Die Heilpflanze Johanniskraut

Service Garten Sommersonnenwende und Johannitag

Der längsten Tag des Jahres am 21. und der "Johannitag" am 24. Juni markieren einen wichtigen Wendepunkt im Gartenkalender. Die Tage rund um die Sommersonnenwende sind voller Symbolik, altem Brauchtum und praktischen Hinweisen für die Gartenpflege.

Im bäuerlichen Brauchtum galt der Johannitag als Ende des ersten Vegetationsabschnitts – eine Zeit, um Bilanz zu ziehen und sich auf den zweiten Teil des Gartenjahres vorzubereiten. Auch beim Sammeln von Heilkräutern spielt dieses Datum eine wichtige Rolle. Dass Johanniskraut, das nun blüht, aber auch Schafgarbe, Kamille, Salbei und Ringelblumen sollen nun besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe besitzen.

Walnüsse sind jetzt natürlich noch unreif und grün. Jetzt sollten sie eingelegt werden, um später "schwarze Nüsse" zu erhalten – eine Köstlichkeit, die zwar etwas Arbeit macht, die sich jedoch lohnt. Die Köstlichkeit ist die perfekte Ergänzung zu cremigem Käse oder Salat.

Auch für einen zweiten Obstbaumschnitt ist nun eine besonders gute Zeit – denn der "Johannisschnitt" reguliert das Wachstum, da man dem Baum nicht nur Astwerk, sondern auch Blätter entfernt. Der Schnitt fördert die Fruchtqualität und sorgt für ein luftigeres Kronengerüst – ideal zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten. Auch Wassertriebe und Schösslinge können nun gut entfernt werden.

Für Aussaaten bieten sich Mitte des Jahres diese Gemüsesorten an: Mangold, Radieschen, Buschbohnen, Spinat (für den Herbst), Endivie, Chinakohl und Winterrettich (Aussaat bis Anfang Juli).

Autor: Anja Koenzen
Redaktion: Iris Möller-Grätz

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

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