Auf der Bühne gibt es traditionsgemäß ein Glas Wein zum Richtfest.
WDR. 02:41 Min.. Verfügbar bis 13.07.2028.
Thomas Memmel hat schon viele Richtfeste gefeiert. Traditionsgemäß trägt er als Polier den Richtspruch vor und trinkt dabei Wein. Viel Wein. Die Flasche muss leer sein, so will es die Tradition.
Das Gebäude ist auch für ihn etwas besonderes und eine echte Herausforderung. Die Betonelemente sind hier besonders hoch und lang. Die in der Dachkonstruktion haben zum Beispiel die Länge einer halben Autobahnbrücke.
Bei der Arbeit auf der Baustelle denkt er schon mal an das, was hier bald passieren soll. Er glaubt, dass das auch ihm persönlich etwas bringen kann. Mehr Reichweite im E-Auto würde ihm z.B. gefallen.
"Noch fahre ich einen Diesel, aber wenn die Foschung bald stärkere Batterien ermöglicht, steige ich um." Polier Thomas Memmel
Dank an den Steuerzahler
Über eine Milliarde Euro kostet der Bau des Batterieforschungszentrums in Münster-Amelsbüren. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bedankt sich beim Steuerzahler für das viele Geld, es sei hier gut angelegt.
Auch NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sind zum Richtfest angereist.
Die sogenannte Gigafactory entsteht auf einem 39.000 Quadratmeter großen Grundstück. Ministerpräsident Wüst betont, es sei die weltweit erste, in der nicht nur produziert, sondern gleichzeitig auch geforscht wird.
Batterien als Thema der Zukunft
Das ermöglicht mittelständischen Firmen, neue Ideen durchzutesten - solche Möglichkeiten in Forschung und Entwicklung haben sonst nur Industriegroßbetriebe oder Konzerne.
Batterien gewinnen an Bedeutung für die Wirtschaft und damit für die Politik. Deutschland soll laut Bundesregierung an die Spitze der Batterieforschung kommen.
"Wir brauchen das für Wachstum und Wohlstand aber natürlich auch für unsere Souveränität und unsere Sicherheit." Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, CDU
Ein anderes Projekt im Münsterland wurde vor kurzem eingestampft. Das Forschungszentrum für Batterie-Recycling in Ibbenbüren wird nun doch nicht gebaut.
Für NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zwar ärgerlich, aber bei Forschungsprojekten eben immer eine Gefahr.
"Gerade in der Spitzenforschung gibt's auch mal Sachen, die nicht klappen. Aber wenn man nur auf Dinge setzt, die heute schon funktionieren, braucht man nicht zu forschen." NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, CDU
Unsere Quellen:
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
- Interview mit Bundesforschungsministerin Dorothee Bär
- Interview mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 13.07.2026, 12.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsteland, 13.07.2026, 19.30 Uhr
