Bei der WhatsApp-Masche wird darum gebeten, sich über einen Link an einer Abstimmung zu beteiligen.
Bildquelle: WDR / Markus HoltrichterWorum es bei "Klara"-WhatsApp-Nachrichten geht
Bei der neuen Betrugsmasche bitten Kriminelle ihre Opfer beispielsweise, für ein Mädchen namens "Klara" bei einem angeblichen Fotowettbewerb abzustimmen.
Auch wenn die WhatsApp-Nachricht harmlos wirkt, führt sie in die Falle.
Bildquelle: picture alliance/dpa / Matthias BalkDie Nachricht wirkt zunächst harmlos. Und sie kann tatsächlich von einem bekannten WhatsApp-Kontakt kommen. Denn möglicherweise ist dessen Account bereits von Betrügern übernommen worden.
Der Link führt in die Falle
In der Nachricht wird um Unterstützung für "Klara" gebeten. Angeblich geht es um ein Stipendium. Über einen Link gelangen die Nutzer zu einer gefälschten Abstimmung.
Wer dort auf "Abstimmen" klickt, wird anschließend dazu gebracht, seine Telefonnummer einzugeben und eine angebliche WhatsApp-Anmeldung zu bestätigen. Teilweise per Code. Genau das ist die Falle. Betrüger erhalten so Zugriff auf den Account.
Den nutzen die Betrüger dann, um die Abstimmung für "Klara" weiterzuschicken und noch mehr Accounts zu kapern. Mit den gesammelten Accounts schicken sie schließlich Nachrichten von angeblichen Notfällen, in denen sie um Geld bitten - ähnlich wie beim Enkeltrick.
So schützt du dich vor der WhatsApp-Masche
Wer eine solche Nachricht bekommt, sollte nicht auf den Link klicken und vor allem keinen WhatsApp-Code eingeben. Eine Abstimmung für einen Fotowettbewerb braucht keinen Whatsapp-Anmeldecode.
Kommt die Nachricht scheinbar von einem Freund oder einer Bekannten, sollte man die Person über einen anderen Weg kontaktieren, etwa telefonisch. Denn möglicherweise wurde ihr WhatsApp-Konto bereits übernommen.
Was du machen kannst, wenn du Opfer geworden bist
Wer bereits auf den Link geklickt hat, sollte in WhatsApp unter "Einstellungen", "Verknüpfte Geräte" kontrollieren, ob dort ein unbekanntes Gerät auftaucht. Unbekannte Verknüpfungen sollten sofort gelöscht werden.
Wurde der Account bereits übernommen, sollten Betroffene ihre Kontakte möglichst schnell warnen und bei der Polizei Anzeige erstatten. Allein bei der Kreispolizei Borken kam es in den vergangenen Wochen zu sechs Taten, die angezeigt wurden.
"Es kann jeden treffen. Eine Kollegin von uns ist jetzt kürzlich auch (...) Opfer geworden. Deswegen: Davon kann sich keiner freisprechen." Julia Hoffboll, Kreispolizei Borken
Die Sprecherin der Polizei in Borken, Julia Hoffboll, rät, einfach auf das Bauchgefühl zu hören. Wer glaubt, dass eine Nachricht nicht wirklich von einem Freund oder Bekannten kommt, sollte diese einfach ignorieren, so Hoffboll. "Und das Wichtigste ist für uns: Einfach nicht draufklicken."
Unsere Quellen:
- Kreispolizei Borken
- Weitere Polizeidienststellen in NRW
- Verbraucherzentrale NRW
Sendung: WDR.de, Neue WhatsApp-Betrugsmasche, 08.09.2026, 16:00 Uhr