San Marino: Standhaft gegenüber Napoleon, jahrhundertelang frei

WDR Zeitzeichen 03.09.2026 14:26 Min. Verfügbar bis 03.09.2099 WDR 5

Der Legende nach gründet Marinus seine Republik am 3.9.301. Er vermacht sie seinen Anhängern unter einer Bedingung: Sich niemals von Kirche und Königen abhängig zu machen.

In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe, was San Marino und Kempen im Allgäu gemeinsam haben, worin der Politiker Giovanni Vito Marcucci eines der Erfolgsrezepte San Marinos sieht und warum der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln ein Glückwunschtelegramm nach San Marino schickt. Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano. Da ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino. Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen. Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Thomas Weller, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz Lisa Weiß, Korrespondentin ARD-Studio Rom F riedrich Kochwasser: San Marino - die älteste und kleinste Republik der Welt. Herrenalb/Schwarzwald 1961 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Burkhard Hupe Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:
  • was San Marino und Kempen im Allgäu gemeinsam haben,
  • worin der Politiker Giovanni Vito Marcucci eines der Erfolgsrezepte San Marinos sieht,
  • dass die meisten Italiener kaum etwas über den Mikro-Staat im eigenen Land wissen,
  • wodurch der Präsident des nationalen Bankenverbands unter Druck gerät,
  • warum der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln ein Glückwunschtelegramm nach San Marino schickt.

Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano im Gebiet der heutigen Apenninen. Damals ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino.

Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen.
Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Thomas Weller, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz
  • Lisa Weiß, Korrespondentin ARD-Studio Rom
  • Friedrich Kochwasser: San Marino - die älteste und kleinste Republik der Welt. Herrenalb/Schwarzwald 1961
  • Phoenix: Europas Kleinstaaten Teil 5 - San Marino - Berg der braven Bürger. 2014

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Autor: Burkhard Hupe
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

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