Ein Geschäft der Discounter-Kette Kodi

Discounter Kodi ist in finanziellen Schwierigkeiten

Trotz Insolvenz: Großteil der Kodi-Filialen bleibt erhalten

Stand:

Nach der Insolvenz des Haushaltswaren-Discounters Kodi bleiben 150 Filialen unter altem Namen erhalten. Nur 80 müssen schließen.

Eine gute Nachricht für etwa 1.200 Beschäftigte, die über Monate um ihren Job fürchten mussten: Wie das Oberhausener Unternehmen am Dienstag mitteilte, wird eine Investorengruppe um den bisherigen Kodi-Gesellschafter Richard Nölle die Vermögenswerte des insolventen Unternehmens übernehmen. Die Filialen sollen weiterhin unter der Marke Kodi laufen. Diese Lösung hatte sich bereits Ende März abgezeichnet.

80 Standorte müssen wohl schließen

80 Kodi-Filialen werden nicht von den neuen Investoren übernommen. 480 Beschäftigten vor Ort und 40 weiteren in der Zentrale wurde bereits gekündigt. Der Ausverkauf läuft. Er soll Ende Mai, spätestens Ende Juni abgeschlossen sein. Es liefen allerdings noch Gespräche mit möglichen Investoren, die einzelne dieser Filialen übernehmen und dann unter anderer Marke fortführen wollten, hieß es. Um welche Standorte es sich dabei handeln könnte, teilte das Unternehmen nicht mit.

Vor allem in NRW präsent

Das Unternehmen hatte im November - wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung - ein Schutzschirmverfahren beantragt. Gründe für die Schieflage waren nach eigenen Angaben eine Kaufzurückhaltung der Kunden sowie deutlich gestiegene Kosten, etwa für Energie, Fracht und Werbung. Das 1981 gegründete Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Oberhausen verkauft vor allem Haushaltswaren und Drogerieartikel. Es ist vor allem in Nordrhein-Westfalen vertreten.

Unsere Quelle:

  • Deutsche Presse-Agentur

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