So sieht ein Scan-Fahrzeug aus. Durch Heidelberg fährt es schon, in der Stadt läuft ein Pilotprojekt.
Bildquelle: WDRMarek Nierychlo ärgert sich fast jeden Tag über Autos. Autos, die falsch parken. Autos, die Gehwege versperren. Autos, die Raum einnehmen, der ihnen gar nicht zustünde. "Es gibt so viele Falschparker hier in der Stadt, da kommt das Ordnungsamt gar nicht hinterher."
Der Vorsitzende des ADFC Bochum fordert jetzt Unterstützung in Form von Scan Cars in der Stadt. Das sind Autos, die im Vorbeifahren den Verkehr überwachen. Digital. Mit mehreren Kameras auf dem Dach und einer speziellen Kennzeichenerkennung (ANPR). In Frankreich und Holland sind sie schon im Einsatz.
Rechtliche Änderung macht es möglich
Rechtsanwalt Arndt Kempgens ist sich sicher, dass Scan Cars bald in Deutschland eingesetzt werden.
Bildquelle: WDR, Nicole NoetzelUmsetzbar sei das aufgrund einer gesetzlichen Änderung, erklärt Verkehrsrechtsanwalt Arndt Kempgens. "Der Paragraf 63g des Straßenverkehrsgesetzes (StVO) erlaubt es jetzt, dass ruhender Verkehr automatisch kontrolliert werden darf. Also Schwarzparker und Falschparker. Das war vorher nicht möglich."
Bislang sind solche Scan Autos in Deutschland noch nicht in Aktion. Der Einsatz in Bochum wäre ein Novum. Aktuell prüft die Verkehrsüberwachung jetzt die Einsatzmöglichkeiten. Konkrete Pläne gibt es noch nicht. Marek Nierychlo würde den Einsatz begrüßen. "Auch das Ordnungsamt wäre dadurch entlastet."
Unsere Quellen:
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- Interview mit Marek Nierychlo vom ADFC Bochum
- Interview mit Verkehrsrechtsanwalt Arndt Kempgens
- Interview mit der Pressestelle der Stadt Bochum
Sendung: WDR.de, Scan Cars auch bald in Bochum unterwegs?, 28.08.2026, 17:52 Uhr