Aufgetaucht waren die Schaben im Keller des Krankenhauses, dort hatten Mitarbeiter Kakerlaken in einer Umkleide entdeckt. In einem Brief an die WAZ hatten die Angestellten von dem Problem berichtet.
Die Evangelische Krankenhausgemeinschaft sagt, dass umgehend eine Fachfirma beauftragt worden sei. Bei einer ersten Begehung am selben Tag habe man aber keine Schaben gefunden. Trotzdem seien Kontrollfallen aufgestellt worden und es habe eine vorsorgliche Sprühbehandlung gegeben.
Der Schädlingsbekämpfer Daniel Hügel soll den Kakerlakenbefall im EvK in Herne eindämmen.
"Bei einer weiteren Begehung, die innerhalb weniger Tage erfolgte, wurden tatsächlich Schaben in Umkleiden und angrenzenden Bereichen festgestellt", so Klinikmanager René Vidic. Im Anschluss habe es ein engmaschiges Monitoring, unter anderem mit Fallen, gegeben. Das laufe aktuell auch noch.
Quelle der Kakerlaken bereits gefunden
Zwischenzeitlich habe man in dem mehrere hundert Quadratmeter großen Kellergeschoss die Eintrittsstelle der Kakerlaken gefunden: ein Schacht zum Kesselhaus. Auf einer Länge von mehr als einem Kilometer verlaufen von hier aus sämtliche Heizungs-, Wasser- und Dampfleitungen unterhalb des Krankenhauses.
Hier haben sich die Kakerlaken bei feuchtwarmen Temperaturen von etwa 50 Grad offenbar besonders wohl gefühlt. Das berichtet Schädlingsbekämpfer Daniel Hügel, der im Herner Krankenhaus im Einsatz ist: "Die orientalische Schabe, um die es sich handelt, ist eine sehr wanderfreudige Schabenart, die Wärme und Feuchtigkeit liebt. Ihr Vorkommen in einer solchen Gebäudestruktur ist nichts Ungewöhnliches."
Im Keller des EvK in Herne sind Kakerlaken aufgetaucht.
Dass die Schaben zuletzt auch außerhalb dieser Katakomben aufgetaucht sind, liege auch an den anhaltend warmen Temperaturen der letzten Zeit. Dadurch habe es zuletzt auch oberirdisch optimale Bedingungen für die Schaben gegeben, so Hügel.
Herner Klinik gibt Entwarnung für Patienten
Für die Patienten in der Klinik gibt das Krankenhaus aber Entwarnung: "Die Schaben wurden ausschließlich in Kellerbereichen abseits der Patientenversorgung festgestellt. Eine unmittelbare gesundheitliche Gefährdung für Patienten besteht daher nicht", sagt Dr. Uwe Werfel, der leitende Arzt für Krankenhaushygiene im EvK. "Wir beobachten die Situation gemeinsam mit der Fachfirma aber selbstverständlich engmaschig weiter."
Das Vorkommen der Kakerlake sei laut dem Schädlingsbekämpfer in einer solchen Gebäudestruktur nichts Ungewöhnliches.
Dass Kakerlakeneier über Schuhsohlen in andere Klinikbereiche gelangen, hält Schädlingsbekämpfer Hügel für nahezu ausgeschlossen. Es sei sowieso eher unwahrscheinlich, dass Eier unter den Sohlen stecken bleiben. "Sollte das dennoch einmal der Fall sein, gehen die Eier spätestens beim Laufen sofort kaputt."
Unsere Quellen:
- Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel
Sendung: WDR.de, Herner Krankenhaus kämpft gegen Kakerlakenbefall, 17.07.2026, 11:57 Uhr
