Ein Museumsbesuch schreibt Musikgeschichte: Mussorgski sieht die Bilder seines verstorbenen Freundes Viktor Hartmann – und verwandelt sie in einen Klavierzyklus, der zum Welterfolg wird.
Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de
Team hinter dieser Folge:
Autoren: Philipp Quiring, Michael Lohse
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR
1874 besucht Modest Mussorgski eine Gedächtnisausstellung für seinen früh verstorbenen Freund Viktor Hartmann – und gerät in einen Schaffensrausch. Zehn Bilder macht er zu zehn Klavierstücken: ein grotesker Gnom, ein rumpelnder Ochsenkarren, das Hexenhaus von Hexe Baba Yaga oder das nie gebaute Große Tor von Kiew. Dazwischen spaziert Mussorgski selbst durch die Ausstellung: Seine „Promenaden“ verändern sich mit dem, was er gerade gesehen hat. Später macht Maurice Ravels farbenprächtige Orchesterfassung den Zyklus endgültig weltberühmt.
Wenn dir die Musik von Modest Mussorgski gefällt, solltest du unbedingt auch seine Oper „Boris Godunow“ hören – dort findet er ebenfalls einen ganz eigenen, unmittelbar russischen Ton. Oder Ravels Klavierkonzert für die linke Hand: Der Komponist, dessen Orchesterfassung die „Bilder einer Ausstellung“ berühmt gemacht hat, zeigt darin noch einmal seine außergewöhnliche Klangfantasie. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.
In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Modest Mussorgski:
Bilder einer AusstellungSvjatoslav Richter, Klavier
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