Ein goldener Männerkopf

Von unschätzbarem Wert: der fast 1.000 Jahre alte Paulus-Kopf

Bildquelle: WDR/Petra Brönstrup

Gold, Silber, Schädelknochen Neues Museum für Münsters Domschatz

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Münsters Domschatz war lange Jahre verschwunden. Besser gesagt: eingelagert. Jetzt ist er wieder zu sehen, im neuen Paulus-Museum.

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Petra Brönstrup

Bis zur Eröffnung des neuen Paulus-Museums am Donnerstag sind noch einige Handgriffe zu machen. Die beiden riesigen Bronze-Skulpturen im Eingangsbereich zum Beispiel. Sie müssen noch im Boden verankert und ausgepackt werden.

Der britische Künstler Sean Henry hat sie geschaffen. Es sind moderne Skulpturen: "Standing Woman" und "Standing Man". Sie stehen für den Dialog zwischen Menschen und an dieser Stelle auch für den Dialog über Kirche, Gott und Religion.

"Etwas ganz Besonderes" für Münster

Die Unternehmer-Familie Heinz Lohmann aus Münster hat das Museum im Schatten der Lamberti-Kirche am Alten Steinweg bauen lassen. Auf eigene Kosten.

"Meine Geburtsstadt war mir immer wichtig. Und nachdem wir in ganz Deutschland Shopping-Malls und Center gebaut haben, haben wir gesagt, dann wollen wir hier etwas ganz Besonderes tun." Heinz Lohmann, Unternehmer

Die Familie besitzt bereits einige Gebäude in der münsterschen Innenstadt. Sie plante an dieser Stelle einen Neubau. Nur war anfangs nicht klar, wie der genutzt werden könnte. Zusammen mit einem Architekten und dem Domprobst entwickelte sie dann die Idee für ein neues Museum für den Domschatz.

Der Schriftzug des Dom-Museums

Das Paulus-Museum am Alten Fischmarkt Nr. 3

Bildquelle: WDR/Petra Brönstrup

Schatz lagerte an einem geheimen Ort

Denn ein solches Museum fehlte. Der Domschatz war schon jahrelang nicht mehr ausgestellt worden. Nach der Schließung der Domkammer im münsterschen Dom wegen Baumängeln verschwanden die wertvollen Figuren, Kreuze, Gemälde und Gewänder in einem Lager - hochgesichert, an einem geheimen Ort im Münsterland. Das war 2017. Jetzt, mit der Fertigstellung des Paulus-Museums kommt der Schatz zum ersten Mal wieder zum Vorschein.

Ausstellungsansicht mit Bildern und Vitrinen

Ein Museum über zwei Etagen - für Entdecker

Bildquelle: WDR/Petra Brönstrup

Der Schatz besteht aus tausenden Einzelobjekten. Weil nicht alle auf einmal ins Museum passen, wird es wechselnde Ausstellungen geben. Zur Eröffnung steht der Namensgeber des Doms und des Museums, der Apostel Paulus im Mittelpunkt. Prunkstück ist der vergoldete Paulus-Kopf, fast 1.000 Jahre alt. Er enthält Teile des originalen Schädelknochens vom Apostel Paulus.

Ab Donnerstag freier Eintritt

Das Team rund um Domprobst Hans-Bernd Köppen hat mehrere Jahre lang an der Konzeption gearbeitet, welche Objekte, wie im Museum präsentiert werden. Köppen ist schon sehr gespannt auf die Reaktionen der Besucherinnen und Besucher.

"Wir sind sehr froh, dass wir diesen wunderbaren Schatz jetzt wieder zeigen können." Hans-Bernd Köppen, Domprobst

Das Paulus-Museum ist ab Donnerstag für alle zugänglich. Der Eintritt ist frei. Vorher gibt es am Dienstag (25.08.2026) eine Preview für Journalisten und am Mittwoch (27.08.2026) eine Feier für geladene Gäste unter anderem mit NRW-Kulturministerin Ina Brandes (CDU).

Gold, Silber, Schädelknochen

WDR 25.08.2026 41 Sek. Verfügbar bis 24.08.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Reporterin vor Ort
  • Reporterin im Gespräch mit Unternehmer Heinz Lohmann
  • Reporterin im Gespräch mit Domprobst Hans-Bernd Köppen
  • Reporterin im Gespräch mit Kuratorin Veronika Aschhoff

Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Münsterland, 25.08.2026, 11.30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 25.08.206, 19:30 Uhr

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