Bundespräsident Steinmeier spricht in der Hattinger Altstadt mit der Inhaberin eines Geschäfts, drumherum stehen weitere Menschen

Nah an den Menschen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Altstadt von Hattingen

Bildquelle: dpa/Christoph Reichwein

Ende von Drei-Tage-Besuch Bundespräsident ist begeistert von Hattingen

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Der XXL-Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Hattingen ist zu Ende. So gut hat es ihm im Ruhrgebiet gefallen.

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Stefan Weisemann

Er geht, wie er gekommen ist. Am Donnerstagvormittag schlendert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier noch einmal durch die Hattinger Altstadt. Gefolgt von einem Tross aus Mitarbeitern und Security. Und immer umgeben von vielen Hattingerinnen und Hattingern. Wie schon am Dienstag zum Start seines drei Tage langen Besuchs nimmt er sich Zeit für kurze Gespräche, posiert für Fotos und unterschreibt Postkarten mit Hattinger Motiven. Zwischendurch spricht er in einer Confiserie mit Vertretern des Tourismus in Hattingen und die Stadtarchivarin zeigt ihm einige Sehenswürdigkeiten.

Dann verlässt die schwarze Präsidenten-Limousine die Altstadt und fährt Steinmeier zu seinem letzten Termin in Hattingen: zur Henrichshütte. In der Gebläsehalle des ehemaligen Hüttenwerks ist die Deutschlandfahne mit dem Bundesadler gehisst, im Hintergrund wuchtige Rohre und Maschinen. An diesem Ort, der Ruhrgebietstradition pur ausstrahlt, zieht Steinmeier eine Bilanz der letzten Tage. "Drei besondere Tage", wie er sagt.

Bundespräsident lobt Menschen in Hattingen

"Bei meinem Gang durch die Fußgängerzone, beim Besuch der Altstadt habe ich überall Menschen getroffen, die mit neuen Ideen an Hattingens Zukunft arbeiten und zugleich stolz auf ihre Traditionen sind", sagt Steinmeier. Er lobt den Willen, den Strukturwandel in Hattingen zu gestalten. Und schwärmt von den "wunderschönen Fachwerkhäusern" und der "herrlichen Natur des Ruhrtals".

Das hatte Steinmeier am Mittwochabend noch hautnah erlebt. Bei einer Rudertour. In Jogginghose und Sportschuhen hatte der Bundespräsident als Schlagmann in einem Ruder-Vierer Platz genommen und kräftig mit angezogen. Auch sonst hat er sich drei Tage lang sehr volksnah gezeigt. Beim Kochen mit Jugendlichen, beim Besuch eines Mehrgenerationenhauses, bei der Diskussion mit Lokalpolitikern oder beim Kneipenquiz.

Menschen aus dem Ruhrgebiet bekommen Verdienstorden

Dazu kam unter anderem ein Besuch bei einer Hattinger Firma, die Regelungstechnik für Solar-, Heizungs- und Energiesysteme herstellt. "Beeindruckt" war Steinmeier bei diesem Besuch, wie dort "immer wieder mit Mut und Weitsicht neue Technologien entwickelt" werden. Zum Abschluss dann also Henrichshütte. Und ein Termin, der anders als Rudern und Kneipenquiz, schon eher nach Bundespräsident klingt: eine Ordensverleihung.

In der Gebläsehallte des ehemaligen Hüttenwerks Henrichshütte in Hattingen stehen große Maschinen, davor Bundespräsident Steinmeier, im Publikum sitzen zahlreiche Menschen

Ordensverleihung an einem besonderen Ort: Bundespräsident Steinmeier in der Hattinger Henrichshütte

Bildquelle: dpa/Christoph Reichwein

Steinmeier zeichnet Menschen aus Hattingen und der Umgebung mit dem "Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland" aus. Zum Beispiel Robert Laube, der die letzten 28 Jahre das LWL-Industriemuseum Henrichshütte geleitet hat und ausgerechnet an diesem Donnerstag seinen letzten Arbeitstag hat. Auch die Oberhausener Kabarettistin Gerburg Jahnke, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen Grigory Rabinovich und die ehemalige Landtagspräsidentin Carina Gödeke aus Bochum bekommen den Orden.

Besuch von Steinmeier in Hattingen endet nach drei Tagen

Damit endet die dreitägige "Ortszeit" von Steinmeier im Ruhrgebiet. In den letzten Jahren hat er insgesamt 20 Orte für mehrere Tage besucht. Von Eckernförde im Norden bis Lörrach im Süden. Immer kleinere Orte abseits der großen Metropolen. Hattingen ist die letzte Station. Was davon bleibt? Viele Menschen in Hattingen, die jetzt von einer hautnahen Begegnung mit dem Bundespräsidenten erzählen können. Und ein abschließender Appell von Steinmeier: "Dass wir als Gesellschaft wieder miteinander ins Gespräch kommen, das ist entscheidend für unsere Demokratie." So wie er selbst das in den drei Tagen Hattingen vorgemacht hat.

Und dann gibt es noch etwas, das laut Steinmeier auch beurkundet ist: Das kleine Hattingen war drei Tage lang offizieller Amtssitz des Bundespräsidenten.

Bundespräsident Steinmeier zieht Bilanz seines Hattingen-Besuchs

WDR 24.09.2026 38 Sek. Verfügbar bis 23.09.2028

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
  • Text der Abschlussrede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
  • bisherige Berichterstattung des WDR

Sendung: WDR.de, Bundespräsident Steinmeier zieht Bilanz seines Hattingen-Besuchs, 24.09.2026, 16:32 Uhr

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