Erste Lkw-Schnellladesäulen in Steinfurt
WDR. 01:47 Min.. Verfügbar bis 13.07.2028.
"I drive electric" steht an dem großen Sattelschlepper, der am Montagnachmittag, 14. Juli, in Steinfurt vorfährt. Doch den Akku von so einem Riesen-Lkw aufzuladen, überfordert die Kapazität der meisten normalen Ladestationen. Und spezielle Ladestellen gibt es bislang noch viel zu wenig. Auch deshalb zögern viele Speditionen, ihre Flotte auf elektro umzustellen.
In Steinfurt hat die Westfalen AG jetzt ihre erste Elektro-Ladestelle für Lastwagen eröffnet. In direkter Nähe zur B54 stehen nun ihre ersten beiden Ladeplätze für E-Lkw. Ein wichtiger Schritt, denn für den Warentransport gewinnt die E-Mobilität immer mehr Bedeutung.
Erster Schritt in Steinfurt gemacht
Die Reichweite eines solchen Lastwagens beträgt momentan zwischen 400 und 500 Kilometer - erst dann braucht der Fahrer eine Steckdose - und etwas Zeit. Laut Westfalen AG dauert es etwa eine knappe Stunde, um den Akku von 20 auf 80 Prozent zu laden. Das passt genau in die gesetztlich vorgeschriebenen Ruhepausen für die Fahrer.
"Der technische Fortschritt hat mehr Tempo aufgenommen, die Zulassungszahlen bei elektrischen Lkw sind gestiegen, und auch die Batterie-Kapazitäten und Reichweiten haben sich in den vergangenen Jahren stark verbessert." Sandra Schütte, Leiterin Mobility bei der Westfalen AG.
Bis ein elektrischer Lastwagen so zuverlässig aufladen kann, wie seine Diesel-Kollegen tanken können, ist es dennoch noch ein weiter Weg - denn noch hat das Lade-Netz zu viele Löcher. Immerhin: Die Autobahn GmbH hat Anfang des Monats 124 Standorte für den Bau von Schnellladestationen an deutschen Autobahn-Parkplätzen vergeben.
Unsere Quellen:
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
- Westfalen-Gruppe
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 13.07.2026, 14.30 Uhr
