Kunstrasen durch Hitze zerstört

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WDR 1 Min. 35 Sek. Verfügbar bis 27.08.2028

Fußball spielen unmöglich Hitzeschäden auf Bonner Kunstrasenplätzen

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Seit Dienstag sind Kunstrasenplätze in den Bonner Stadtteilen Beuel, Mehlem, Graurheindorf und Röttgen gesperrt. Die Hitze hat das sogenannte Spielgranulat schmelzen lassen.

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Judith Reuber

Sabine Darenberg vom TuS Pützchen läuft über den Sportplatz der Integrierten Gesamtschule in Bonn-Beuel. Überall auf dem Kunstrasenplatz liegen kleine grüne Klümpchen. Die entstehen, wenn man über den Sportplatz läuft oder dort trainiert. Und das nicht zum ersten Mal.

Auf einem Kunstrasenplatz liegen drei grüne Kunstrasen-Klumpen

Solche Klumpen liegen auf den Kunstrasenplätzen.

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"Wir sind jetzt in der zweiten Saison. Letztes Jahr im Sommer fing das an, dass der Platz verklumpt war und wir nicht wussten, woran das lag." Sabine Darenberg vom TuS Pützchen

In diesem Jahr traten die Probleme wieder auf. Schuld ist die Hitze, sagt die Stadt Bonn: "Durch die langanhaltend hohen Temperaturen in diesem Sommer kam es zu starken Verklebungen des Granulats." Das Problem: Wenn es kälter wird, verschwinden die Klumpen nicht einfach.

Eine Frau ine einem grünen T-Shirt und Brille spricht in die Kamera.

Sabine Darenberg vom TuS Pützchen

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Weil es in diesem Jahr so schlimm ist, hat die Stadt nun insgesamt vier Plätze gesperrt. Neben dem in Beuel sind auch Graurheindorf, Röttgen und Mehlem betroffen.

Andere Kunstrasenplätze in Bonn sind intakt

Auf anderen Kunstrasenplätzen in Bonn gibt es das Problem nicht. Sabine Darenberg vermutet, dass diese anders aufgefüllt sind. "Es gibt verschiedene Arten von Kunstrasenplätzen, viele haben auch schon einen neueren Kunstrasenplatz, der ist nochmal ganz anders von der Struktur her“, sagt sie. Das bestätigt auch die Stadt Bonn. "Auf diesen vier Plätzen wurde dasselbe Granulat verwendet, welches nun offenbar bei hohen Temperaturen Probleme bereitet. Auf anderen Plätzen wurde dieses nicht verwendet." Teilt diese schriftlich mit. "Nach aktuellen Erkenntnissen liegen weder Materialfehler noch Fehler bei der Verlegung des Kunstrasens vor", heißt es weiter.

Stollenschuhe werden vom defekten Kunstrasen beschädigt

Sabine Darenberg wünscht sich vor allem, dass die Plätze gut gepflegt werden, damit das Training in Zukunft ohne Probleme stattfinden kann. "Also die Kinder sind mega genervt, weil sie gerne Fußballspielen wollen", sagt sie.

Bei den Eltern liegt der Unmut wahrscheinlich woanders: Die Stollenschuhe der Sportler und Sportlerinnen sind nur wenige Minuten nach Trainingsbeginn zugesetzt mit den Kunstrasen-Klümpchen. "Die Eltern sitzen zuhause mit den Schraubenziehern und versuchen dann, damit das klebrige Zeug von den Schuhen abzubekommen."

Klappen tut das nicht so ganz. Viele der Schuhe landen vermutlich im Müll. Wie lange die Plätze gesperrt bleiben, ist noch unklar. Von der Stadt heißt es, man prüfe, welche Möglichkeiten bestehen, die Verklumpungen zu beseitigen und den Rasen wieder bespielbar zu machen.

Ein Mann mit Brille spricht in ein blaues WDR-Mikrofon.

Schulleiter Andreas Hansmeier

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Der TuS Pützchen ist jetzt erstmal auf den Ascheplatz umgezogen. Auch die anderen Vereine mussten sich Alternativen suchen. An der IGS bleibt man noch relativ entspannt. Für die ersten beiden Schulwochen konnten Ausweichmöglichkeiten in der Rheinaue gefunden werden. Danach muss nach Lösungen geschaut werden, erzählt Schulleiter Andreas Hansmeier.

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Sabine Darenberg und Andreas Hansmeier
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
  • Stadt Bonn

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Bonn, 27.08.2026, 19:30 Uhr

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