Niedrigwasser des Rheins bei Leverkusen

Niedrigwasser des Rheins bei Leverkusen

Bildquelle: IMAGO/Jochen Tack

Rheinpegel in NRW Auch im Herbst weiter Niedrigwasser

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Der Rheinpegelstand in NRW fällt weiter - und vorerst ist keine Entspannung zu erwarten.

Der Herbst in NRW ist, so unsere Vorstellung, durch wechselhaftes und nasses Wetter geprägt. Ob die kommenden Monate nach einem extremen Dürresommer jedoch den ersehnten Dauerregen bringen, ist fraglich.

Der Regen wäre jedoch dringend vonnöten - damit sich unter anderem die Rheinpegelstände erholen. Denn derzeit befindet sich der Wasserstand auf einem sehr niedrigen Niveau.

Rheinpegelstände sinken weiter

Aktuell liegt der Pegelstand in Düsseldorf bei 16 Zentimetern. In den kommenden Tagen soll er laut Prognose noch weiter sinken - auf 10 Zentimeter am Mittwochmorgen. Das zeigen die Daten des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS) der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

Der aktuelle Pegelstand in Köln liegt bei 63 Zentimetern. Laut Vorhersage sinkt er im Verlauf der nächsten Tage weiter. Für Mittwochmorgen weist die ELWIS-Prognose nur noch 53 Zentimeter aus.

Was ist der Unterschied zwischen Pegelstand und Wassertiefe?

Der Pegelstand zeigt nur an, wie hoch das Wasser über einem festgelegten Messpunkt liegt, dem sogenannten Pegelnullpunkt. Die Wassertiefe hingegen misst den Abstand von der Wasseroberfläche bis zum tatsächlichen Grund, der Flusssohle.

Allgemein gilt die Regel: Ein Schiff darf niemals "auf Knirsch" fahren. Die verfügbare Wassertiefe in der Fahrrinne muss immer größer sein als der Tiefgang des Schiffes. Je nach Wasserstand gibt es individuell berechnete Maximalbeladungen. Ob noch gefahren werden kann, entscheidet der jeweilige Binnenschiffer.

Negativrekord im August

Die Pegel-Negativrekordwerte wurden im August erreicht: Am Pegel in Düsseldorf wurde am 17. August -1 Zentimeter gemessen. In Köln lag der Pegelstand am selben Tag bei 45 Zentimetern, ebenfalls ein Negativrekord.

Ende August war der Rheinpegelstand zumindest kurzzeitig gestiegen. Damit sich der Wasserstand deutlich erholt, reicht ein bisschen Regen aber nicht aus. Es bräuchte mehrere Monate, in denen es regelmäßig und ausreichend regnet. Denn erst wenn der Boden richtig nass ist, gibt er dauerhaft Wasser an Bäche und Flüsse ab.

Nennenswerter Regen nicht in Sicht

Laut Aussage des ARD-Wetterkompetenzzentrums sind ausreichende Regenmengen in den nächsten Wochen jedoch nicht zu erwarten. Entscheidend ist dabei das Wetter im Rheineinzugsgebiet, also die Regenlage in Süddeutschland sowie über den Alpen. Genau hier sehen die Prognosen schlecht aus. Denn "es sind keine nennenswerten Ausschläge in Sicht", so Meteorologe Andreas Wagner.

Frachtschiffe können nicht voll beladen werden

Das Niedrigwasser ist für die Binnenschifffahrt ein großes Problem. Wenn der Pegelstand beim rheinland-pfälzischen Kaub unter 40 Zentimeter fällt, ist eine wirtschaftlich sinnvolle Binnenschifffahrt nicht mehr möglich.

Kaub liegt am Mittelrhein zwischen St. Goar und Mainz. Der Abschnitt gilt als "Nadelöhr" der Rheinschifffahrt. Derzeit liegt der Pegelstand hier bei 20 Zentimetern - für die Schiffe heißt das weiterhin, dass sie höchstens Teilmengen laden können.

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WDR 20.09.2026 29 Sek. Verfügbar bis 19.09.2028 WDR Online

Unsere Quelle:

  • ARD-Wetterkompetenzzentrum
  • Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR.de, Auch im Herbst weiter Niedrigwasser, 20.09.2026, 10:00 Uhr

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