Parkrestaurant in Bonner Rheinaue braucht neuen Pächter

Bildquelle: WDR/Sebastian Tittelbach

WDR 2 Min. 33 Sek. Verfügbar bis 28.08.2028

Parkrestaurant schließt Fans wollen Konzerte in Bonner Rheinaue retten

Stand:

Das Parkrestaurant in der Bonner Rheinaue schließt, dadurch verlieren Musikfans eine Lieblings-Location in Bonn.

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Sebastian Tittelbach

Die Band "R&B Express" gehörte zu den ersten Bands, die im Biergarten des Parkrestaurants Rheinaue auftraten, und sie sind die vorletzten. Bandleader Rolf Schumacher spielte in anderer Besetzung schon vor 30 Jahren hier:

"Am Anfang war das noch überschaubar, dann wurde es immer beliebter und es gibt sogar ein Hardcore-Publikum." Rolf Schumacher, Bandleader

Von Jazz zu Coverbands

Mit jedem Sommer wurde das Festival größer: Zu Spitzenzeiten gab es bis zu 56 Konzerte pro Saison, jedes kostenlos und draußen. In den besten Jahren kamen 60.000 Besucher pro Saison, schätzt Dirk Dötsch, der Betreiber des Parkrestaurants. Zu Beginn war mehr Jazz im Programm, inzwischen treten vor allem Coverbands auf.

Ungewisse Zukunft von Parkrestaurant und Biergarten

Doch Ende Dezember gibt Dirk Dötsch das Parkrestaurant auf und schließt den Biergarten. Wie es danach mit der Location weitergeht, ist unklar. Noch sucht die Stadt Bonn einen Nachfolger, der allerdings bereit sein muss, mehrere Millionen Euro in das Gebäude zu investieren.

Ein Gebäude mit spitzem Dach. Davor Asphalt. Im Hintergrund ist blauer Himmel.

Ein neuer Pächter müsste mehrere Milionen Euro in das Gebäude investieren.

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Nach Angaben der Stadt haben sich bei einer Ausschreibung mehrere Interessenten gemeldet. Eine Neueröffnung soll spätestens 2029 erfolgen.

Fans sammeln Unterschriften für Fortbestand

Eva Schmelmer kommt seit 13 Jahren zu den Konzerten. Sie hat eine Online-Petition gestartet, damit sich die Stadtverwaltung für eine Fortsetzung des Sommerfestivals einsetzt. Bislang haben 3.500 Personen unterschrieben.

Mehrere Bänke mit vielen Sitzmöglichkeiten und im Hintergrund eine Bühne

Die Stadt sucht nach einem Nachfolger für den Biergarten

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Dirk Dötsch ist wenig optimistisch, da die Konzertreihe unter anderem mit Lärmbeschwerden von Anwohnern und strengeren Umweltauflagen zu kämpfen hatte. Die Besucher tranken insgesamt auch weniger, und die Bands wurden teurer. Trotzdem fällt ihm der geplante Abschied schwer, denn die Konzerte waren für manche Besucher mit wenig Geld eine seltene Gelegenheit, an Kultur teilzuhaben:

Ein Mann sitzt und lächelt in die Kamera
"Da ist uns gedämmert, dass wir außer Bier verkaufen auch eine soziale Komponente abdecken. Und das macht mich stolz."
Dirk Dötsch, Betreiber Parkrestaurant

Spätestens ab Sonntag brauchen Bands und Fans eine neue Location in Bonn.

Unsere Quellen

  • Stadt Bonn
  • WDR-Gespräch mit Dirk Dötsch
  • WDR-Gespräch mit Rolf Schumacher
  • WDR-Gespräch Eva Schmelmer
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bonn, 28.08.2026, 19:30 Uhr

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