Für die Belegschaft im VW-Werk Osnabrück hat der Umstieg auf Rüstung reale Konsequenzen.

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WDR 1 Min. 56 Sek. Verfügbar bis 08.09.2028

Rüstungsgüter statt Autos? Geteilte Stimmung im VW-Werk Osnabrück

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Nicht mehr Cabrios sondern Rüstungsteile sollen im VW-Werk in Osnabrück bald vom Band laufen. Ein Investor und das Land Niedersachsen wollen übernehmen. Wie denken die Beschäftigten, darunter auch viele Menschen aus dem Münsterland, über die neue Ausrichtung?

Hunderte von ihnen haben sich am Dienstagmorgen zu einer Betriebsversammlung getroffen. Doch wie ihre Zukunft im Detail aussehen wird, ist noch unklar.

Für 1.400 der 1.800 Beschäftigten gibt es erst mal eine Jobgarantie bis Ende 2029. Auch die Tarife werden für sie weiter gelten. Sie bauen dann bald allerdings keine Autos mehr, sondern Raketenabwehrteile für einen israelischen Rüstungskonzern.

"Die Stimmung war heute sehr gemischt"

Viele ließen nach dem Treffen der Belegschaft die Köpfe hängen und wollten keine Interviews geben. Hinter vorgehaltener Hand sagten aber einige: Wir sind zu VW gegangen, weil wir Autos bauen wollen, nicht weil wir für die Rüstungsindustrie arbeiten wollen.

Stephan Soldanski von der IG Metall Osnabrück sitzt auch im Aufsichtsrat der Volkswagen Osnabrück GmbH. Er sagt: "Die Stimmung war heute sehr gemischt. Die Beschäftigten können es noch gar nicht so richtig begreifen, dass 125 Jahre Automobilgeschichte in Osnabrück zu Ende gehen. Für viele ist aber auch wichtig und klar, dass es danach weitergeht."

VW-Werk Osnabrück wird Rüstungsstandort

WDR 08.09.2026 24 Sek. Verfügbar bis 07.09.2028

Neuer Investor und Kooperation mit Rüstungskonzern aus Israel

Das Land Niedersachsen und ein Finanzinvestor Aurelius wollen das VW-Werk kaufen und ein "Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigung" entstehen lassen. Volkswagen indes will sich vom Standort Osnabrück vollständig zurückziehen. Was bleibt, sind ein Großteil der Mitarbeitenden, die Infrastrukturen und das Know-How. Drei Viertel der Arbeitsplätze sollen der Absichtserklärung zufolge erhalten bleiben.

Ein Turm des VW-Werks in Osnabrück vor einem bewölkten Himmel.

Der VW-Konzern will sich aus dem Werk in Osnabrück vollständig zurückziehen.

Bildquelle: WDR / Brigitte Lieb

Unsere Quellen:

  • Berichterstattung des NDR
  • WDR-Gespräch mit Stephan Soldanski, IG Metall Osnabrück
  • Pressemitteilung Volkswagen Group

Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Münsterland, 08.09.2026, 8.30 Uhr

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