Der Ehemann der Toten geriet schnell unter Verdacht, er hatte sich nach Äthiopien abgesetzt. Jetzt werden die Abläufe der Tat beim Prozess ab dem 13. Oktober in Bonn ganz genau geklärt. Die Staatsanwaltschaft hat heute bestätigt, dass die Anklage wegen Mordes aus Heimtücke und Aussetzen eines Hilflosen zugelassen wurde.
Ehemann soll Frau zerstückelt haben
Der Fall hatte für Entsetzen gesorgt: Mitte November 2025 wurden nur die abgetrennten Hände einer Frau auf der A45 bei Olpe gefunden. Wenige Wochen später entdeckte ein Spaziergänger in einem Wald bei Monreal in Rheinland-Pfalz dann den Torso der Toten. Der Kopf wurde erst im April 2026 in einem Waldgebiet im Kreis Olpe entdeckt.
Bei der Toten handelt es sich um eine Frau aus Eritrea, die in einer Unterkunft in Bonn-Buschdorf gewohnt hatte. Die Anklage geht davon aus, dass der Ehemann die Frau erwürgt und anschließend ihren Körper zerteilt hat.
Baby ausgesetzt
Mitte November 2025 war zunächst das drei Monate alte Baby der Frau gefunden worden - lebendig. Die beiden hatten zuletzt in einer Unterkunft für geflüchtete Menschen in Bonn gelebt. Offenbar hatte der mutmaßliche Täter das Kind nach der Tat vor dem Kloster in Waldsolms in Hessen ausgesetzt.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Bonn
Sendung: WDR.de, Prozess wegen zerstückelter Leiche, 04.09.2026, 21.14 Uhr