Gelber Sonnenhut

Service Garten Präriepflanzen – Schönheiten für heiße Sommer und pflegeleichte Beete

Sonnenhut, Duftnessel oder Rutenhirse: Diese Pflanzen kommen aus der Prärie und trotzen der Trockenheit und der Hitze mit Farbenpracht und Leichtigkeit. Tipps von Garten-Expertin Anja Koenzen.

Verschiedene Arten von Rutenhirse

Rutenhirse gibt es in vielen Varianten

Präriepflanzen wie Purpur-Sonnenhut, Gaura, Duftnesseln, Rutenhirse oder gelber Sonnenhut stammen ursprünglich aus den weiten, oft trockenen Graslandschaften Nordamerikas oder aus vergleichbaren Steppen- und Savannengebieten anderer Kontinente. Dort sind sie an lange, heiße Sommer, geringe Niederschläge und nährstoffärmere Böden angepasst.

Genau diese Eigenschaften machen sie in unseren Gärten zu idealen Partnern für sonnige, pflegeleichte und hitzeverträgliche Pflanzungen. Einmal etabliert, benötigen sie deutlich weniger Wasser als klassische Beetstauden.

Dazu erfreuen sie uns mit einer langen Blühdauer: Viele Arten blühen über Wochen bis in den Herbst hinein. Somit bieten sie auch den Insekten viel Nektar und Pollen. Selbst die Winterwirkung ist nicht zu unterschätzen: Samenstände und Halme haben im Winter einen hohen Zierwert und bieten ebenfalls den Wildtieren Nahrung und Überwinterungsschutz.

Tipps zur Anlage eines Präriebeetes

  • Präriepflanzen benötigen mindestens 6 Stunden direkte Sonne am Tag und einen durchlässigen nährstoffarmen Boden.
  • Die perfekte Pflanzzeit ist das Frühjahr oder der Herbst. Vorher den Wurzelballen gut wässern, dann in das Pflanzloch setzen und einmal kräftig nachgießen, so dass eventuelle Hohlräume geschlossen werden.
  • Im Idealfall sollte dann nur noch bei längerer Trockenheit (mehr als 3 – 4 Wochen ohne Regen) durchdringend einmal gegossen werden – am besten in den frühen Morgenstunden.
  • Mulchen mit Kies oder mineralischem Splitt reduziert die Verdunstung, ohne zu viel Feuchtigkeit zu stauen (Präriepflanzen mögen keine staunassen Böden).
  • Eine Düngung ist meist nicht notwendig. Ganz im Gegenteil: zu viel Nährstoff macht die Pflanzen eher weich und anfällig für Pilze.
  • Alle 4–5 Jahre kann man ältere Horste teilen, um die Vitalität und Blühfreudigkeit zu erhalten.

Wer Präriepflanzen im Garten einsetzt, profitiert von einer pflegeleichten, ökologisch wertvollen und gestalterisch reizvollen Pflanzung, die selbst in heißen und trockenen Sommern prächtig aussieht. Wichtig ist etwas Geduld in den ersten Jahren: Einmal gut eingewurzelt, danken Präriepflanzen mit Robustheit, langer Blüte und beeindruckender Winterstruktur bei minimalem Pflegeaufwand.

Autor: Anja Koenzen
Redaktion: Iris Möller-Grätz

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

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