"Die Ernte in diesem Jahr übertrifft sogar noch das bisherige Rekordjahr 2025", meldet der Deutsche Imkerbund in Wachtberg. Durchschnittlich 39,5 Kilo pro Bienenvolk, das war noch nie. Besonders viel Honig haben die Bienen im Norden und im Osten produziert - dort, wo sehr viel Raps wächst. Trotz der extremen Trockenheit.
Es gibt immer weniger Bienen
Besonders viel Honig gab es im Norden und im Osten
Bildquelle: Edith SteckerGrund zur Sorge gibt es trotzdem, sagt der Imkerbund. Denn die Zahl der Bienenvölker würde sinken. Der Klimawandel sei für die Züchter eine große Herausforderung. Nach dem heißen und trockenen Sommer habe es an vielen Orten nur noch staubige Flächen statt Wiesen voller Klee gegeben. Ohne Nektar und Pollen sei es schwierig, die Winterbienen aufzuziehen.
Ernte von Sortenhonig ist gefährdet
Durch die wärmeren Temperaturen blühen viele Pflanzen früher als in den vergangenen Jahrzehnten. Die Blütezeiten wichtiger Nektar- und Honigtauquellen überschneiden sich immer häufiger. Damit ist es für die Imker immer schwieriger, reine Sorten wie Lindenblütenhonig zu ernten. Der Deutsche Imkerbund in Wachtberg fordert die Politik auf, sich noch energischer gegen den Klimawandel einzusetzen und klimafreundliche Energiegewinnung durch Windkraft oder Solarenergie weiter auszubauen.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung Deutscher Imkerbund e.V.
Sendung: WDR.de, Die Honigernte 2026 übertrifft alle Rekorde, 25.09.2026, 20.25 Uhr