Ich bekam mit elf Jahren meine erste Videokamera geschenkt. 0,9 Megapixel, 4:3-Format und SD. Jedes Smartphone macht heute bessere Aufnahmen. Trotzdem wurde damals alles gefilmt, was mir vor die Linse lief. So fing alles an. Zum Glück wurden die Kameras besser und mein Hobby später zum Beruf.
Nach einer Ausbildung beim WDR in Köln ging es für zwei Jahre ins ARD-Auslandsstudio nach Brüssel. Dort habe ich Menschen begleitet, die viel Geld zahlten, um nachts im Wald Hirsche röhren zu hören, packte beim Tomorrowland-Festival mit an, den Müll wegzuräumen und ging im Dezember in der Nordsee baden mit einem, der das seit über 20 Jahren täglich tut. Seit 2024 bin ich zurück in Köln.
Dort berichte ich über Popkultur, Karneval, Stadtpolitik und alles, was dazwischenliegt. Für die Serie "Lokalzeit im Club" bin ich regelmäßig im Nachtleben unterwegs, für eine Liveschalte auch schon mal auf Rollschuhen durch eine Kirche gefahren. Mich interessieren die kleinen und großen Geschichten in der Region und die Menschen, die sie erzählen.