Nahaufnahme einer Hand, die mit einem roten Werkzeug ein Beet jätet.

Service Garten Rechtzeitig jäten und vermehren

Im Frühjahr wird die Grundlage für ein erfolgreiches Gartenjahr gelegt. Wer jetzt in die Beete geht, spart Zeit und Geld – und sorgt für viel Freude.

Jäten

Es gibt Pflanzen, die sich massenhaft über Samen vermehren. Hierzu gehören Alcea (Stockrose), Aquilegia (Akelei), Campanula persicifolia (Pfirsichblättrige Glockenblume), Centranthus ruber (Rote Spornblume), Digitalis purpurea und lutea (Roter und Gelber Fingerhut), Hesperis matronalis (Gewöhnliche Nachtviole), Linaria (Leinkraut), Lunaria annua (Einjähriges Silberblatt), Lychnis coronaria (Kronen-Lichtnelke), Myosotis (Vergissmeinnicht), Primula eliator (Hohe Schlüsselblume), Prunella (Braunelle), Tellima grandiflora (Falsche Alraunwurzel) – um nur einige zu nennen.

Mit ihnen kann man preiswert große Flächen begrünen – jedoch weist man ihnen am besten bestimmte Stellen im Garten zu und jätet sie an den Orten, wo sie unerwünscht sind bzw. pflanzt sie um an besser geeignete Stellen.

Vor allem bei Pflanzen, die tiefe Pfahlwurzeln ausbilden (z. B. Schuppenkopf, Löwenzahn), ist ein rechtzeitiges Jäten dringend zu empfehlen, denn jetzt sind die Sämlinge noch klein und können leicht entnommen werden. Wartet man dagegen, muss möglicherweise der Spaten zum Einsatz kommen.

Um den Zeitaufwand für’s Jäten möglichst klein zu halten, kann man Pflanzen, die sich sehr stark aussäen, direkt nach der Blüte abschneiden, so dass sie nicht zur Samenreife kommen.

Vermehren

Frühjahr und Herbst sind die besten Zeitpunkte, um Pflanzen zu vermehren. Viele können einfach geteilt werden, indem man Teilstücke absticht. Dies geht vor allem bei Pflanzen ohne Pfahlwurzeln wie beispielsweise Funkien, Katzenminze, Gräser.

Man kann aber auch Kopfstecklinge nehmen – hierfür schneidet man einen nicht blühenden Trieb an einer nicht zu weichen, aber auch nicht zu verholzten Stelle ab – und zwar direkt unterhalb eines Blattpaares. Diese unteren Blätter entfernt man und lässt oberhalb ungefähr ein Blattpaar stehen.

Dann kommt der den Steckling in nährstoffarme Anzuchterde und muss ausreichend feucht gehalten werden.

Tipp: einheimische Stauden für ein Insektenparadies

Insekten lieben einheimische Stauden. Wer auf einheimische Stauden setzt hat zudem den Vorteil, dass sie besonders robust – und am richtigen Standort – extrem pflegeleicht sind.
Viele klassische "Bauerngartenstauden" kommen aus Europa und haben viel für die Tierwelt zu bieten. Am besten man treibt es richtig bunt: je größer das Pflanzenangebot, umso attraktiver wird die Insektenoase. Perfekt ist, wenn über einen möglichst langen Zeitraum immer etwas blüht.

Autorin: Anja Koenzen
Redaktion: Lars Schweinhage

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

Service Garten – Rechtzeitig jäten und vermehren

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 10.04.2026 5 Min. 20 Sek. Verfügbar bis 10.04.2027 WDR 5


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