Mit einem lauten Knall ist die Panzerfaust gegen 13 Uhr am Stresemannufer in der Bonner Rheinaue gesprengt worden. Zuvor war sie aus Sicherheitsgründen mit zahlreichen schwarzen Sandsäcken bedeckt worden. Die Sprengung sei ohne Schwierigkeiten verlaufen, teilten die Einsatzkräfte mit.
Die Panzerfaust in der Bonner Rheinaue ist erfolgreich gesprengt.
Bildquelle: WDR/Tobias Al ShomerDer Evakuierungsradius von 150 Metern ist inzwischen wieder aufgehoben. Die ersten Fahrradfahrer sind bereits wieder am Stresemannufer unterwegs. Auch die Schifffahrt auf dem Rhein bei Bonn läuft wieder wie gewohnt.
Vermutlich Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg
Bei einer Panzerfaust handelt es sich um eine Waffe zur Bekämpfung von Panzern, die bereits im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Das Fundstück in der Bonner Rheinaue war vermutlich ein Überbleibsel aus dieser Zeit.
Entdeckt wurde die Panzerfaust am Samstagmorgen am Stresemannufer unterhalb des Langen Eugen. Vor der Sprengung wurde das Gebiet in einem Radius von 150 Metern evakuiert.
Eine Panzerfaust ist eine deutsche rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffe aus dem Zweiten Weltkrieg.
Bildquelle: WDR/Tobias Al ShomerDas nahegelegene UN-Gebäude befand sich zwar innerhalb des Evakuierungsradius, musste laut einem Sprecher des Ordnungsamtes aber nicht geräumt werden, da sich dort am Wochenende keine Mitarbeiter aufhalten. Auch die Schifffahrt auf dem Rhein wurde zeitweise gesperrt.
Keine Gefahr für Bevölkerung in Bonn
Rund 60 Einsatzkräfte von Kampfmittelräumdienst, Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und THW waren vor Ort. Laut Ordnungsamt bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.
Unsere Quellen:
- Ordnungsamt der Stadt Bonn
- Gespräch mit Einsatzkräften vor Ort
Sendung: WDR.de, Panzerfaust in Bonner Rheinaue gefunden, 15.08.2026, 13:30 Uhr