Am 1.9.1581 zieht der Kosak Jermak Timofejew mit einem Söldner-Trupp los Richtung Sibirien. Aus einem Streit unter Nachbarn wird die Eroberung eines halben Kontinents.
In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen, wie eine kleine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt, weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold und welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat.
13 Millionen Quadratkilometer, endlose Wälder, gewaltige Flüsse und enorme Rohstoffvorkommen: Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden. Doch Ende des 16. Jahrhunderts ist die Region noch kein Teil des russischen Reiches. Als der Kosakenführer Jermak im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow nach Osten zieht, beginnt eine Entwicklung von historischer Tragweite.
Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Interessen. Das begehrte "weiche Gold" der Pelze treibt Händler, Abenteurer und Herrscher an. Aus einzelnen Forts entlang großer Flüsse wächst ein Netz russischer Macht, das sich innerhalb weniger Generationen bis an den Pazifik ausdehnt. Die Geschichte dieser Landnahme ist zugleich eine Geschichte von Entdeckungen, Härten, Widerstand und kolonialer Gewalt.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
Sören Urbansky (Historiker)
Alexander Etkind: Internal Colonisation. Russia’s Imperial Experience. Cambridge 2011
Marina Mogilner et al.: A New Imperial History of Northern Eurasia, 600-1700. From Russian to Global History. Bloomsbury 2025
Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Uli Hufen
Redaktion: Sefa Inci Suvak, Christoph Tiegel
Technik: Christine Reinartz
In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen:- wie eine kleine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt,
- weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold,
- warum Zar Iwan IV. den Feldzug zunächst ablehnt und später belohnt,
- wie Kosaken innerhalb weniger Jahrzehnte bis an den Pazifik gelangen,
- welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat.
13 Millionen Quadratkilometer, endlose Wälder, gewaltige Flüsse und enorme Rohstoffvorkommen: Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden. Doch Ende des 16. Jahrhunderts ist die Region noch kein Teil des russischen Reiches. Als der Kosakenführer Jermak im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow nach Osten zieht, beginnt eine Entwicklung von historischer Tragweite.
Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Interessen. Das begehrte "weiche Gold" der Pelze treibt Händler, Abenteurer und Herrscher an. Aus einzelnen Forts entlang großer Flüsse wächst ein Netz russischer Macht, das sich innerhalb weniger Generationen bis an den Pazifik ausdehnt. Die Geschichte dieser Landnahme ist zugleich eine Geschichte von Entdeckungen, Härten, Widerstand und kolonialer Gewalt.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:- Sören Urbansky (Historiker)
- Alexander Etkind: Internal Colonisation. Russia’s Imperial Experience. Cambridge 2011
- Marina Mogilner et al.: A New Imperial History of Northern Eurasia, 600-1700. From Russian to Global History. Bloomsbury 2025
- Dittmar Dahlmann: Sibirien. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Brill 2009
- Basil Dmytryshyn: Russia’s Conquest of Siberia 1558-1700. A Documentary Record. Oregon 1985
- Sören Urbansky und Martin Wagner: China und Russland. Kurze Geschichte einer langen Beziehung. Berlin 2025
Weiterführende Links:Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an
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Redaktion: Sefa Inci Suvak, Christoph Tiegel