Beethoven als Hitverwerter: Für sein „Gassenhauer-Trio“ nimmt er einen Opern-Ohrwurm, den damals in Wien alle kennen. Heraus kommt Kammermusik mit Publikumsfaktor – leicht, witzig und trotzdem typisch Beethoven.
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Team hinter dieser Folge:
Host & Autor: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR
Junger Komponist sucht Aufmerksamkeit: 1797 ist Beethoven in Wien vor allem als Pianist berühmt. Für sein „Gassenhauer-Trio“ greift er zu einem Hit aus Joseph Weigls Oper „Der Korsar aus Liebe“ und baut daraus neun Variationen für Klarinette, Cello und Klavier. Klingt nach gefälliger Unterhaltung? Nicht nur. Beethoven mischt Salon-Charme mit scharfen Kontrasten, virtuosem Klavierpart und spontaner Improvisationslust. Entertainer statt Titan – aber mit Ecken und Kanten.
Wenn dir die dieses Trio gefällt, solltest du unbedingt auch Louise Farrencs Klarinettentrio oder Franz Schuberts Oktett hören. Beide zeigen, wie viel sinfonischer Ehrgeiz in Kammermusik stecken kann. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.
In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur, Op. 11 (“Gassenhauer”)
Daniel Ottensamer (Klarinette), Stephan Koncz (Cello), Christoph Traxler (Klavier)
(Decca)
Höre dir
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