im Tierheim Düsseldorf
Ein Mann der in die Ferne schaut.

Felix Linke kommentiert die Entwicklungen um Hund Haribo

Felix Linke ist sehr zufrieden, dass die Wahl auf das Ehepaar Weber gefallen ist. Der Hundepfleger sagt, bei der Familie fühle sich Haribo auf jeden Fall richtig gut. "Sie hatten beim Kennenlernen einen Hundetrainer mit dabei, sie haben noch eine Ersthündin und ein großes Grundstück, also da hat er wirklich den Jackpot geknackt".

Auf Haribo wartet noch viel Arbeit

Ein Mann und eine Frau stehen in einem Garten. Die beiden schauen lächelnd in die Kamera.

Michaela und Uwe Weber freuen sich über ihr neues Familienmitglied

Mit Spielgefährtin Hope tobt Haribo durch den großen Garten der Webers, die beiden Hunde vertragen sich gut. Doch auf Haribo und seine neuen Besitzer wartet noch viel Arbeit, denn er ist zweieinhalb Jahre alt und hört noch nicht auf Kommandos. Mindestens einmal die Woche wird er mit Michaela Weber in die Hundeschule gehen. "Jetzt fängt die Arbeit erst an. Haribo ist noch ein Teenager und unerzogen, aber er macht gute Fortschritte und er will lernen, das zeigt er uns auch. Ich sehe das positiv, das ist ein ganz toller Hund, wirklich", sagt sie.

Schon beim Probewohnen hat Haribo große Fortschritte gemacht. In ein paar Monaten erstattet Felix Linke den Webers einen Kontrollbesuch, dann kann Haribo ihm seine neuen Tricks zeigen.

Unsere Quellen:

  • Tierheim Düsseldorf
  • Familie Weber
  • Reporterin vor Ort

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