WDR Aktuell Olympia Sonderausgabe | 26.09.2026 | 14:45 Uhr

Bildquelle: Uwe Anspach/AFP

WDR aktuell 26.09.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 26.09.2028 WDR

Liveticker So reagiert NRW auf die Schlappe bei der Olympia-Bewerbung

Stand:

München kann sich um die Olympischen Sommerspiele bewerben. In der Abstimmung des DOSB hat die Region KölnRheinRuhr verloren.

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Baden-Baden wurde verkündet, dass München sich für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben darf.
  • Die Entscheidung fällte die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympische Sportbundes (DOSB).
  • Die Gewinnerregion oder -stadt muss sich dann gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen.
  • Erst ab 2029 entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC), wo die Spiele von 2036 bis 2044 stattfinden werden.
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Reaktionen aus NRW und Eindrücke von der Verkündung zum Nachlesen

Deutschland bewirbt sich mit München auf die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Die Region KölnRheinRuhr geht damit leer aus. Viele im Land haben dem NRW-Konzept heute die Daumen gedrückt und sind enttäuscht worden – andere sind erleichtert, dass hier in den nächsten Jahren keine Olympischen Spiele stattfinden.
Mit Reaktionen auf die Entscheidung schließen wir unseren Liveticker. Die Stimmen aus NRW und Eindrücke von der Verkündung könnt ihr hier nachlesen: 
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Kommentar: Start vermasselt

Ist NRW zu spät "All In" im Rennen um die Olympiabewerbung gegangen? Landespolitik-Redakteur Christoph Ullrich meint: Zu lange hat man die Bewerbung vor sich hin dümpeln lassen.

Stefan Göke
Stefan Göke

Olympia-Medaillengewinner hatte NRW die Daumen gedrückt

Lange Gesichter bei den Hockeyspielern von Uhlenhorst Mülheim, die erst nach ihrem Spiel von der Olympiaentscheidung erfahren hatten.
„Ich hätte es gerne bei uns gesehen. Der Hockeypark in Mönchengladbach zum Beispiel, das ist für uns Hockeyspieler das deutsche Wohnzimmer. Schade.“
Lukas Windfeder, Silbermedaillengewinner von Paris 2024
Lukas Windfeder, HTC Uhlenhorst Mülheim
Lukas Windfeder, HTC Uhlenhorst Mülheim. Stefan Göke WDR
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Isabell Werth: "Natürlich sind wir enttäuscht"

Sie weiß genau, wie sich Olympische Spiele anfühlen: die deutsche Dressurreiterin und achtfache Olympiasiegerin Isabell Werth aus dem nordrhein-westfälischen Rheinberg war als prominente Sportbotschafterin nach Baden-Baden gereist und hatte NRW fest die Daumen gedrückt.

"Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir haben von Anfang an gewusst, dass es ein enges Rennen wird", sagte sie kurz nach der Entscheidung und zeigte dennoch vollen Respekt für den Mitbewerber: "Wir stehen jetzt voll hinter die deutsche Bewerbung und stehen voll hinter München."
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Kölner OB: "Es ist ein Sieg für den Sport"

"Glückwunsch an Bayern, Glückwunsch an München! Wir haben uns ein faires Rennen geliefert und verloren. Aus der Niederlage gehen wir gestärkt hervor, weil wir viel für den Sport erreicht haben", sagte der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester nachdem die Entscheidung für München gefallen war. Sein Dank ging raus an das "großartige Team in Nordrhein-Westfalen, wo viele Städte zu einem Team geworden sind." 
Torsten Burmester (SPD), Oberbürgermeister von Köln, und Darja Varfolomeev, Olympiasiegerin der rhythmischen Sportgymnastik
Torsten Burmester (SPD), Oberbürgermeister von Köln, und Darja Varfolomeev, Olympiasiegerin der rhythmischen Sportgymnastik. Jörg Halisch / WITTERS
Estella Mazur

Große Enttäuschung bei Watchparty

Die Watchparty, zu der die Stadt Köln im Deutschen Sport- & Olympia-Museum eingeladen hatte, ist mittlerweile zu Ende. Kurz nach der Verkündung, dass den Zuschlag München bekommen hat, sind viele Gäste gegangen.
Florian Zeeh

Enttäuschung auch bei Nachwuchssportlern

Beim Borussia Düsseldorf trainiert Koki Püschel, Nachwuchstalent im Tischtennis. Der 13-Jährige findet es sehr schade, dass das Tournier nicht hier stattfindet. "Da hätte man sehr viele schöne Sportarten direkt vor der Haustür erleben können. Aber München ist auch sehr schön."
Koki Püschel würde auch nach München fahren
Koki Püschel würde auch nach München fahren. WDR / Florian Zeeh
Auch Geschäftsführer Alexander Schilling ist enttäuscht, er hat in Olympia eine große Chance für den Nachwuchs in der Region gesehen: "Gerade hier, wo so viele Menschen auf engem Raum leben, ich glaube das hätte noch mal einen richtigen Schub gegeben, auch gerade die jungen Menschen anzusprechen und zum Sport zu motivieren."
Geschäftsführer Alexander Schilling hätte sich vor allem für den Nachwuchs gefreut
Geschäftsführer Alexander Schilling hätte sich vor allem für den Nachwuchs gefreut. WDR / Florian Zeeh
Birgitta Bäck
Birgitta Bäck

Olympia hätte dem Tourismus in Aachen gut getan 

In Aachen ist auch der Hotel- und Gaststättenverband enttäuscht. Wolfgang Winkler von der Dehoga Aachen sagt: "Im Sommer hatte Aachen 500.000 Zuschauer zu Gast bei der Reit-WM. Das hätten wir mit Olympia gerne noch mal erlebt. Aachen hätte sich ganz wunderbar präsentieren können, denn bis dahin sind hier viele städtische Projekte und Umgestaltungen fertig. Aber wir akzeptieren natürlich sportlich die Entscheidung für München. Vielleicht führt es den ein oder anderen Olympia Besucher ja trotzdem nach NRW und auch Aachen. Gründe für einen Besuch gibt es genug.“
Wolfgang Winkler, Dehoga Aachen
Wolfgang Winkler, Dehoga Aachen. WDR / Birgitta Bäck
Christoph Ullrich
Christoph Ullrich

Söder atmet richtig durch

"NRW hat uns das Leben am Ende richtig schwer gemacht“, sagt Markus Söder. Und wenn man ehrlich ist - man erlebt in der Pressekonferenz jetzt einen anderen Markus Söder. Viel lockerer als in den vergangenen Stunden. "Ich bin ehrlich sehr erleichtert“, atmet der CSU-Mann durch. Er hatte tatsächlich Angst, als Favorit am Ende doch noch zu straucheln.

Man werde sich die Bewerbungen der internationalen Konkurrenz anschauen, was die so haben, so Söder weiter. Kann also sein, dass die ein oder andere Sache noch ins Münchener Konzept einfließt. Der Sieg heute sei jedoch "gar nix wert“, wenn man sich international nicht durchsetze, warnt Söder. Womit er auch Recht hat - noch hat Deutschland den Zuschlag nicht bekommen.
Bild von der Pressekonferenz des DOSB
Bild von der Pressekonferenz des DOSB. WDR/ Christoph Ullrich
Franziska Andre

Die Enttäuschung in Köln ist groß

Bei den Zuschauern der Watchparty im Kölner Sport- und Olympiamuseum ist die Enttäuschung groß. Die geladenen Gäste fieberten zusammen mit zahlreichen Bürgern live mit. "Ich hätte mir das sehr für KölnRheinRuhr gewünscht, aus der Perspektive der Athletin wäre es natürlich toll gewesen“, sagt Charly Keizers vom Rugby Sport Verein Köln. "Nichtsdestotrotz würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn Olympia in Deutschland stattfindet und gönne es München.“

Auch Rosenmontagszugleiter Marc Michelske hatte bis zum Schluss gehofft. "Ich finde es sehr sehr schade, ich empfinde KölnRheinRuhr als die richtige Entscheidung“, sagt er. "Als Kölner und Lokalpatriot sage ich: KölnRheinRuhr wäre die richtige Entscheidung gewesen“, sagt er. "Aber wir müssen jetzt das Positive daraus ziehen und darauf aufbauen, was jetzt an Synergie-Effekten angefangen worden ist.“ 

Und auch Hugo Winkels von der Cologne Pride ist äußerst traurig. "Aber ich bin auch glücklich darüber, wie RheinRuhr zusammengewachsen ist in der Planung und dass wir diese Region auch ohne dieses Event stark machen.“
Charly Keizers vom Rugby Sport Verein Köln hätte sich über Olympische Spiele in NRW sehr gefreut
Charly Keizers vom Rugby Sport Verein Köln hätte sich über Olympische Spiele in NRW sehr gefreut. WDR/Franziska Andre
Daniel Schmitz
Daniel Schmitz

"Dortmund wird starke Sportstadt bleiben"

Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) hat sich auf den Kanälen der Stadt Dortmund zu Wort gemeldet. In seinem Statement dankt er allen Dortmunderinnen und Dortmundern für die Unterstützung. Dortmund werde auch künftig eine starke Sportstadt sein und den Breitensport stärken. "Mein Glückwunsch gilt der erfolgreichen Bewerberstadt München", sagte Kalouti.

Auf ein sportliches Großereignis in naher Zukunft kann sich Dortmund trotzdem freuen: Nach der Fußball-EM der Männer 2024, bei der sechs Spiele im Dortmunder Stadion ausgetragen wurden, folgt 2029 die Fußball-EM der Frauen.
Christoph Ullrich
Christoph Ullrich

Es war deutlich

Der DOSB hat das Ergebnis verkündet. Mit 91:50 Stimmen hat sich München dann doch deutlich durchgesetzt.
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Söder plant Mutprobe: Olympia-Looping auf der Wiesn

Erst der Olympia-Jubel, dann der Looping auf der Wiesn? Nach dem Sieg Münchens im nationalen Auswahlverfahren für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 steht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder womöglich eine ganz besondere Mutprobe bevor. Gemeinsam mit Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause will der CSU-Politiker den Erfolg auf dem Oktoberfest feiern - inklusive einer rasanten Fahrt.
Silke Oettershagen

Enttäuschung in Aachen

Der große Wunsch, die olympischen und paralympischen Reitsportdisziplinen auszutragen, ist nicht in Erfüllung gegangen. Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons sagt, der Großteil der Menschen hier wollte das. Und die Stadt hätte mit der Reit-WM bewiesen, dass Aachen das kann.
Michael Ziemons
Michael Ziemons. WDR/ Silke Oettershagen

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