WDR Zeitzeichen

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Das wahre "Danish Girl": Transgender-Pionierin Lili Elbe

Das wahre "Danish Girl": Transgender-Pionierin Lili Elbe WDR Zeitzeichen 12.09.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 12.09.2099 WDR 5

Für einen weiblichen Körper riskiert die Malerin ihr Leben: Als eine der ersten unterzieht sie sich einer Geschlechtsangleichung. Am 12.9.1931 stirbt sie als Lili Elbe.

In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich, wie Einar Wegener wegen eines abgesagten Termins in Frauenkleider schlüpft, von der dramatischen Wandlung, die Einar Wegener durchlebt und welchen Einfluss das Medizinwissen Anfang des 20. Jahrhunderts auf Lili Elbe hat. Für den Gynäkologen Kurt Warnekros ist der Fall Ende der 1920er Jahre klar. Der dänische Maler Einar Wegener, der vor ihm steht, ist in seinen Augen intergeschlechtlich. Geboren mit den Merkmalen beider Geschlechter. Warnekros ist wohl der Erste, der sagt: Ich kann Ihnen helfen, eine Frau zu werden. Er lädt Einar Wegener in die Dresdner Frauenklinik ein. Einar ist außer sich vor Glück. Dieser Mann bedeutet für ihn Rettung, mehr noch, Erlösung. Im April 1930 bezieht Lili Elbe ein Einzelzimmer in der Frauenklinik. Vor ihr liegt ein Marathon an Eingriffen. Kurt Warnekros glückt die vollständige Geschlechtsangleichung. Sie gilt als eine der ersten Transitionen weltweit. Im Sommer 1931 folgt eine weitere Operation in Dresden. In der heutigen Forschung bestehen Zweifel über die Art des Eingriffs. Eine Gebärmuttertransplantation? Das Modellieren einer Scheidenplastik? Die Operation jedenfalls überlebt Lili Elbe nur um ein paar Wochen. Sie stirbt am Vormittag des 12. Septembers 1931 in der Klinik. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Marina Lienert, Institut für Geschichte der Medizin, Dresden Lili Elbe: Ein Mensch wechselt sein Geschlecht. Eine Lebensbeichte. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Claudia Friedrich Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inçi Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich:
  • wie Einar Wegener wegen eines abgesagten Termins in Frauenkleider schlüpft,
  • wie Einar seiner Frau als Lili Modell sitzt,
  • von der dramatischen Wandlung, die Einar Wegener durchlebt,
  • welchen Einfluss das Medizinwissen Anfang des 20. Jahrhunderts auf Lili Elbe hat.

Für den Gynäkologen Kurt Warnekros ist der Fall Ende der 1920er Jahre klar. Der dänische Maler Einar Wegener, der vor ihm steht, ist in seinen Augen intergeschlechtlich. Geboren mit den Merkmalen beider Geschlechter.

Warnekros ist wohl der Erste, der sagt: Ich kann Ihnen helfen, eine Frau zu werden. Er lädt Einar Wegener in die Dresdner Frauenklinik ein. Einar ist außer sich vor Glück. Dieser Mann bedeutet für ihn Rettung, mehr noch: Erlösung.

Im April 1930 bezieht Lili Elbe ein Einzelzimmer in der Frauenklinik. Vor ihr liegt ein Marathon an Eingriffen. Kurt Warnekros glückt die vollständige Geschlechtsangleichung. Sie gilt als eine der ersten Transitionen weltweit.

Im Sommer 1931 folgt eine weitere Operation in Dresden. In der heutigen Forschung bestehen Zweifel über die Art des Eingriffs. Eine Gebärmuttertransplantation? Das Modellieren einer Scheidenplastik? Die Operation jedenfalls überlebt Lili Elbe nur um ein paar Wochen. Sie stirbt am Vormittag des 12. Septembers 1931 in der Klinik.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Marina Lienert, Institut für Geschichte der Medizin, Dresden
  • Lili Elbe: Ein Mensch wechselt sein Geschlecht. Eine Lebensbeichte. Aus hinterlassenen Papieren. Niels Hoyer (Hg.). Dresden 1932
  • Hélène Allatini: Il at Elle. (IN Mosaïques. S. 198 bis 237.) Éditions de la Nouvelle Revue Critique (N.R.C.) Paris 1939
  • Benno Gammerl: Queer. Eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute. München 2023

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Claudia Friedrich
Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inçi Suvak

Die Saudi-Connection: Verheimlichte Spuren von 9/11

Die Saudi-Connection: Verheimlichte Spuren von 9/11 WDR Zeitzeichen 11.09.2026 15 Min. 19 Sek. Verfügbar bis 11.09.2099 WDR 5

Am 11.9.2001 erschüttert Terror die USA und die Welt. Die meisten der Attentäter kommen aus Saudi-Arabien - doch das Land steht zunächst nicht im Fokus des "Kriegs gegen den Terror".

In diesem Zeitzeichen erzählt Nikolaus Steiner, wieso Saudi-Arabien in Verdacht gerät, etwas mit den Anschlägen am 11.09.2001 zu tun zu haben, warum eine Überlebende der Darstellung der US-Regierung zu den Anschlägen nicht glaubt und welche Rolle das saudische Ministerium für islamische Angelegenheiten gespielt haben könnte. Am Morgen des 11. Septembers 2001 kapern 19 Attentäter fast zeitgleich vier Passagierflugzeuge in den USA. Sie stürmen die Cockpits und übernehmen die Steuerung. Eine Maschine lenken sie in den Nordturm des New Yorker World Trade Center, eine zweite Maschine in den Südturm. Ein dritter Jet stürzt ins Washingtoner Pentagon, den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums. Eine vierte Maschine ist offenbar ebenfalls auf dem Weg nach Washington D.C., als Passagiere versuchen, ins Cockpit einzudringen. Aber kurz bevor sie die Attentäter überwältigen können, steuern diese das Flugzeug Richtung Boden. Die Maschine stürzt auf offenem Feld ab. 2.977 Menschen sterben an diesem Tag, auch die 19 Attentäter. Mehr als 6.000 Menschen werden verletzt. Weil 15 der 19 Attentäter aus Saudi-Arabien stammen, taucht bald die Frage auf, ob das Königreich bei den Anschlägen seine Finger im Spiel hat. Viele Fragen zur Rolle Saudi-Arabiens sind bis heute unbeantwortet, was auch an der besonderen Beziehung zwischen den USA und Saudi-Arabien liegen könnte. Es geht um Öl und Geopolitik. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Sharon Premoli, Autorin und Überlebende der Anschläge Kenneth Williams, ehemaliger FBI-Ermittler Daniel Benjamin, ehem. Anti-Terror-Koordinator im US-Außenministerium Hörtipp: Podcast "Dark Matters" - Geheimnisse der Geheimdienste: Sonderstaffel "Staatsgeheimnis 9/11" https://1.ard.de/staatsgeheimnis-9-11 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Nikolaus Steiner Redaktion: David Rother Technik: Steffen Jahn


In diesem Zeitzeichen erzählt Nikolaus Steiner:
  • wieso Saudi-Arabien in Verdacht gerät, etwas mit den Anschlägen zu tun zu haben,
  • warum eine Überlebende der Darstellung der US-Regierung zu den Anschlägen nicht glaubt,
  • warum viele hundert Angehörige von Opfern Saudi-Arabien auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen,
  • welche Rolle das saudische Ministerium für islamische Angelegenheiten gespielt haben könnte.

Am Morgen des 11. Septembers 2001 kapern 19 Attentäter fast zeitgleich vier Passagierflugzeuge in den USA. Sie stürmen die Cockpits und übernehmen die Steuerung. Eine Maschine lenken sie in den Nordturm des New Yorker World Trade Center, eine zweite Maschine in den Südturm. Ein dritter Jet stürzt ins Washingtoner Pentagon, den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums.

Eine vierte Maschine ist offenbar ebenfalls auf dem Weg nach Washington D.C., als Passagiere versuchen, ins Cockpit einzudringen. Aber kurz bevor sie die Attentäter überwältigen können, steuern diese das Flugzeug Richtung Boden. Die Maschine stürzt auf offenem Feld ab.

2.977 Menschen sterben an diesem Tag, auch die 19 Attentäter. Mehr als 6.000 Menschen werden verletzt.

Weil 15 der 19 Attentäter aus Saudi-Arabien stammen, taucht bald die Frage auf, ob das Königreich bei den Anschlägen seine Finger im Spiel hat. Viele Fragen zur Rolle Saudi-Arabiens sind bis heute unbeantwortet, was auch an der besonderen Beziehung zwischen den USA und Saudi-Arabien liegen könnte. Es geht um Öl und Geopolitik.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Unser Hörtipp:

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Nikolaus Steiner
Redaktion: David Rother
Technik: Steffen Jahn

Frieden in Europa: Deutschland tritt dem Völkerbund bei

Frieden in Europa: Deutschland tritt dem Völkerbund bei WDR Zeitzeichen 10.09.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 10.09.2099 WDR 5

Nach dem Ersten Weltkrieg ist Deutschland isoliert. Außenminister Stresemann erreicht mit dem Beitritt zum Völkerbund am 10.9.1926 die Rückkehr auf die Bühne Europas.

In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner, welches Ziel der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund hat, wie Gustav Stresemann aus ehemaligen Kriegsgegnern wichtige Verhandlungspartner macht, warum Historiker heute in seiner Politik ein frühes Modell europäischer Zusammenarbeit sehen. Nach dem Ersten Weltkrieg scheint eine Annäherung zwischen Deutschland und den Siegermächten kaum vorstellbar. Der Versailler Vertrag belastet die Beziehungen, die Ruhrbesetzung verschärft die Spannungen zusätzlich. Trotzdem setzt Gustav Stresemann als deutscher Außenminister auf Verständigung statt Konfrontation. Sein Engagement hat Erfolg: Im September 1926 wird Deutschland Mitglied im Völkerbund und erhält einen ständigen Sitz im wichtigsten Gremium der Organisation. Acht Jahre nach der Niederlage des deutschen Kaiserreichs ist das Land als Weimarer Republik wieder als gleichberechtigter Partner in der internationalen Politik vertreten. Das ist unser wichtigster Interviewpartner: Andreas Rödder (Historiker Uni Mainz) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martina Meißner Redaktion: Carolin Rückl und David Rother Technik: Moritz Raestrup


In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:
  • welches Ziel der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund hat,
  • wie Gustav Stresemann aus ehemaligen Kriegsgegnern wichtige Verhandlungspartner macht,
  • weshalb er im eigenen Land von rechts wie von links angegriffen wird,
  • wie die Verträge von Locarno Deutschlands Weg zurück in die internationale Politik ebnen,
  • warum Historiker heute in Stresemanns Politik ein frühes Modell europäischer Zusammenarbeit sehen.

Nach dem Ersten Weltkrieg scheint eine Annäherung zwischen Deutschland und den Siegermächten kaum vorstellbar. Der Versailler Vertrag belastet die Beziehungen, die Ruhrbesetzung verschärft die Spannungen zusätzlich. Trotzdem setzt Gustav Stresemann als deutscher Außenminister auf Verständigung statt Konfrontation.

Sein Engagement hat Erfolg: Im September 1926 wird Deutschland Mitglied im Völkerbund und erhält einen ständigen Sitz im wichtigsten Gremium der Organisation. Acht Jahre nach der Niederlage des deutschen Kaiserreichs ist das Land als Weimarer Republik wieder als gleichberechtigter Partner in der internationalen Politik vertreten.

Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
  • Andreas Rödder (Historiker Uni Mainz)

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Tipp: Parallel zum Start der 5.Staffel von Babylon Berlin in der ARD-Mediathek gibt es auch das Babylon Berlin Game „Eine Nacht im Moka Efti: Eine Babylon Berlin Story“, kostenlos downloadbar über Steam (für Desktop)

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Martina Meißner
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother
Technik: Moritz Raestrup

Der blutige Attica-Gefängnisaufstand 1971: Was geschah wirklich?

Der blutige Attica-Gefängnisaufstand 1971: Was geschah wirklich? WDR Zeitzeichen 09.09.2026 14 Min. 47 Sek. Verfügbar bis 09.09.2099 WDR 5

Im September 1971 bringen fast 1300 Häftlinge das Gefängnis Attica unter ihre Kontrolle. Nach fünf Tagen stürmt die Polizei das Gefängnis - mit fatalen Folgen. Was wirklich geschah, wird jahrzehntelang vertuscht.

In diesem Zeitzeichen erzählt Kolja Sand, welche Zustände 1971 im Attica-Gefängnis herrschen und wie brutal Häftlinge behandelt werden, wie aus einem chaotischen Aufruhr ein organisierter Protest von mehr als 1.200 Gefangenen wird und wie die Polizei beim Sturm des Gefängnisses 38 Menschen durch Schüsse tötet. Der Gefängnisaufstand von Attica zählt zu den folgenreichsten Ereignissen der US-Justizgeschichte. Die Gefangenen protestieren gegen Überbelegung, mangelhafte medizinische Versorgung und Misshandlungen. Nach Beginn des Aufstands übernehmen sie Teile des Gefängnisses und treten mit konkreten Forderungen an die Öffentlichkeit. Fünf Tage lang richten sich die Blicke des ganzen Landes auf das Gefängnis. Journalisten, Politiker und Vermittler verfolgen die Verhandlungen, während die Situation zunehmend außer Kontrolle gerät. Als Sicherheitskräfte eingreifen, endet die Konfrontation in einem Blutbad. Die Folgen beschäftigen Gerichte, Historiker und Betroffene noch Jahrzehnte später. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Heather Ann Thompson (Historikerin) Heather Ann Thompson: Blood in the Water. The Attica Prison Uprising of 1971 and Its Legacy. New York 2016 Tom Wicker: A Time to Die. The Attica Prison Revolt. New York 1975 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Kolja Sand Redaktion: Matthias Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Kolja Sand:
  • welche Zustände 1971 im Attica-Gefängnis herrschen und wie brutal Häftlinge behandelt werden,
  • wie aus einem chaotischen Aufruhr ein organisierter Protest von mehr als 1.200 Gefangenen wird,
  • welche Rolle Häftling Don Noble und Wärter Michael Smith während der Geiselnahme spielen,
  • wie die Polizei beim Sturm des Gefängnisses 38 Menschen durch Schüsse tötet,
  • welche Falschmeldungen anschließend von der Polizei in Umlauf gebracht werden.

Der Gefängnisaufstand von Attica zählt zu den folgenreichsten Ereignissen der US-Justizgeschichte. Die Gefangenen protestieren gegen Überbelegung, mangelhafte medizinische Versorgung und Misshandlungen. Nach Beginn des Aufstands übernehmen sie Teile des Gefängnisses und treten mit konkreten Forderungen an die Öffentlichkeit.

Fünf Tage lang richten sich die Blicke des ganzen Landes auf das Gefängnis. Journalisten, Politiker und Vermittler verfolgen die Verhandlungen, während die Situation zunehmend außer Kontrolle gerät. Als Sicherheitskräfte eingreifen, endet die Konfrontation in einem Blutbad. Die Folgen beschäftigen Gerichte, Historiker und Betroffene noch Jahrzehnte später.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Heather Ann Thompson (Historikerin)
  • Heather Ann Thompson: Blood in the Water. The Attica Prison Uprising of 1971 and Its Legacy. New York 2016
  • Tom Wicker: A Time to Die. The Attica Prison Revolt. New York 1975

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Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Kolja Sand
Redaktion: Matti Hesse

Die Schlacht bei Marathon und die Legende vom Läufer

Die Schlacht bei Marathon und die Legende vom Läufer WDR Zeitzeichen 08.09.2026 14 Min. 49 Sek. Verfügbar bis 08.09.2099 WDR 5

490 v. Chr. rennt ein Läufer nach dem Sieg von Marathon nach Athen und stirbt. Aus der Legende entsteht ein Mythos von Freiheit - und ein weltberühmter Lauf.

In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach, wer als erste und einzige belastbare schriftliche Quelle zur Schlacht bei Marathon gilt, wie gut Griechen und Perser eigentlich vernetzt sind und warum es trotzdem zum Angriff der Perser gegen die Griechen kommt. Im September 490 v. Chr. brennt die Sonne glutheiß auf die fast baumlose Ebene von Marathon, rund 40 km nordöstlich von Athen. Vor der Küste aus Sand und Sümpfen landen Hunderte persische Schiffe. Beladen mit Pferden, Reitern und Bogenschützen. 10.000 Athener, unterstützt von 1.000 Plataiern, stellen sich zur Schlacht auf. An der Küste warten die zahlenmäßig weit überlegenen Perser. Zwischen ihnen die Ebene von Marathon. Unter dem Pfeilhagel der Perser stürmen die Athener plötzlich in voller Rüstung auf die Gegner zu. Als die Perser die im Laufschritt auf sie Zustürmenden sehen, halten sie die Athener für wahnsinnig und selbstmörderisch. Die Athener treiben die Perser zurück auf ihre Schiffe, mit denen sie flüchten und direkt auf Athen zusteuern. Die Athener aber eilen ebenfalls dorthin zurück. Und es gelingt ihnen, vor den Barbaren anzukommen. Als die Perser das sehen, wenden sie die Schiffe und kehren zurück nach Asien. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Dr. Angela Ganter, Althistorikerin, Universität Regensburg Prof. Dr. Raimund Schulz, Althistoriker, Universität Bielefeld Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Marfa Heimbach Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Sascha Schiemann


In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:
  • was die antike Schlacht mit dem beliebten Marathonlauf zu tun hat,
  • wie gut Griechen und Perser eigentlich verbunden sind,
  • warum es trotzdem zum Angriff der Perser gegen die Griechen kommt,
  • wieso die Schlacht bei Marathon lange Zeit als Kampf für die Freiheit des Abendlandes gesehen wird.

Im September 490 vor Christus brennt die Sonne glutheiß auf die fast baumlose Ebene von Marathon, rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen. Vor der Küste aus Sand und Sümpfen landen Hunderte persische Schiffe. Beladen mit Pferden, Reitern und Bogenschützen.
10.000 Athener, unterstützt von 1.000 Plataiern, stellen sich zur Schlacht auf. An der Küste warten die zahlenmäßig weit überlegenen Perser. Zwischen ihnen die Ebene von Marathon. Unter dem Pfeilhagel der Perser stürmen die Athener plötzlich in voller Rüstung auf die Gegner zu.

Die Athener treiben die Perser zurück auf ihre Schiffe, mit denen sie flüchten und direkt auf Athen zusteuern. Die Athener aber eilen ebenfalls dorthin zurück. Und es gelingt ihnen, früher dort anzukommen. Als die Perser dies erkennen, wenden sie ihre Schiffe und kehren zurück nach Asien.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Prof. Dr. Angela Ganter, Althistorikerin, Universität Regensburg
  • Prof. Dr. Raimund Schulz, Althistoriker, Universität Bielefeld
  • Raimund Schulz: Die Perserkriege, Berlin-Boston 2017
  • Angela Ganter: Griechische Geschichte, München 2024
  • Wolfgang Will: Die Perserkriege, München 2019
  • Karl-Joachim Hölkeskamp: Marathon - vom Monument zum Mythos, in: Gab es das griechische Wunder?, hrsg. von D. Papenfuß, V. M. Strocka, Mainz 2001

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Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Marfa Heimbach
Redaktion: Sefa Inci Suvak
Technik: Sascha Schiemann

30 Jahre Mord an Tupac Shakur: Vom Ballettschüler zur Rap-Ikone

30 Jahre Mord an Tupac Shakur: Vom Ballettschüler zur Rap-Ikone WDR Zeitzeichen 07.09.2026 14 Min. 47 Sek. Verfügbar bis 07.09.2099 WDR 5

Als Sohn einer Black-Panther-Aktivistin wird er zur Stimme des Hip-Hop. 30 Jahre nach den Schüssen gibt es nun ein Urteil im Fall 2Pac.

In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer mit welchen letzten Worten Tupac einen Polizisten beleidigt, wie er die Härte des Gangsta-Rap mit Poesie, politischer Wut und großer Verletzlichkeit verbindet und wie der Streit zwischen den Rappern Tupac und Biggie zum Motor ihrer Karrieren wird. Am 7. September 1996 besucht der Rapper Tupac in Las Vegas einen Boxkampf seines Freundes Mike Tyson. In der Lobby gerät er in eine Prügelei mit Orlando Anderson, einem Mitglied der South Side Compton Crips. Tupac schlägt ihn nieder. Zwei Stunden später sitzt er als Beifahrer im Wagen seines Label-Managers Suge Night. An einer roten Ampel fallen Schüsse. Suge Night wird am Kopf gestreift, Tupac treffen die Schüsse am Arm, am Bein und in der Brust. Sechs Tage später stirbt er an den Folgen. Sechs Monate später wird auch The Notorious B.I.G, genannt Biggie, erschossen. Zwischen Tupac und Biggie herrschte ein jahrelanger Streit. Bis heute ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien um beide Morde. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Jan Kawelke, Musikjournalist und Hip-Hop-Experte Staci Robinson: Tupac Shakur: The Authorized Biography. 2023 Unser Hörtipp: COSMO Machiavelli - Rap und Politik: https://1.ard.de/Machiavelli-Rap-und-Politik Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:
  • mit welchen letzten Worten Tupac einen Polizisten beleidigt,
  • auf wen Tupacs Name zurückgeht,
  • welche Lücke zwischen Gesetzen und Wirklichkeit in der afroamerikanischen Bevölkerung klafft,
  • wie Tupac die Härte des Gangsta-Rap mit Poesie, politischer Wut und großer Verletzlichkeit verbindet,
  • wie der Streit zwischen Tupac und Biggie zum Motor ihrer Karrieren wird.

Am 7. September 1996 besucht der Rapper Tupac in Las Vegas einen Boxkampf seines Freundes Mike Tyson. In der Lobby gerät Tupac in eine Prügelei mit Orlando Anderson, einem Mitglied der South Side Compton Crips. Tupac schlägt ihn nieder. Zwei Stunden später sitzt er als Beifahrer im Wagen seines Label-Managers Suge Night. An einer roten Ampel fallen Schüsse.

Suge Night wird am Kopf gestreift, Tupac treffen die Schüsse am Arm, am Bein und in der Brust. Sechs Tage später stirbt er an den Folgen. Sechs Monate später wird auch The Notorious B.I.G, genannt Biggie, erschossen. Zwischen Tupac und Biggie herrscht ein jahrelanger Streit. Bis heute ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien um beide Morde.

Orlando Anderson gilt als wahrscheinlichster Mörder Tupacs. Doch er wird nie angeklagt und stirbt selbst zwei Jahre später bei einer Schießerei. Dass der Fall nie vollständig aufgeklärt wird, liegt auch am sogenannten Code of the Streets - dem ungeschrieben Gesetz in den benachteiligten Vierteln Amerikas: Wer mit der Polizei redet, gilt als Verräter.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

Unser Hörtipp: Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Vassili Golod und unser Interviewpartner Jan Kawelke sprechen und streiten über diese Liebesgeschichte. Es geht um Menschen mit einer Stimme, um Menschen mit Macht: COSMO Machiavelli - Rap und Politik

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Erik Hlacer
Redaktion: Matti Hesse

Bayerns Robin Hood: Räuber Matthias "Hiasl" Klostermayr

Bayerns Robin Hood: Räuber Matthias "Hiasl" Klostermayr WDR Zeitzeichen 06.09.2026 14 Min. 41 Sek. Verfügbar bis 06.09.2099 WDR 5

Den einen ist er ein Volksheld, den anderen ein Verbrecher: Matthias Klostermayr raubt, wildert - und versorgt die Bauern mit Fleisch. Am 3.9.1771 wird er hingerichtet.

In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler wie Matthias Klostermeier zum Wilddieb wird, warum Landwirte Klostermeiers Dienste gerne in Anspruch nehmen, wie Klostermeier und seine Bande von Wilddieben zu Räubern und Mördern werden. Für die einen ist er ein Volksheld, eine Art Robin Hood, für die anderen ein Verbrecher. Und so ein wenig Recht haben bei diesem Streit um den Bayerischen Hiasl wahrscheinlich beide Seiten. Schon als Junge kann Matthias Klostermeier hervorragend schießen. Schon früh erlegt er seinen ersten Hirsch. Nun darf nicht jeder einfach Hirsche schießen. Jagen darf damals nur der Adel und der hohe Klerus. Klostermeier und seine Anhänger sind jedoch davon überzeugt, dass sie ein Recht auf das freie Wild haben. Aber schon bald beschränkt Klostermeier sich nicht mehr auf das Wildern. Die Hiasl-Bande raubt und plündert, überfällt Forst- und Wirtshäuser. Es gibt Tote. Im Dezember 1770 macht sich eine militärische Expedition auf die Suche nach dem Hiasl und seiner Bande. Am 14. Januar 1771 wird der Hiasl festgenommen. Er verpfeift alle seine Komplizen und Helfer und gesteht Räubereien, Landfriedensbrüche und Totschläge. Am 6. September 1771 wird Matthias Klostermeier hingerichtet - wobei der Henker mit großem Einfallsreichtum verschiedene, äußerst brutale Mittel anwendet. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Barbara Kurz vom historischen Förderverein Bayerischer Hiasl Kissing e.V. Hans Schelle: Der bayerische Hiasl. Lebensbild eines Volkshelden (Rosenheimer Raritäten). Rosenheim 1991 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Marko Rösseler Redaktion: Carolin Rückl, Matti Hesse, 2016 Michael Rüger Technik: Sarah Fitzek


In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:
  • woher Klostermeiers Spitzname Hiasl stammt,
  • wie Matthias Klostermeier zum Wilddieb wird,
  • warum Landwirte Klostermeiers Dienste gerne in Anspruch nehmen,
  • wie Klostermeier und seine Bande von Wilddieben zu Räubern und Mördern werden.

Für die einen ist er ein Volksheld, eine Art Robin Hood, für die anderen ein Verbrecher. Und so ein wenig Recht haben bei diesem Streit um den Bayerischen Hiasl wahrscheinlich beide Seiten. Schon als Junge kann Matthias Klostermeier hervorragend schießen. Schon früh erlegt er seinen ersten Hirsch. Nun darf nicht jeder einfach Hirsche schießen. Jagen darf damals nur der Adel und der hohe Klerus.

Klostermeier und seine Anhänger sind jedoch davon überzeugt, dass sie ein Recht auf das freie Wild haben. Und schon bald beschränkt Klostermeier sich nicht mehr auf das Wildern. Die Hiasl-Bande raubt und plündert, überfällt Forst- und Wirtshäuser. Es gibt Tote.

Im Dezember 1770 macht sich eine militärische Expedition auf die Suche nach dem Hiasl und seiner Bande. Am 14. Januar 1771 wird der Hiasl festgenommen. Er verpfeift alle seine Komplizen und Helfer und gesteht Räubereien, Landfriedensbrüche und Totschläge.

Am 6. September 1771 wird Matthias Klostermeier hingerichtet - wobei der Henker mit großem Einfallsreichtum zu verschiedenen, äußerst brutalen Mitteln greift.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Barbara Kurz vom historischen Förderverein Bayerischer Hiasl Kissing e.V.
  • Hans Schelle: Der bayerische Hiasl. Lebensbild eines Volkshelden (Rosenheimer Raritäten). Rosenheim 1991

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Autor: Marko Rösseler
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse
Technik: Sarah Fitzek

Der seltsame Fall des Monsieur Fouquet

Der seltsame Fall des Monsieur Fouquet WDR Zeitzeichen 05.09.2026 13 Min. 55 Sek. Verfügbar bis 05.09.2099 WDR 5

Ein rauschendes Fest in Vaux-le-Vicomte, ein Musketier und ein royaler Politthriller: Am 5. September 1661 lässt Ludwig XIV. seinen Finanzminister Nicolas Fouquet verhaften - der Auftakt zu einem spektakulären Schauprozess.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg, welche Rolle Jean-Baptiste Colbert beim politischen Sturz des Finanzministers spielt, weshalb ausgerechnet D’Artagnan den einst mächtigen Minister festnimmt und wie Fouquets Künstler und Ideen später Versailles prägen. Nicolas Fouquet steigt als Angehöriger des Amtsadels bis an die Spitze der französischen Finanzverwaltung auf. Mit Reichtum, Einfluss und einem spektakulären Schloss demonstriert er seine Stellung am Hof. Nach dem Tod Kardinal Mazarins hofft er auf weiteren politischen Aufstieg. Doch der junge Ludwig XIV. verfolgt eigene Pläne und will die Macht stärker in seiner Person bündeln. Während Frankreich unter gewaltigen Schulden leidet, wächst das Misstrauen des Königs gegenüber seinem Finanzminister. Hinter den Kulissen arbeitet ein Netzwerk aus Rivalen, Informanten und politischen Gegnern an Fouquets Sturz. Aus einem Machtkampf wird eines der spektakulärsten Gerichtsverfahren der französischen Geschichte, dessen Folgen weit über die Person des Ministers hinausreichen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Christine Howald (Fouquet-Expertin, stellvertretende Direktorin des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin) Christine Howald: Der Fall Nicolas Fouquet. Mäzenatentum als Mittel politischer Selbstdarstellung 1653-1661. Berlin 2011 Lothar Schilling: Das Jahrhundert Ludwigs XIV. Frankreich im Grand Siècle 1598-1715. Darmstadt 2010 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph Vormweg Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins Technik: Thomas Bleul


In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg:
  • wie Nicolas Fouquet mit Vaux-le-Vicomte das damals beeindruckendste Schloss Frankreichs errichten lässt,
  • welche Rolle Jean-Baptiste Colbert beim politischen Sturz des Finanzministers spielt,
  • weshalb ausgerechnet D’Artagnan den einst mächtigen Minister festnimmt,
  • wie Fouquets Künstler und Ideen später Versailles prägen.

Nicolas Fouquet steigt als Angehöriger des Amtsadels bis an die Spitze der französischen Finanzverwaltung auf. Mit Reichtum, Einfluss und einem spektakulären Schloss demonstriert er seine Stellung am Hof. Nach dem Tod Kardinal Mazarins hofft er auf weiteren politischen Aufstieg. Doch der junge Ludwig XIV. verfolgt eigene Pläne und will die Macht stärker in seiner Person bündeln.

Während Frankreich unter gewaltigen Schulden leidet, wächst das Misstrauen des Königs gegenüber seinem Finanzminister. Hinter den Kulissen arbeitet ein Netzwerk aus Rivalen, Informanten und politischen Gegnern an Fouquets Sturz. Aus einem Machtkampf wird eines der spektakulärsten Gerichtsverfahren der französischen Geschichte, dessen Folgen weit über die Person des Ministers hinausreichen.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Christine Howald (Fouquet-Expertin, stellvertretende Direktorin des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin)
  • Christine Howald: Der Fall Nicolas Fouquet. Mäzenatentum als Mittel politischer Selbstdarstellung 1653-1661. Berlin 2011
  • Lothar Schilling: Das Jahrhundert Ludwigs XIV. Frankreich im Grand Siècle 1598-1715. Darmstadt 2010
  • Olivier Bernier und Manfred Allié: Ludwig XIV. Eine Biographie. Zürich 1989
  • Leonhard Horowski: Die Belagerung des Thrones. Machtstrukturen und Karrieremechanismen am Hof von Frankreich 1661-1789. Ostfildern-Ruit 2012
  • Uwe Schultz: Der Herrscher von Versailles. Ludwig XIV. und seine Zeit. München 2006

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christoph Vormweg
Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins
Technik: Thomas Bleul

Mit entführter Crew auf See: Kapitän Jürgen Rickmers

Mit entführter Crew auf See: Kapitän Jürgen Rickmers WDR Zeitzeichen 04.09.2026 13 Min. 13 Sek. Verfügbar bis 04.09.2099 WDR 5

Wie viele Kapitäne seiner Zeit verliert Rickmers seine Crew an den Goldrausch. Wie viele entführt er sich eine neue - und überlebt mit ihr am 4.9.1851 knapp einen Taifun.

In diesem Zeitzeichen erzählt Finia Zoé Dienst, welche Geheimnisse 2011 in einer alten Seekiste auf Föhr entdeckt werden, was Shanghaien in der Seemannssprache bedeutet und wie brutal sich dieses Anheuern von Menschen zur Arbeit auf Schiffen entwickelt - und was der Untergang der Titanic mit dem Verbot des Shanghaiens zu tun hat. Jürgen Rickmers wächst auf Föhr auf, fährt schon als Jugendlicher zur See und wird früh Kapitän. Seine Reisen führen ihn in eine Welt des Umbruchs: Auswandererschiffe, Goldsucher, Bürgerkrieg und Fernhandel bestimmen seinen Alltag. Er greift dabei auch auf das Shanghaien zurück. Am 4. September 1851 überlebt Rückmers einen Taifun vor Hongkong. Danach feiert er diesen Tag jedes Jahr als seinen kleinen Geburtstag. Das Glück bleibt ihm treu: Mit 39 Jahren zieht er sich als wohlhabender Mann zurück. Er wird Dorfvorsteher auf Föhr, betreibt Ahnenforschung und kümmert sich um das Gemeinwohl. 1907 stirbt er mit 82 Jahren. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Bente Faust (Ururenkel von Jürgen Rickmers) Felix Schürmann (Historiker, u.a. mit Schwerpunkt der maritimen Geschichte) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Finia Zoé Dienst Redaktion: Carolin Rückl und David Rother Technik: Sascha Schiemann


In diesem Zeitzeichen erzählt Finia Zoé Dienst:
  • welche Geheimnisse 2011 in einer alten Seekiste auf Föhr entdeckt werden,
  • wie Kapitän Jürgen Rickmers im amerikanischen Bürgerkrieg zum Blockadebrecher wird,
  • was Shanghaien bedeutet und wie brutal sich dieses Anheuern von Menschen im 19. Jahrhundert entwickelt,
  • welcher fatale Zusammenhang zwischen Shanghaien und US-Recht besteht,
  • was der Untergang der Titanic mit dem Verbot des Shanghaiens zu tun hat.

Jürgen Rickmers wächst auf Föhr auf, fährt schon als Jugendlicher zur See und wird früh Kapitän. Seine Reisen führen ihn in eine Welt des Umbruchs: Auswandererschiffe, Goldsucher, Bürgerkrieg und Fernhandel bestimmen seinen Alltag. Er greift dabei auch auf das Shanghaien zurück.

Am 4. September 1851 überlebt Rückmers einen Taifun vor Hongkong. Danach feiert er diesen Tag jedes Jahr als seinen kleinen Geburtstag. Das Glück bleibt ihm treu: Mit 39 Jahren zieht er sich als wohlhabender Mann zurück. Er wird Dorfvorsteher auf Föhr, betreibt Ahnenforschung und kümmert sich um das Gemeinwohl. 1907 stirbt er mit 82 Jahren.

Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
  • Bente Faust (Ururenkel von Jürgen Rickmers)
  • Felix Schürmann (Historiker, u.a. mit Schwerpunkt der maritimen Geschichte)

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Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Finia Zoé Dienst
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother
Technik: Sascha Schiemann

San Marino: Standhaft gegenüber Napoleon, jahrhundertelang frei

San Marino: Standhaft gegenüber Napoleon, jahrhundertelang frei WDR Zeitzeichen 03.09.2026 14 Min. 26 Sek. Verfügbar bis 03.09.2099 WDR 5

Der Legende nach gründet Marinus seine Republik am 3.9.301. Er vermacht sie seinen Anhängern unter einer Bedingung: Sich niemals von Kirche und Königen abhängig zu machen.

In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe, was San Marino und Kempen im Allgäu gemeinsam haben, worin der Politiker Giovanni Vito Marcucci eines der Erfolgsrezepte San Marinos sieht und warum der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln ein Glückwunschtelegramm nach San Marino schickt. Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano. Da ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino. Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen. Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Thomas Weller, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz Lisa Weiß, Korrespondentin ARD-Studio Rom F riedrich Kochwasser: San Marino - die älteste und kleinste Republik der Welt. Herrenalb/Schwarzwald 1961 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Burkhard Hupe Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:
  • was San Marino und Kempen im Allgäu gemeinsam haben,
  • worin der Politiker Giovanni Vito Marcucci eines der Erfolgsrezepte San Marinos sieht,
  • dass die meisten Italiener kaum etwas über den Mikro-Staat im eigenen Land wissen,
  • wodurch der Präsident des nationalen Bankenverbands unter Druck gerät,
  • warum der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln ein Glückwunschtelegramm nach San Marino schickt.

Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano im Gebiet der heutigen Apenninen. Damals ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino.

Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen.
Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Thomas Weller, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz
  • Lisa Weiß, Korrespondentin ARD-Studio Rom
  • Friedrich Kochwasser: San Marino - die älteste und kleinste Republik der Welt. Herrenalb/Schwarzwald 1961
  • Phoenix: Europas Kleinstaaten Teil 5 - San Marino - Berg der braven Bürger. 2014

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Burkhard Hupe
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

Großer Brand von London: Eine Katastrophe wird nationaler Mythos

Großer Brand von London: Eine Katastrophe wird nationaler Mythos WDR Zeitzeichen 02.09.2026 14 Min. 51 Sek. Verfügbar bis 02.09.2099 WDR 5

Ab dem 2.9.1666 brennt London vier Tage lang. Die Stadt liegt in Asche, Hunderttausende sind obdachlos - doch in Erinnerung bleiben nicht Chaos und Zerstörung.

In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer wodurch das große Feuer zusätzlich beschleunigt wird, mit welcher Entscheidung König Charles II. eine noch weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und warum der Augenzeuge Samuel Pepys ein Stück Parmesankäse im Garten vergräbt. In der Nacht zum 2. September 1666 bricht in einer Londoner Bäckerei ein verheerender Brand aus. Drei Tage wütet das Feuer im Herzen der Stadt und legt nicht nur etwa 13.000 Häuser und Gebäude in Schutt und Asche, sondern auch annähernd 90 Kirchen. Fast die gesamte Stadt nördlich der Themse liegt in qualmenden Trümmern. Mehr als 100.000 Menschen verlieren ihr Zuhause und hausen in selbstgebauten Zelten und Hütten vor den Toren der Stadt. Wie durch ein Wunder kommen bei dem Inferno wohl nur wenige Menschen ums Leben - in vielen Berichten ist von sechs oder neun die Rede. Für einen kurzen Moment steht nach der Katastrophe das öffentliche Leben in London still - doch kaum sind die letzten Brandnester gelöscht, beginnen die Aufräumarbeiten - in atemberaubender Geschwindigkeit errichten die Londoner ihre Stadt neu, diesmal aus Stein und Ziegeln und nicht mit leicht entflammbarem Holz. Das ist unsere wichtigste Quelle: Jacob Field: London, Londoners and the Great Fire of 1666. London 2017 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Herwig Katzer Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer:
  • wodurch das große Feuer zusätzlich beschleunigt wird,
  • wie Bürgermeister Thomas Bludworth die Lage unterschätzt,
  • mit welcher Entscheidung König Charles II. eine noch weitere Ausbreitung des Feuers verhindert,
  • warum der Augenzeuge Samuel Pepys ein Stück Parmesankäse im Garten vergräbt.

In der Nacht zum 2. September 1666 bricht in einer Londoner Bäckerei ein verheerender Brand aus. Drei Tage wütet das Feuer im Herzen der Stadt und legt nicht nur etwa 13.000 Häuser und Gebäude in Schutt und Asche, sondern auch annähernd 90 Kirchen. Fast die gesamte Stadt nördlich der Themse liegt in qualmenden Trümmern.

Mehr als 100.000 Menschen verlieren ihr Zuhause und hausen in selbstgebauten Zelten und Hütten vor den Toren der Stadt. Wie durch ein Wunder kommen bei dem Inferno wohl nur wenige Menschen ums Leben - in vielen Berichten ist von sechs oder neun die Rede.

Für einen kurzen Moment steht nach der Katastrophe das öffentliche Leben in London still - doch kaum sind die letzten Brandnester gelöscht, beginnen die Aufräumarbeiten - in atemberaubender Geschwindigkeit errichten die Londoner ihre Stadt neu, diesmal aus Stein und Ziegeln und nicht mit leicht entflammbarem Holz.

Das ist unsere wichtigste Quelle:
  • Jacob Field: London, Londoners and the Great Fire of 1666. London 2017

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Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
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Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Herwig Katzer
Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins

Vom Khanat zum Zarenreich: Die russische Eroberung Sibiriens

Vom Khanat zum Zarenreich: Die russische Eroberung Sibiriens WDR Zeitzeichen 01.09.2026 14 Min. 45 Sek. Verfügbar bis 01.09.2099 WDR 5

Am 1.9.1581 zieht der Kosak Jermak Timofejew mit einem Söldner-Trupp los Richtung Sibirien. Aus einem Streit unter Nachbarn wird die Eroberung eines halben Kontinents.

In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen, wie eine kleine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt, weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold und welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat. 13 Millionen Quadratkilometer, endlose Wälder, gewaltige Flüsse und enorme Rohstoffvorkommen: Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden. Doch Ende des 16. Jahrhunderts ist die Region noch kein Teil des russischen Reiches. Als der Kosakenführer Jermak im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow nach Osten zieht, beginnt eine Entwicklung von historischer Tragweite. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Interessen. Das begehrte "weiche Gold" der Pelze treibt Händler, Abenteurer und Herrscher an. Aus einzelnen Forts entlang großer Flüsse wächst ein Netz russischer Macht, das sich innerhalb weniger Generationen bis an den Pazifik ausdehnt. Die Geschichte dieser Landnahme ist zugleich eine Geschichte von Entdeckungen, Härten, Widerstand und kolonialer Gewalt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Sören Urbansky (Historiker) Alexander Etkind: Internal Colonisation. Russia’s Imperial Experience. Cambridge 2011 Marina Mogilner et al.: A New Imperial History of Northern Eurasia, 600-1700. From Russian to Global History. Bloomsbury 2025 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uli Hufen Redaktion: Sefa Inci Suvak, Christoph Tiegel Technik: Christine Reinartz


In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen:
  • wie eine kleine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt,
  • weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold,
  • warum Zar Iwan IV. den Feldzug zunächst ablehnt und später belohnt,
  • wie Kosaken innerhalb weniger Jahrzehnte bis an den Pazifik gelangen,
  • welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat.

13 Millionen Quadratkilometer, endlose Wälder, gewaltige Flüsse und enorme Rohstoffvorkommen: Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden. Doch Ende des 16. Jahrhunderts ist die Region noch kein Teil des russischen Reiches. Als der Kosakenführer Jermak im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow nach Osten zieht, beginnt eine Entwicklung von historischer Tragweite.

Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Interessen. Das begehrte "weiche Gold" der Pelze treibt Händler, Abenteurer und Herrscher an. Aus einzelnen Forts entlang großer Flüsse wächst ein Netz russischer Macht, das sich innerhalb weniger Generationen bis an den Pazifik ausdehnt. Die Geschichte dieser Landnahme ist zugleich eine Geschichte von Entdeckungen, Härten, Widerstand und kolonialer Gewalt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Sören Urbansky (Historiker)
  • Alexander Etkind: Internal Colonisation. Russia’s Imperial Experience. Cambridge 2011
  • Marina Mogilner et al.: A New Imperial History of Northern Eurasia, 600-1700. From Russian to Global History. Bloomsbury 2025
  • Dittmar Dahlmann: Sibirien. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Brill 2009
  • Basil Dmytryshyn: Russia’s Conquest of Siberia 1558-1700. A Documentary Record. Oregon 1985
  • Sören Urbansky und Martin Wagner: China und Russland. Kurze Geschichte einer langen Beziehung. Berlin 2025

Weiterführende Links:

Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Uli Hufen
Redaktion: Sefa Inci Suvak, Christoph Tiegel

Vitus Bering: Wie der Entdecker Asien klar von Amerika trennte

Vitus Bering: Wie der Entdecker Asien klar von Amerika trennte WDR Zeitzeichen 31.08.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 31.08.2099 WDR 5

Getauft wird der Däne Vitus Bering im August 1681. Seine Expeditionen in russischem Auftrag erschließen den Nordpazifik. Die letzte endet tödlich auf einer einsamen Insel.

In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath, wie ein dänischer Seemann in russischen Diensten zum Leiter gewaltiger Forschungsreisen wird, warum die Suche nach einer Verbindung zwischen Asien und Amerika Zar Peter den Großen antreibt und wie eine Expedition in den Nordpazifik in einer Katastrophe endet und Geschichte schreibt. Die Namen Beringsee, Beringstraße und Beringinsel sind bis heute bekannt. Der Mann dahinter gerät dagegen lange Zeit fast in Vergessenheit. Dabei führt ihn sein Weg von Dänemark über die russische Marine bis an die Grenzen der damals bekannten Welt. Die Zweite Kamtschatka-Expedition wird Bering berühmt machen. Nach Jahren der Vorbereitung erreicht seine Mannschaft 1741 die Küste Alaskas. An Bord kommt es zum Konflikt zwischen dem vorsichtigen Expeditionsleiter und dem ehrgeizigen Naturforscher Georg Wilhelm Steller. Auf der Rückreise schlagen Stürme, Krankheit und Hunger zu. Die Folgen prägen die Geschichte des Nordpazifiks weit über Berings Tod hinaus. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Gudrun Bucher (Sachbuchautorin, Ethnologin und Historikerin, Universität Tübingen) Heike Heklau (Biologin, stellvertretende Vorsitzende der Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft, Halle) G. W. Steller: Die Entdeckung Alaskas mit Kapitän Bering: Von Sibirien nach Amerika 1741-1742. Lenningen 2013 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Kath Redaktion: Christoph Tiegel, Sefa Inci Suvak Technik: Sarah Fitzek


In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath:
  • wie ein dänischer Seemann in russischen Diensten zum Leiter gewaltiger Forschungsreisen wird,
  • warum die Suche nach einer Verbindung zwischen Asien und Amerika Zar Peter den Großen antreibt,
  • weshalb Georg Wilhelm Steller und Vitus Bering auf Alaska-Kurs heftig aneinandergeraten,
  • mit welchem logistischen Kraftakt Tausende Menschen ganz Sibirien durchqueren,
  • wie eine Expedition in den Nordpazifik in einer Katastrophe endet und Geschichte schreibt.

Die Namen Beringsee, Beringstraße und Beringinsel sind bis heute bekannt. Der Mann dahinter gerät dagegen lange Zeit fast in Vergessenheit. Dabei führt ihn sein Weg von Dänemark über die russische Marine bis an die Grenzen der damals bekannten Welt.

Die Zweite Kamtschatka-Expedition wird Bering berühmt machen. Nach Jahren der Vorbereitung erreicht seine Mannschaft 1741 die Küste Alaskas. An Bord kommt es zum Konflikt zwischen dem vorsichtigen Expeditionsleiter und dem ehrgeizigen Naturforscher Georg Wilhelm Steller. Auf der Rückreise schlagen Stürme, Krankheit und Hunger zu. Die Folgen prägen die Geschichte des Nordpazifiks weit über Berings Tod hinaus.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Gudrun Bucher (Sachbuchautorin, Ethnologin und Historikerin, Universität Tübingen)
  • Heike Heklau (Biologin, stellvertretende Vorsitzende der Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft, Halle)
  • Gudrun Bucher: Die Entdeckung des Nordpazifiks. Eine Geschichte in 44 Objekten. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2017
  • Orcutt Frost: Bering. The Russian Discovery of America. Yale University Press. New Haven/London 2003
  • Georg Wilhelm Steller: Die Entdeckung Alaskas mit Kapitän Bering. Von Sibirien nach Amerika 1741-1742. Lenningen 2013

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Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Andrea Kath
Redaktion: Christoph Tiegel, Sefa Inci Suvak
Technik: Sarah Fitzek

Als Rom am größten war: Ein Reich von Britannien bis Persien

Als Rom am größten war: Ein Reich von Britannien bis Persien WDR Zeitzeichen 30.08.2026 14 Min. 18 Sek. Verfügbar bis 30.08.2099 WDR 5

Als "bester Fürst" wird Roms Kaiser Trajan verehrt - unter ihm erreicht das Imperium im Jahr 116 seine größte Ausdehnung. Der Erfolg ist nur von kurzer Dauer - und genießen kann Trajan ihn auch nicht.

In diesem Zeitzeichen erzählt Helene Pawlitzki, warum Expansion für die Römer als nahezu selbstverständliches Staatsziel gilt, warum die Eroberungen von Kaiser Trajan zwar spektakulär, aber nur schwer dauerhaft zu sichern sind, weshalb Trajan noch Jahrhunderte nach seinem Tod als vorbildlicher Kaiser gilt. Als Trajan im Jahr 116 den Persischen Golf erreicht, scheint die römische Expansion ihren Höhepunkt gefunden zu haben. Für viele Zeitgenossen erfüllt sich damit ein Anspruch, der tief in der römischen Selbstwahrnehmung verwurzelt ist: die Herrschaft über die bekannte Welt. Doch Größe hat ihren Preis. Die Versorgung der Legionen, die Verwaltung entfernter Provinzen und wiederkehrende Aufstände zeigen die Grenzen römischer Macht. Gerade in dem Moment, als das Imperium seine größte Ausdehnung erreicht, wird deutlich, wie schwierig es ist, ein solches Reich dauerhaft zusammenzuhalten. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. phil. Jörg Fündling (Althistoriker an der RWTH Aachen) Tilmann Bechert et al. (Hg.): Die Provinzen des Römischen Reiches. Einführung und Überblick. Mainz 1999 Jörg Fündling: Kaiser von morgens bis abends. Ein Tag an der Spitze des Römischen Reichs. Darmstadt 2009 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Helene Pawlitzki Redaktion: Hildegard Schulte, Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Helene Pawlitzki:
  • warum Expansion für die Römer als nahezu selbstverständliches Staatsziel gilt,
  • weshalb manche Gebiete für Rom attraktiv sind und andere bewusst außerhalb des Imperiums bleiben sollen,
  • wie Handel, Infrastruktur und Alltagskultur das Leben in den Provinzen verändern,
  • warum die Eroberungen Trajans zwar spektakulär, aber nur schwer dauerhaft zu sichern sind,
  • weshalb Kaiser Trajan noch Jahrhunderte nach seinem Tod als vorbildlicher Kaiser gilt.

Als Kaiser Trajan im Jahr 116 den Persischen Golf erreicht, scheint die römische Expansion ihren Höhepunkt gefunden zu haben. Für viele Zeitgenossen erfüllt sich damit ein Anspruch, der tief in der römischen Selbstwahrnehmung verwurzelt ist: die Herrschaft über die bekannte Welt.

Doch Größe hat ihren Preis. Die Versorgung der Legionen, die Verwaltung entfernter Provinzen und wiederkehrende Aufstände zeigen die Grenzen römischer Macht. Gerade in dem Moment, als das Imperium seine größte Ausdehnung erreicht, wird deutlich, wie schwierig es ist, ein solches Reich dauerhaft zusammenzuhalten.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. phil. Jörg Fündling (Althistoriker an der RWTH Aachen)
  • Tilmann Bechert (Hg.): Die Provinzen des Römischen Reiches. Einführung und Überblick. Mainz 1999
  • Jörg Fündling: Kaiser von morgens bis abends. Ein Tag an der Spitze des Römischen Reichs. Darmstadt 2009

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Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Helene Pawlitzki
Redaktion: Hildegard Schulte, Frank Zirpins

Der erste Rockstar ist ein Country-Musiker: Hank Williams

Der erste Rockstar ist ein Country-Musiker: Hank Williams WDR Zeitzeichen 29.08.2026 14 Min. 39 Sek. Verfügbar bis 29.08.2099 WDR 5

Mit "Hey, good lookin'" erobert Hank Williams am 29.8.1951 die Spitze der Country-Charts. Der Song macht ihn zum Super-Star. Zwei Jahre vor seinem tragisch frühen Tod.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christopher Heimer, wie ein Straßenmusiker namens Rufus Payne den jungen Hank Williams musikalisch prägt, wie seine einfachen Drei-Akkord-Songs Generationen von Rockmusikern beeinflussen und weshalb sein Tod auf dem Rücksitz eines Cadillac den Mythos Hank Williams bis heute verstärkt. Der erste Rockstar der Musikgeschichte trägt weder Lederjacke noch Sonnenbrille - er ist ein dürrer Schlaks mit Cowboyhut und weißen Maßanzügen. Hank Williams wird nur 29 Jahre alt, doch er beeinflusst mit seinem Country auf der Akustikgitarre Musiker von Elvis Presley bis Bruce Springsteen. Für Bob Dylan hat er die "Regeln des poetischen Songwritings" verfasst. Als "Hey, Good Lookin'" die Spitze der Billboard-Country-Charts erreicht, steht Hank Williams auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Doch hinter dem Erfolg stehen gesundheitliche Probleme, Alkoholmissbrauch und ein Leben unter Dauerstress. Als der Musiker an Neujahr 1953 stirbt, beginnt die Legendenbildung um sein Leben. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Stefan Kleinkrieg (Musiker, Gründungsmitglied von Extrabreit) Colin Escott: I Saw The Light – The Story of Hank Williams. London 2015 Mark Ribowsky: Hank. New York 2017 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christopher Heimer Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Christopher Heimer:
  • wie ein Straßenmusiker namens Rufus Payne den jungen Hank Williams musikalisch prägt,
  • warum er Themen wie Herzschmerz, Schuld und Scheitern in den Country bringt,
  • wie seine einfachen Drei-Akkord-Songs Generationen von Rockmusikern beeinflussen,
  • wie viele Coverversionen es von "Hey, Good Lookin'" gibt,
  • weshalb sein Tod auf dem Rücksitz eines Cadillac den Mythos Hank Williams bis heute verstärkt.

Der erste Rockstar der Musikgeschichte trägt weder Lederjacke noch Sonnenbrille – er ist ein dürrer Schlaks mit Cowboyhut und weißen Maßanzügen. Hank Williams wird nur 29 Jahre alt, doch er beeinflusst mit seinem Country auf der Akustikgitarre Musiker von Elvis Presley bis Bruce Springsteen. Für Bob Dylan hat er die "Regeln des poetischen Songwritings" verfasst.

Als "Hey, Good Lookin'" die Spitze der Billboard-Country-Charts erreicht, steht Hank Williams auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Doch hinter dem Erfolg stehen gesundheitliche Probleme, Alkoholmissbrauch und ein Leben unter Dauerstress. Als der Musiker an Neujahr 1953 stirbt, beginnt die Legendenbildung um sein Leben.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Stefan Kleinkrieg (Musiker, Gründungsmitglied von Extrabreit)
  • Colin Escott: I Saw The Light. The Story of Hank Williams. London 2015
  • Mark Ribowsky: Hank. New York 2017

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christopher Heimer
Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse

Ein Kino-Pionier verschwindet: Die Tragödie des Louis Le Prince

Ein Kino-Pionier verschwindet: Die Tragödie des Louis Le Prince WDR Zeitzeichen 28.08.2026 14 Min. 38 Sek. Verfügbar bis 28.08.2099 WDR 5

Am 28.8.1841 wird der Erfinder Louis Le Prince geboren. Jahrzehnte vor Edison filmt er die Welt und verschwindet 1890 im Zug. Was bleibt von dem fast vergessenen Kino-Pionier?

In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Seebaum, weshalb Le Prince seine Erfindung zwischen Leeds, Paris und New York entwickelt, weshalb sich die Geburt des Kinos nicht auf einen einzigen Erfinder reduzieren lässt und welche Spekulationen es zu seinem plötzlichen Verschwinden gibt. Nur wenige Sekunden lang sind die Aufnahmen, die Louis Le Prince Ende des 19. Jahrhunderts festhält. Dennoch markieren sie einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Kino. Der aus Frankreich stammende Erfinder arbeitet jahrelang daran, Bilder nicht nur festzuhalten, sondern sie auch in Bewegung zu zeigen. Seine Experimente führen ihn durch mehrere Länder und in unterschiedliche technische wie künstlerische Milieus. Während andere Namen später Filmgeschichte schreiben, gerät Le Prince lange in Vergessenheit. Dazu trägt auch bei, dass sein Lebensweg kurz vor einer wichtigen Präsentation eine unerwartete Wendung nimmt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Andrea Haller (DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) Christopher Rawlence: Warum verschwand Augustin Le Prince? – Die mysteriöse Geschichte des Erfinders der bewegten Bilder. Köln 1991 Nat Segnit: Who Killed Louis Le Prince? In: Harper’s Magazine, April 2022 David Nicholas Wilkinson (Regie): The First Film. Dokumentation. Großbritannien 2015 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Seebaum Redaktion: Emily Jeuckens und Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Seebaum:
  • weshalb Le Prince seine Erfindung zwischen Leeds, Paris und New York entwickelt,
  • weshalb sich die Geburt des Kinos nicht auf einen einzigen Erfinder reduzieren lässt,
  • welche Rolle die Laterna Magica und Panorama-Schauen dabei spielen,
  • warum Le Prince trotz bahnbrechender Erfolge kaum als Film-Erfinder bekannt wird,
  • welche Spekulationen es zu seinem plötzlichen Verschwinden gibt.

Nur wenige Sekunden lang sind die Aufnahmen, die Louis Le Prince Ende des 19. Jahrhunderts festhält. Dennoch markieren sie einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Kino. Der aus Frankreich stammende Erfinder arbeitet jahrelang daran, Bilder nicht nur festzuhalten, sondern sie auch in Bewegung zu zeigen.

Seine Experimente führen ihn durch mehrere Länder und in unterschiedliche technische wie künstlerische Milieus. Während andere Namen später Filmgeschichte schreiben, gerät Le Prince lange in Vergessenheit. Dazu trägt auch bei, dass sein Lebensweg kurz vor einer wichtigen Präsentation eine unerwartete Wendung nimmt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Andrea Haller (DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum)
  • Christopher Rawlence: Warum verschwand Augustin Le Prince? – Die mysteriöse Geschichte des Erfinders der bewegten Bilder. Köln 1991
  • Nat Segnit: Who Killed Louis Le Prince? In: Harper’s Magazine, April 2022
  • David Nicholas Wilkinson (Regie): The First Film. Dokumentation. Großbritannien 2015

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christian Seebaum
Redaktion: Emily Jeuckens und Sefa Inci Suvak

Der 38-Minuten-Krieg: Sansibar gegen Großbritannien

Der 38-Minuten-Krieg: Sansibar gegen Großbritannien WDR Zeitzeichen 27.08.2026 14 Min. 37 Sek. Verfügbar bis 27.08.2099 WDR 5

Am Morgen des 27.8.1896 eröffnet die britische Royal Navy das Feuer auf Sansibar. Der kürzeste Krieg der Geschichte wird 500 Tote und Verletzte fordern und den Inselstaat grundlegend verändern.

In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Henning, wie die omanische Herrscherfamilie Bu-Said Sansibar zu einem Handelszentrum im Indischen Ozean macht, warum sich Großbritannien immer stärker in die Machtkämpfe der Sultansfamilie einmischt, wie genau der kürzeste Krieg der Geschichte abläuft. Weiße Strände und Gewürzplantagen machen Sansibar im 19. Jahrhundert zu einem wohlhabenden Knotenpunkt zwischen Afrika, Arabien und Indien. Omans Herrscherfamilie Bu-Said profitiert vom internationalen Handel und baut ihren Einfluss entlang der ostafrikanischen Küste aus. Gleichzeitig wachsen innerhalb der Familie Rivalitäten, die immer wieder zu Konflikten führen. Als 1896 der amtierende Sultan Hamad stirbt, nutzt sein Neffe Khalid die Gelegenheit und besetzt den Palast. Für Großbritannien ist das inakzeptabel. Die Insel liegt an einer strategisch wichtigen Seeroute, und London betrachtet Sansibar längst als Teil seiner Einflusszone. Es kommt zum Angriff. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Michael Pesek (Afrika-Historiker, Humboldt-Universität zu Berlin) Kevin Patience: Zanzibar and the Shortest War in History. Bahrain 1994 Emily Ruete: Leben im Sultanspalast - Memoiren aus dem 19. Jahrhundert. Hamburg 2013 James Rennell Rodd: Social and Diplomatic - Memories. Charleston 2026 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martin Henning Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak Technik: Thomas Bleul


In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Henning:
  • wie die omanische Herrscherfamilie Bu-Said Sansibar zu einem Handelszentrum im Indischen Ozean macht,
  • warum sich Großbritannien immer stärker in die Machtkämpfe der Sultansfamilie einmischt,
  • welche Rolle Sklavenhandel, Gewürzexport und Kolonialpolitik für den Konflikt spielen,
  • wie Khalid bin Barghash trotz britischer Warnungen nach dem Thron greift,
  • wie genau der kürzeste Krieg der Geschichte abläuft.

Weiße Strände und Gewürzplantagen machen Sansibar im 19. Jahrhundert zu einem wohlhabenden Knotenpunkt zwischen Afrika, Arabien und Indien. Omans Herrscherfamilie Bu-Said profitiert vom internationalen Handel und baut ihren Einfluss entlang der ostafrikanischen Küste aus.

Gleichzeitig wachsen innerhalb der Familie Rivalitäten, die immer wieder zu Konflikten führen. Als 1896 der amtierende Sultan Hamad stirbt, nutzt sein Neffe Khalid die Gelegenheit und besetzt den Palast. Für Großbritannien ist das inakzeptabel. Die Insel liegt an einer strategisch wichtigen Seeroute, und London betrachtet Sansibar längst als Teil seiner Einflusszone. Es kommt zum Angriff.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Michael Pesek (Afrika-Historiker, Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Kevin Patience: Zanzibar and the Shortest War in History. Bahrain 1994
  • Emily Ruete: Leben im Sultanspalast - Memoiren aus dem 19. Jahrhundert. Hamburg 2013
  • James Rennell Rodd: Social and Diplomatic - Memories. Charleston 2026

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Martin Henning
Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak
Technik: Thomas Bleul

70 Jahre Bravo: Wie ein Heft Jugendkultur prägte

70 Jahre Bravo: Wie ein Heft Jugendkultur prägte WDR Zeitzeichen 26.08.2026 14 Min. 46 Sek. Verfügbar bis 26.08.2099 WDR 5

Die Bravo gibt der Jugend Idole, Orientierung und eine eigene Identität - und verdient damit nicht nur selbst viel Geld. Am 26.8.1956 erscheint die erste Ausgabe.

In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Halter, wie die BRAVO Jugendliche erstmals selbst darüber entscheiden lässt, welche Stars und Themen wichtig sind, wie Fotograf Bubi Heilemann den Look moderner Popstars mitprägt und warum die Dr.-Sommer-Beratung für viele Jugendliche zum vertrauten Ansprechpartner wird. Aus der eher braven "Zeitschrift für Film und Fernsehen" entwickelt sich binnen weniger Jahre ein Medium, das die Wünsche einer neuen Generation erkennt und bedient. Die BRAVO begleitet das Wirtschaftswunder, den Siegeszug von Rock’n’Roll und die Entstehung einer eigenständigen Jugendkultur. Mit Starschnitten, exklusiven Schallplattenbeilagen, großen Konzertaktionen und prominenten Gesichtern schafft die Redaktion eine eigene Erlebniswelt. Gleichzeitig zieht mit der Dr.-Sommer-Beratung eine Form der sexuellen Aufklärung in die Kinder- und Jugendzimmer ein, die für viele Familien damals ungewohnt ist. Am Ende steht die Frage, was die BRAVO für Generationen von Jugendlichen eigentlich war: Zeitschrift, Marktmacht oder Zufluchtsort auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Bubi Heilemann, Fotograf, "Das Auge der BRAVO" Joey und Angelo Kelly, Musiker Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Halter Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Halter:
  • wie die BRAVO Jugendliche erstmals selbst darüber entscheiden lässt, welche Stars und Themen wichtig sind,
  • weshalb die Beatles-Tournee trotz finanzieller Probleme zum publizistischen Triumph wird,
  • wie Fotograf Bubi Heilemann den Look moderner Popstars mitprägt,
  • warum das Dr.-Sommer-Team für viele Jugendliche zum vertrauten Ansprechpartner wird,
  • wie die BRAVO zwischen Traumfabrik, Geschäft und Lebenshilfe balanciert.

Aus der eher braven "Zeitschrift für Film und Fernsehen" entwickelt sich binnen weniger Jahre ein Medium, das die Wünsche einer neuen Generation erkennt und bedient. Die BRAVO begleitet das Wirtschaftswunder, den Siegeszug von Rock'n'Roll und die Entstehung einer eigenständigen Jugendkultur.

Mit Starschnitten, exklusiven Schallplattenbeilagen, großen Konzertaktionen und prominenten Gesichtern schafft die Redaktion eine eigene Erlebniswelt. Gleichzeitig zieht mit der Dr.-Sommer-Beratung eine Form der sexuellen Aufklärung in die Kinder- und Jugendzimmer ein, die für viele Familien damals ungewohnt ist. Am Ende steht die Frage, was die BRAVO für Generationen von Jugendlichen eigentlich war: Zeitschrift, Marktmacht oder Zufluchtsort auf dem Weg ins Erwachsenenleben.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Bubi Heilemann (Fotograf, "Auge der BRAVO")
  • Joey und Angelo Kelly (Musiker)

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Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Andrea Halter
Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak

Ordentlich Dampf auf dem Kessel bei Denis Papin

Ordentlich Dampf auf dem Kessel bei Denis Papin WDR Zeitzeichen 25.08.2026 14 Min. 49 Sek. Verfügbar bis 25.08.2099 WDR 5

Ein französischer Entwickler präsentiert am 25. August 1681 in London seinen Dampfkochtopf - der große Knall bleibt aus.

In diesem Zeitzeichen erzählen Markus Harmann und Joachim Heinz, wie ein Sicherheitsventil den Dampfkochtopf überhaupt erst alltagstauglich macht, weshalb Knochen, Geweihe und sogar Schildkrötenpanzer in Papins Apparat landen und wie aus Forschungen zu Druck und Dampf eine frühe Dampfmaschine entsteht. Denis Papin gilt als Arzt, Mathematiker, Physiker und Erfinder zugleich. Seine Laufbahn führt ihn durch die europäischen Wissenschaftszentren seiner Zeit. In London, Venedig, Marburg und Kassel arbeitet er an den großen Fragen von Druck, Vakuum und Technik. Als Papin seinen Dampfdrucktopf vor Gelehrten präsentiert, sorgt die Erfindung für Aufsehen. Doch der Kochtopf bleibt nur ein Teil seines Wirkens. Der Forscher konstruiert Tauchboote, entwickelt Pumpen und schafft mit seiner Kolbendampfmaschine eine technische Grundlage, die weit über seine Lebenszeit hinauswirkt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Bérénice Tarcher (Stadtführerin im französischen Val de Loire) Heinz Jänsch (Physikprofessor, Philipps-Universität Marburg) Denis Papin: A new Digester or Engine for softening Bones. London 1681 William Bray: The Diary of John Evelyn. London 1901 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autoren: Markus Harmann, Joachim Heinz Redaktion: Emily Jeuckens, Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählen Markus Harmann und Joachim Heinz:
  • wie ein Sicherheitsventil den Dampfkochtopf überhaupt erst alltagstauglich macht,
  • warum Papin als Hugenotte seine französische Heimat dauerhaft hinter sich lässt,
  • weshalb Knochen, Geweihe und sogar Schildkrötenpanzer in seinem Apparat landen,
  • wie aus Forschungen zu Druck und Dampf eine frühe Dampfmaschine entsteht,
  • weshalb Papin lange in Vergessenheit gerät, obwohl sein Erbe bis heute fortlebt.

Denis Papin gilt als Arzt, Mathematiker, Physiker und Erfinder zugleich. Seine Laufbahn führt ihn durch die europäischen Wissenschaftszentren seiner Zeit. In London, Venedig, Marburg und Kassel arbeitet er an den großen Fragen von Druck, Vakuum und Technik.

Als Papin seinen Dampfdrucktopf vor Gelehrten präsentiert, sorgt die Erfindung für Aufsehen. Doch der Kochtopf bleibt nur ein Teil seines Wirkens. Der Forscher konstruiert Tauchboote, entwickelt Pumpen und schafft mit seiner Kolbendampfmaschine eine technische Grundlage, die weit über seine Lebenszeit hinauswirkt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Bérénice Tarcher (Stadtführerin im französischen Val de Loire)
  • Heinz Jänsch (Physikprofessor, Philipps-Universität Marburg)
  • Sophie Gerber (Kuratorin und Kustodin, Technisches Museum Wien)
  • Denis Papin: A new Digester or Engine for softening Bones. London 1681
  • William Bray: The Diary of John Evelyn. London 1901
  • Karsten Porezag, Mitglied der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt, arbeitet seit neun Jahren an einer umfangreichen Biografie zu Denis Papin, die 2027 oder 2028 erscheinen soll.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autoren: Markus Harmann, Joachim Heinz
Redaktion: Emily Jeuckens, Sefa Inci Suvak

Pluto: Kosmischer Außenseiter und Planet der Herzen

Pluto: Kosmischer Außenseiter und Planet der Herzen WDR Zeitzeichen 24.08.2026 14 Min. 42 Sek. Verfügbar bis 24.08.2099 WDR 5

Am 24.8.2006 verliert Pluto seinen Status als Planet. Der Himmelskörper bewegt Fans und Forscher - und entfacht eine anhaltende Debatte, was einen Planeten ausmacht.

In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger, warum die Entdeckung des Himmelskörpers Eris die Planetendefinition ins Wanken bringt, weshalb Astronomen in Prag 2006 erbittert über die Zahl der Planeten streiten und warum ein elfjähriges Mädchen den Namen "Pluto" vorschlägt. Pluto gilt lange als neunter Planet unseres Sonnensystems. Doch als immer mehr ähnliche Objekte im äußeren Sonnensystem entdeckt werden, gerät die alte Ordnung unter Druck. Auf der Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Prag wird deshalb über eine neue Definition des Begriffs "Planet" abgestimmt. Plutos Geschichte beginnt schon vor seiner spektakulären Entdeckung durch Clyde Tombaugh im Jahr 1930 und führt zu einer Debatte, die bis heute nicht vollständig verstummt ist. Selbst aktuelle Stimmen aus der Raumfahrt stellen die Entscheidung von 2006 noch infrage. Das ist unsere wichtigste Interviewpartnerin: Prof. Dr. Susanne Hüttemeister (Leiterin des Planetariums Bochum) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger:
  • warum die Entdeckung des Himmelskörpers Eris die Planetendefinition ins Wanken bringt,
  • weshalb Astronomen in Prag 2006 erbittert über die Zahl der Planeten streiten,
  • wie der junge Farmersohn Clyde Tombaugh Pluto aufspürt,
  • warum ein elfjähriges Mädchen den Namen "Pluto" vorschlägt,
  • welche Überraschungen die Raumsonde "New Horizons" auf dem fernen Himmelskörper entdeckt.

Pluto gilt lange als neunter Planet unseres Sonnensystems. Doch als immer mehr ähnliche Objekte im äußeren Sonnensystem entdeckt werden, gerät die alte Ordnung unter Druck. Auf der Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Prag wird deshalb über eine neue Definition des Begriffs "Planet" abgestimmt.

Plutos Geschichte beginnt schon vor seiner spektakulären Entdeckung durch Clyde Tombaugh im Jahr 1930 und führt zu einer Debatte, die bis heute nicht vollständig verstummt ist. Selbst aktuelle Stimmen aus der Raumfahrt stellen die Entscheidung von 2006 noch infrage.

Das ist unsere wichtigste Interviewpartnerin:
  • Prof. Dr. Susanne Hüttemeister (Leiterin des Planetariums Bochum)

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Autor: Ralph Erdenberger
Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak

Aus der "Operation Marriage" entsteht 1946 Nordrhein-Westfalen

Aus der "Operation Marriage" entsteht 1946 Nordrhein-Westfalen WDR Zeitzeichen 23.08.2026 14 Min. 39 Sek. Verfügbar bis 23.08.2099 WDR 5

Die schmucklose "Verordnung Nr.46" der britischen Militärregierung vom 23.8.1946 ist die Gründungsurkunde von NRW. Eine politisch umkämpfte, aber letztlich kluge Entscheidung...

In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Klasen welche zwei Möglichkeiten vor der Grenzziehung des neuen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen diskutiert werden und warum die Britischen Alliierten den Kölner Rudolf Amelunxen für das Amt des Ministerpräsidenten auswählen. Das ist unser wichtigste Interviewpartner: Basil Kerski, Präsident des "Haus der Geschichte" in Düsseldorf Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Klasen Redaktion: David Rother


In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Klasen:
  • welche zwei Möglichkeiten vor der Grenzziehung des neuen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen diskutiert werden,
  • warum die Britischen Alliierten den Kölner Rudolf Amelunxen für das Amt des Ministerpräsidenten auswählen,
  • wie die Briten durch die Vereinigung sehr unterschiedlicher Regionen einen bedeutenden politischen und wirtschaftlichen Raum schaffen.

Im Juni 1946 treffen sich hohe britische Militärs und Beamte des britischen Kriegsministeriums, des Finanzministeriums und des Außenministeriums in London. Im Sitzungsraum Nummer 25 hängt eine große Deutschland-Karte an der Wand. Die Teilnehmenden möchten besprechen, wie sie die Grenzen des künftigen Bundeslands ziehen werden. "Operation Marriage - Operation Hochzeit" ist der Codename dieser Überlegungen.

Zur Diskussion stehen zwei Möglichkeiten: Einmal die "große Lösung", bei der die nordrheinischen Provinzen mit Westfalen zusammengelegt werden, oder die "kleine Lösung", bei der NRW nur aus dem Ruhrgebiet besteht. Am Ende des Tages steht fest: Man möchte die "große Lösung". Der Grund: Wegen des schon bestehenden Verkehrswegenetzes mit Schienen, Flüssen, Schiffskanälen und Straßen sei auch ein großes NRW überlebensfähig.

Am 23. August 1946 veröffentlichen die Briten die zwei Seiten lange sogenannte "Verordnung Nr. 46" - quasi die Geburtsurkunde Nordrhein-Westfalens.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Autorin: Andrea Klasen
Redaktion: David Rother
Technik: Sarah Fitzek

Selbstverbrennung eines Pfarrers in der DDR: radikale Opposition

Selbstverbrennung eines Pfarrers in der DDR: radikale Opposition WDR Zeitzeichen 22.08.2026 14 Min. 45 Sek. Verfügbar bis 22.08.2099 WDR 5

Am 22. August 1976 stirbt Oskar Brüsewitz an den Folgen seiner Selbstverbrennung. Er wollte die DDR anklagen. Sein Tod löst Debatten aus - mit Folgen für die Opposition.

In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen, wie Oskar Brüsewitz seinen Freitod inszeniert, dass die Kirche ihn zunächst als Pfarrer für ungeeignet hält und erst die Art der Berichterstattung über seine Selbstverbrennung zum Skandal führt. Weder Staat noch Kirche wollen aus dem Tod von Oskar Brüsewitz einen Skandal machen. Die Kirche hat sich mit dem DDR-Regime arrangiert, die SED-Führung kann keinen Märtyrer gebrauchen. Doch in Westdeutschland lösen Brüsewitz' Tod Schlagzeilen und Proteste aus. Nun sehen sich die DDR-Medien genötigt, den Pfarrer als "abnormal und krankhaft veranlagt" zu diffamieren. Damit erreichen sie genau das Gegenteil, auch in der DDR beginnt der Protest. Unter dem Druck der Ereignisse bekräftigt Erich Honecker die Religionsfreiheit. Damit schafft Oskar Brüsewitz' Tod letztlich neue Freiräume und stärkt eine kirchliche Opposition, die 1989 zum Ende der DDR beiträgt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Karsten Krampitz, Historiker Sabine Stach, Historikerin Karsten Krampitz: 1976. Die DDR in der Krise. Berlin 2016 Karsten Krampitz: Der Fall Brüsewitz: Staat und Kirche in der DDR. Berlin 2016 Sabine Stach: Vermächtnispolitik. Jan Palach und Oskar Brüsewitz als politische Märtyrer. Göttingen 2016 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uli Hufen Redaktion: Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen:
  • wie Oskar Brüsewitz seinen Freitod inszeniert,
  • dass die Kirche ihn zunächst als Pfarrer für ungeeignet hält,
  • erst die Art der Berichterstattung über seinen Tod zum Skandal führt.

Weder Staat noch Kirche wollen aus der Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz einen Skandal machen. Die Kirche hat sich mit dem DDR-Regime arrangiert, die SED-Führung kann keinen Märtyrer gebrauchen. Doch in Westdeutschland lösen Brüsewitz' Tod Schlagzeilen und Proteste aus. Nun sehen sich die DDR-Medien genötigt, den Pfarrer als "abnormal und krankhaft veranlagt" zu diffamieren.

Damit erreichen sie genau das Gegenteil, auch in der DDR beginnt der Protest. Unter dem Druck der Ereignisse bekräftigt Erich Honecker die Religionsfreiheit. Damit schafft Oskar Brüsewitz' Tod letztlich neue Freiräume und stärkt eine kirchliche Opposition, die 1989 zum Ende der DDR beiträgt.

Unser Tipp:
Die App "OstWest Zeitzeugen" der ARD

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Karsten Krampitz, Historiker
  • Sabine Stach, Historikerin
  • Karsten Krampitz: 1976. Die DDR in der Krise. Berlin 2016
  • Karsten Krampitz: Der Fall Brüsewitz: Staat und Kirche in der DDR. Berlin 2016
  • Sabine Stach: Vermächtnispolitik. Jan Palach und Oskar Brüsewitz als politische Märtyrer. Göttingen 2016

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Autor: Uli Hufen
Redaktion: Sefa Inci Suvak

Mystik, Macht und sexuelle Vorwürfe im Kloster

Mystik, Macht und sexuelle Vorwürfe im Kloster WDR Zeitzeichen 21.08.2026 14 Min. 36 Sek. Verfügbar bis 21.08.2099 WDR 5

Im August 1661 stirbt Benedetta Carlini nach 35 Jahren Klosterhaft. Einst als Mystikerin verehrt, wird die mächtige Äbtissin wegen sexueller Übergriffe beschuldigt.

In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer wie die Historikerin Judith C. Brown zufällig auf die vergessene Geschichte der Ordensschwester Benedetta Carlini stößt, warum diese zum Spielplan der männlichen kirchlichen Machthaber wird. Der jungen Nonne Benedetta Carlini begegnet angeblich immer wieder Jesus. Mal rettet er sie vor wilden Tieren, dann schenkt er ihr sein Herz. Den katholischen Würdenträgern in der Toskana kommen die Erzählungen zunächst gelegen. Eine Frau mit "Direktverbindung zu Gott" könnte die Bedeutung des Ortes Pescia stärken. Auch das einfache Volk liebt und verehrt sie. Doch je größer ihr Einfluss wird, desto mehr fühlt sich der männliche Klerus bedroht, und sie fordern ihre Überprüfung. Abgesandte des päpstlichen Nuntius bezweifeln nun ihre Erscheinungen. Als eine Mitschwester sie zudem noch wegen sexueller Handlungen bezichtigt, stürzt die einst gefeierte Nonne tief. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch, Geschichte religiöser Dynamiken, Goethe-Universität Frankfurt Judith C. Brown: Immodest Acts. The Life of a Lesbian Nun in Renaissance Italy. New York/Oxford 1985 Judith C. Brown: Lesbian Sexuality in Renaissance Italy. The Case of Sister Benedetta Carlini. Signs 9/4, 1984 Paul Verhoeven: Benedetta. Frankreich/Niederlande/Belgien 2021; deutsche Synchronfassung. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Wolfgang Meyer Redaktion: Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer:
  • wie die Historikerin Judith C. Brown zufällig auf die vergessene Geschichte von Benedetta Carlini stößt,
  • warum die Kirche Benedetta erst zur Mystikerin und Äbtissin avanciert,
  • sie dann aber 35 Jahre in ein Klostergefängnis verbannt.

Der jungen Nonne Benedetta Carlini begegnet angeblich immer wieder Jesus. Mal rettet er sie vor wilden Tieren, dann schenkt er ihr sein Herz. Den katholischen Würdenträgern in der Toskana kommen die Erzählungen zunächst gelegen. Eine Frau mit "Direktverbindung zu Gott" könnte die Bedeutung des Ortes Pescia stärken. Auch das einfache Volk liebt und verehrt sie.

Doch je größer ihr Einfluss wird, desto mehr fühlt sich der männliche Klerus bedroht, und sie fordern ihre Überprüfung. Abgesandte des päpstlichen Nuntius bezweifeln nun ihre Erscheinungen. Als eine Mitschwester sie zudem noch wegen sexueller Handlungen bezichtigt, stürzt die einst gefeierte Nonne tief.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch, Geschichte religiöser Dynamiken, Goethe-Universität Frankfurt
  • Judith C. Brown: Immodest Acts. The Life of a Lesbian Nun in Renaissance Italy. New York/Oxford 1985
  • Judith C. Brown: Lesbian Sexuality in Renaissance Italy. The Case of Sister Benedetta Carlini. Signs 9/4, 1984
  • Paul Verhoeven: Benedetta. Frankreich/Niederlande/Belgien 2021; deutsche Synchronfassung.

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Autor: Wolfgang Meyer
Redaktion: Sefa Inci Suvak

Astronom Johannes Kepler verteidigt seine Mutter im Hexenprozess

Astronom Johannes Kepler verteidigt seine Mutter im Hexenprozess WDR Zeitzeichen 20.08.2026 14 Min. 43 Sek. Verfügbar bis 20.08.2099 WDR 5

Hexerei, Folter, Todesangst: Als seine Mutter angeklagt wird, setzt Johannes Kepler Ruf und Karriere aufs Spiel. Kann er sie vor dem Schlimmsten bewahren?

In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner wie ein Brief das Leben des Gelehrten Johannes Kepler aus dem Gleichgewicht bringt, warum die Vorwürfe gegen Keplers Mutter auch für ihn selbst gefährlich sind und wie Kepler vor Gericht die Aussagen gegen seine Mutter zerlegt. Der Gelehrte Johannes Kepler muss sich ab 1615 neben der Mathematik, Astronomie und Physik auch noch der Verteidigung seiner Mutter Katharina widmen, die in Leonberg unter dem Verdacht der Hexerei angeklagt ist. Dort sind schon mehrere Frauen als Hexen verbrannt worden und sie ist nun von einem ähnlichen Schicksal bedroht. Kepler engagiert sich sehr für seine Mutter und zieht damit auch den Ärger der örtlichen Justiz auf sich. Ein übereifriger Beamter beginnt, Hexerei-Beschuldigungen ernster zu nehmen. Der berühmte Astronom baut seine Verteidigung so auf, wie er es als Wissenschaftler gewohnt ist: Präzise, logisch und mutig. Im Oktober 1621 erreicht er einen Freispruch und die Freilassung seiner Mutter. Keplers Mutter kann sich nicht lange am Leben in Freiheit erfreuen. Sie stirbt schon ein halbes Jahr später, vermutlich an den Folgen der Haft, in der sie 14 Monate angekettet war. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Ulinka Rublack, Historikerin, Universität Cambridge Ulinka Rublack: Der Astronom und die Hexe. Johannes Kepler und seine Zeit. Stuttgart 2020 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Martina Meißner Redaktion: Matti Hesse Technik: Moritz Raestrup


In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:
  • wie ein Brief das Leben des Gelehrten Johannes Kepler aus dem Gleichgewicht bringt,
  • wie Europa in der Frühen Neuzeit durch das Phänomen Hexenwahn geprägt wird,
  • warum die Vorwürfe gegen Keplers Mutter auch für ihn selbst gefährlich sind,
  • wie die familiäre Unterstützung für die Mutter ins Wanken gerät,
  • wie Johannes Kepler vor Gericht die Aussagen gegen seine Mutter zerlegt.

Der Gelehrte Johannes Kepler muss sich ab 1615 neben der Mathematik, Astronomie und Physik auch noch der Verteidigung seiner Mutter Katharina widmen, die in Leonberg unter dem Verdacht der Hexerei angeklagt ist.

Dort sind schon mehrere Frauen als Hexen verbrannt worden und sie ist nun von einem ähnlichen Schicksal bedroht. Kepler engagiert sich sehr für seine Mutter und zieht damit auch den Ärger der örtlichen Justiz auf sich. Ein übereifriger Beamter beginnt, Hexerei-Beschuldigungen ernster zu nehmen.

Schließlich finden sich 24 Zeugen aus dem Städtchen Leonberg, die gegen Keplers Mutter aussagen, dabei auch der örtliche Lehrer, ein ehemaliger Schulkamerad Johannes Keplers.

Der berühmte Astronom baut seine Verteidigung so auf, wie er es als Wissenschaftler gewohnt ist: Präzise, logisch und mutig. Im Oktober 1621 erreicht er einen Freispruch und die Freilassung seiner Mutter. Keplers Mutter kann sich nicht lange am Leben in Freiheit erfreuen. Sie stirbt schon ein halbes Jahr später, vermutlich an den Folgen der Haft, in der sie 14 Monate angekettet war.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Ulinka Rublack, Historikerin, Universität Cambridge
  • Ulinka Rublack: Der Astronom und die Hexe. Johannes Kepler und seine Zeit. Stuttgart 2020

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Martina Meißner
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Moritz Raestrup

Giftiges Gold: Wie Mutters kleiner Helfer krank machte

Giftiges Gold: Wie Mutters kleiner Helfer krank machte WDR Zeitzeichen 19.08.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 19.08.2099 WDR 5

Mutti mal locker machen: Das war das erklärte Ziel des Tonikums "Frauengold". Nicht nur der Alkoholgehalt machte das Mittel zur Gefahr für die Gesundheit. Am 19.8.1981 wird "Frauengold" verboten.

In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Magdanz, wie die Werbung der 1950er- und 1960er-Jahre ein bestimmtes Frauenbild propagiert, welche Rolle die giftige Pflanze Osterluzei bei der Geschichte des Präparats spielt und warum das Verbot von "Frauengold" zu einem Meilenstein der Arzneimittelkontrolle wird. "Frauengold" verspricht Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Harmonie. In aufwendig produzierten Werbespots erscheint das Präparat als Antwort auf Belastungen in Ehe, Haushalt und Beruf. Tatsächlich wird das Tonikum aus Kräutern auf Weinbasis hergestellt und enthält einen erheblichen Alkoholanteil. Die Geschichte des Präparats führt in eine Zeit, in der Arzneimittel kaum kontrolliert werden und tradierte Rollenbilder den Alltag vieler Frauen prägen. Erst neue gesetzliche Regelungen und beunruhigende Forschungsergebnisse zu einem Inhaltsstoff führen dazu, dass "Frauengold" 1981 vom Markt verschwindet. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Alexandra Regiert (empirische Kulturwissenschaftlerin, Universität Regensburg) Bettina Wahrig (Professorin i. R. für Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte, TU Braunschweig) Ulrich Hagemann (Apotheker und Biochemiker, ehemals am Institut für Arzneimittel des Bundesgesundheitsamts) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Jana Magdanz Redaktion: Frank Zirpins Technik: Sarah Fitzek


In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Magdanz:
  • wie die Werbung der 1950er- und 1960er-Jahre ein bestimmtes Frauenbild propagiert,
  • weshalb viele Frauen in "Frauengold" mehr als nur ein Arzneimittel sehen,
  • welche Rolle die giftige Pflanze Osterluzei bei der Geschichte des Präparats spielt,
  • warum das Verbot von "Frauengold" zu einem Meilenstein der Arzneimittelkontrolle wird,
  • weshalb das Ende des Mittels auch etwas über gesellschaftlichen Wandel erzählt.

"Frauengold" verspricht Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Harmonie. In aufwendig produzierten Werbespots erscheint das Präparat als Antwort auf Belastungen in Ehe, Haushalt und Beruf. Tatsächlich wird das Tonikum aus Kräutern auf Weinbasis hergestellt und enthält einen erheblichen Alkoholanteil.

Die Geschichte des Präparats führt in eine Zeit, in der Arzneimittel kaum kontrolliert werden und tradierte Rollenbilder den Alltag vieler Frauen prägen. Erst neue gesetzliche Regelungen und beunruhigende Forschungsergebnisse zu einem Inhaltsstoff führen dazu, dass "Frauengold" 1981 vom Markt verschwindet.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Alexandra Regiert (empirische Kulturwissenschaftlerin, Universität Regensburg)
  • Bettina Wahrig (Professorin i. R. für Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte, TU Braunschweig)
  • Ulrich Hagemann (Apotheker und Biochemiker, ehemals am Institut für Arzneimittel des Bundesgesundheitsamts)
  • Studie zu Mutagenesis: Hohe Kanzerogenität nach nur drei Tagen Gabe von Aristolochiasäure

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Autorin: Jana Magdanz
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Sarah Fitzek

Timbuktu: Wie die Wüstenstadt zum Mythos wird

Timbuktu: Wie die Wüstenstadt zum Mythos wird WDR Zeitzeichen 18.08.2026 13 Min. 58 Sek. Verfügbar bis 18.08.2099 WDR 5

Jahrhundertelang zieht Timbuktus Reichtum Reisende und Eroberer an. Am 18.8.1826 erreicht Alexander Laing als vermeintlich erster Europäer die sagenumwobene Stadt. Doch Gold findet er keines.

In diesem Zeitzeichen erzählt Murat Kayı wie Mansa Musa seine Pilgerreise im 14. Jahrhundert zur PR-Tour für sein Mali-Reich macht, dass Alexander Gordon Laing zu Unrecht als erster Europäer in Timbuktu gefeiert wurde, über den Wert der jahrhundertealten Handschriften, die Timbuktu aufbewahrt werden und wie heute Krieg und Klimawandel die historischen Bücher gefährden. Im 14. Jahrhundert reist Mansa Musa, Herrscher aus Timbuktu, mit einer prunkvollen Karawane nach Mekka. Entlang des Pilgerweges verschenkt er Gold in rauen Mengen und weckt somit die Vorstellung in der Bevölkerung, dass Timbuktu ein reiches und prächtiges Paradies sein muss. Da der Weg dorthin durch die Sahara-Wüste führt, bleibt die Stadt für Europäer nahezu unerreichbar. Der schottische Forscher Alexander Gordon Laing will es schließlich wissen und macht sich vom heutigen Libyen auf ins sagenumwobene Timbuktu. 3.700 Kilometer reist er diagonal durch die Sahara. Die Reise wird zur Tortur. Er erreicht am 18.8.1826 Timbuktu mit unzähligen Wunden, gebrochenen Knochen und ohne seine rechte Hand - und auch vom Gold findet er nichts. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Katharina Monz, Institut für Afrikanistik und Ägyptologie, Universität zu Köln Charlie English: Die Bücherschmuggler von Timbuktu. Hamburg 2018. Luke Pepera: Motherland: Von Mansa Musa bis Black Panther: Eine persönliche Reise durch 500.000 Jahre afrikanische Geschichten. Berlin 2025. Johann Leo Africanus: Beschreibung Afrikas. Leipzig 1984. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Murat Kayı Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Murat Kayı:
  • wie Mansa Musa seine Pilgerreise im 14. Jahrhundert zur PR-Tour für sein Mali-Reich macht,
  • dass Alexander Gordon Laing zu Unrecht als erster Europäer in Timbuktu gefeiert wurde,
  • über den Wert der jahrhundertealten Handschriften, die in Timbuktu aufbewahrt werden,
  • wie heute Krieg und Klimawandel die historischen Bücher gefährden.

Im 14. Jahrhundert reist Mansa Musa, Herrscher aus Timbuktu, mit einer prunkvollen Karawane nach Mekka. Entlang des Pilgerweges verschenkt er Gold in rauen Mengen und weckt somit die Vorstellung in der Bevölkerung, dass Timbuktu ein reiches und prächtiges Paradies sein muss. Da der Weg dorthin durch die Sahara führt, ist Timbuktu für Europäer nahezu unerreichbar.

Der schottische Forscher Alexander Gordon Laing will es wissen und macht sich vom heutigen Libyen auf ins sagenumwobene Timbuktu. 3.700 Kilometer reist er diagonal durch die Sahara. Die Reise wird zur Tortur. Er erreicht Timbuktu am 18.8.1826 mit unzähligen Wunden, gebrochenen Knochen und ohne seine rechte Hand - und vom beschriebenen Gold findet er nichts.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Katharina Monz, Institut für Afrikanistik und Ägyptologie, Universität zu Köln
  • Charlie English: Die Bücherschmuggler von Timbuktu. Hamburg 2018.
  • Luke Pepera: Motherland: Von Mansa Musa bis Black Panther: Eine persönliche Reise durch 500.000 Jahre afrikanische Geschichten. Berlin 2025.
  • Johann Leo Africanus: Beschreibung Afrikas. Leipzig 1984.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Murat Kayı
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse

Als Wunderkind vergessen, als Komponistin verdrängt: Marie Jaëll

Als Wunderkind vergessen, als Komponistin verdrängt: Marie Jaëll WDR Zeitzeichen 17.08.2026 14 Min. 41 Sek. Verfügbar bis 17.08.2099 WDR 5

Am 17. August 1846 wird Marie Jaëll in einem Dorf im Elsass geboren. Mit musikalischem Ausnahmetalent macht sie Karriere als Pianistin und Komponistin - doch ihre Name gerät später fast in Vergessenheit.

In diesem Zeitzeichen erzählt Fabian Elsäßer, dass Marie Jaëll einen Musiker heiratet, der eifersüchtig auf ihren Erfolg ist, warum sie zur Sekretärin von Franz Liszt wird, dass sie als erste französische Pianistin alle 32 Beethoven-Sonaten vorträgt und wie sie eine neue Methode zum Lernen des Klavierspiels entwickelt. Marie Jaëll ist ein Wunderkind am Klavier: Schon mit zehn Jahren gibt sie Konzerte im Elsass, ihrer Heimat, und in Süddeutschland. Kritiker loben ihre geniale Technik und "männliche Energie" - das seinerzeit höchste Lob für Pianistinnen. Daneben komponiert Marie Jaëll rund 70 Werke: Klavierstücke, Lieder, eine Oper und große Symphonien. Kritiker vergleichen sie mit Beethoven und Wagner. Doch sie ist auch eine Frau im von Männern dominierten Musikbetrieb und gerät nach ihrem Tod in Vergessenheit. Heute werden ihre Werke - nicht nur von jungen Musikerinnen - wiederentdeckt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Raphaela Gromes, Cellistin und Autorin Susanne Wosnitzka, Musikwissenschaftlerin am Archiv Frau und Musik, Frankfurt am Main Raphaela Gromes/Susanne Wosnitzka: Fortissima!: Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern. München 2025. Weiterführende Links: ARD Sounds: Komponistinnen im Fokus https://1.ard.de/komponistinnen Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Fabian Elsäßer Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Fabian Elsäßer:
  • dass Marie Jaëll einen Musiker heiratet, der später eifersüchtig auf ihren Erfolg ist,
  • warum die Musikerin zur Sekretärin von Franz Liszt wird,
  • dass sie als erste französische Pianistin alle 32 Beethoven-Sonaten vorträgt,
  • wie sie eine neue Methode zum Lernen des Klavierspiels entwickelt.

Marie Jaëll ist ein Wunderkind am Klavier: Schon mit zehn Jahren gibt sie Konzerte im Elsass, ihrer Heimat, und in Süddeutschland. Kritiker loben ihre geniale Technik und "männliche Energie" - das seinerzeit höchste Lob für Pianistinnen.

Daneben komponiert Marie Jaëll rund 70 Werke: Klavierstücke, Lieder, eine Oper und große Symphonien. Kritiker vergleichen sie mit Beethoven und Wagner. Doch sie ist auch eine Frau im von Männern dominierten Musikbetrieb und sie gerät nach ihrem Tod in Vergessenheit. Heute werden ihre Werke - nicht nur von jungen Musikerinnen - wiederentdeckt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Raphaela Gromes, Cellistin und Autorin
  • Susanne Wosnitzka, Musikwissenschaftlerin am Archiv Frau und Musik, Frankfurt am Main
  • Raphaela Gromes/Susanne Wosnitzka: Fortissima!: Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern. München 2025.

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Autor: Fabian Elsäßer
Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins

Geburtsstunde der KI: Die Dartmouth-Konferenz

Geburtsstunde der KI: Die Dartmouth-Konferenz WDR Zeitzeichen 16.08.2026 14 Min. 43 Sek. Verfügbar bis 16.08.2099 WDR 5

Im Sommer 1956 treffen sich 20 Wissenschaftler auf dem Campus des Dartmouth College in den USA. Mit ihren Diskussionen legen sie den Grundstein für künstliche Intelligenz.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Tiemann, ob moderne KI-Systeme tatsächlich intelligent sind, über Alan Turings berühmte Frage: "Können Maschinen denken?“, und wie Künstliche Intelligenz 70 Jahre nach Dartmouth die Welt auf den Kopf stellt. "Wir wollen herausfinden, wie Maschinen Probleme angehen können, deren Lösung zurzeit dem Menschen vorbehalten ist", formuliert Mathematiker und Mitinitiator John McCarthy das Ziel der Dartmouth-Konferenz. Zwei Monate lang diskutieren und analysieren Mathematiker, Ökonomen, Informatiker und Psychologen, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet - und ob sich diese Prozesse auf Maschinen übertragen lassen. Ihre Vision geht noch weiter: Können Maschinen sich auch selbst optimieren? Ergebnisse gibt es keine, aber die Dartmouth-Konferenz gilt heute als Geburtsstunde der "Künstlichen Intelligenz". Seither arbeiten Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen an der Entwicklung intelligenter Maschinen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Alke Martens (Lehrstuhl für Praktische Informatik und Didaktik der Informatik an der Universität Rostock) Prof. Benjamin Risse (Praktische Informatik, Universität Münster) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph Tiemann Redaktion: Jakob Schiffer und Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Tiemann:
  • ob moderne KI-Systeme tatsächlich intelligent sind,
  • über Alan Turings berühmte Frage: "Können Maschinen denken?",
  • wie Künstliche Intelligenz 70 Jahre nach Dartmouth die Welt auf den Kopf stellt.

"Wir wollen herausfinden, wie Maschinen Probleme angehen können, deren Lösung zurzeit dem Menschen vorbehalten ist", formuliert Mathematiker und Mitinitiator John McCarthy das Ziel der Dartmouth-Konferenz.

Zwei Monate lang diskutieren und analysieren Mathematiker, Ökonomen, Informatiker und Psychologen, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet - und ob sich diese Prozesse auf Maschinen übertragen lassen. Ihre Vision geht noch weiter: Können Maschinen sich auch selbst optimieren?

Ergebnisse gibt es keine, aber die Dartmouth-Konferenz gilt heute als Geburtsstunde der "Künstlichen Intelligenz". Seither arbeiten Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen an der Entwicklung intelligenter Maschinen.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Prof. Alke Martens (Lehrstuhl für Praktische Informatik und Didaktik der Informatik an der Universität Rostock)
  • Prof. Benjamin Risse (Praktische Informatik Universität Münster)

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christoph Tiemann
Redaktion: Jakob Schiffer und Matti Hesse
Technik: Alexander Buske

Die Sonne rettete sein Leben: Adam Schall von Bell

Die Sonne rettete sein Leben: Adam Schall von Bell WDR Zeitzeichen 15.08.2026 14 Min. 37 Sek. Verfügbar bis 15.08.2099 WDR 5

Als Astronom reist der Kölner Jesuit Adam Schall von Bell nach China - bis zu seinem Tod am 15.8.1666 sieht er die Heimat nie wieder. Am Kaiserhof gelangt er zu Weltruhm - und gerät in tödliche Gefahr.

In diesem Zeitzeichen erzählt Lisa Bolten, wie der Kölner Jesuit Johann Adam Schall von Bell zum engsten Berater des chinesischen Kaisers aufsteigt, weshalb seine astronomischen Kenntnisse über Macht und Einfluss am Kaiserhof entscheiden und wie Hofintrigen ihn ins Gefängnis bringen, ein Erdbeben ihm aber sein Leben rettet. 1592 wird Johann Adam Schall von Bell in Köln geboren. Als junger Jesuit verlässt er Europa und reist nach China – mit dem Ziel, den christlichen Glauben zu verbreiten. Doch bekannt wird er dort vor allem als Mathematiker und Astronom. Am Kaiserhof in Peking berechnet er einen neuen, präziseren Kalender und steigt zum Hofastronomen und Berater des Kaisers auf. Seine wissenschaftlichen Erfolge verschaffen ihm hohes Ansehen, wecken aber auch Neid und politischen Widerstand. Als sich die Machtverhältnisse am Hof ändern, gerät Schall von Bell zwischen die Fronten. Aus dem gefeierten Gelehrten wird ein Gefangener. Obwohl seine Berechnungen einer Sonnenfinsternis ihn rehabilitieren, wird er zum Tode verurteilt. Erst ein Erdbeben wendet sein Schicksal. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Dr. Markus Friedrich, Professor für frühe Neuzeit, Universität Hamburg Pingyi Chu: Scientific Dispute in the Imperial Court. The 1664 Calendar Case, In: Taiwanese Journal for Studies of Science, Technology and Medicine, Nr. 6 (1997), S. 1–31 Martin Gimm: P. Johann Adam Schall von Bell S.J. und die Geheimakten zum Gerichtsprozeß der Jahre 1664–1665 in China, Wiesbaden 2021 Stefano Salvia: The Battle of the Astronomers. Johann Adam Schall von Bell and Ferdinand Verbiest at the Court of the Celestial Emperors (1660–1670), In: Physics in Perspective, Bd. 22 (2020), S. 81–109 Jianhua Zhu: Johann Adam Schall von Bell. Ein Kölner des 17. Jahrhunderts in China, In: Achim Aurnhammer, Barbara Beßlich und Stephanie Wodianka (Hrsg.): Deutsch-chinesische Helden und Anti-Helden. Von Ah Q bis Wu Song, Bielefeld 2020 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Lisa Bolten Redaktion: Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Lisa Bolten:
  • wie der Kölner Jesuit Johann Adam Schall von Bell zum engsten Berater des chinesischen Kaisers aufsteigt,
  • weshalb seine astronomischen Kenntnisse über Macht und Einfluss am Kaiserhof entscheiden,
  • wie Hofintrigen ihn ins Gefängnis bringen, ein Erdbeben ihm aber sein Leben rettet.

1592 wird Johann Adam Schall von Bell in Köln geboren. Als junger Jesuit verlässt er Europa und reist nach China – mit dem Ziel, den christlichen Glauben zu verbreiten. Doch bekannt wird er dort vor allem als Mathematiker und Astronom.

Am Kaiserhof in Peking berechnet er einen neuen, präziseren Kalender und steigt zum Hofastronomen und Berater des Kaisers auf. Seine wissenschaftlichen Erfolge verschaffen ihm hohes Ansehen, wecken aber auch Neid und politischen Widerstand. Als sich die Machtverhältnisse am Hof ändern, gerät Schall von Bell zwischen die Fronten. Aus dem gefeierten Gelehrten wird ein Gefangener. Obwohl seine Berechnungen einer Sonnenfinsternis ihn rehabilitieren, wird er zum Tode verurteilt. Erst ein Erdbeben wendet sein Schicksal.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Prof. Dr. Markus Friedrich, Professor für frühe Neuzeit, Universität Hamburg
  • Pingyi Chu: Scientific Dispute in the Imperial Court. The 1664 Calendar Case, In: Taiwanese Journal for Studies of Science, Technology and Medicine, Nr. 6 (1997), S. 1–31
  • Martin Gimm: P. Johann Adam Schall von Bell S.J. und die Geheimakten zum Gerichtsprozeß der Jahre 1664–1665 in China, Wiesbaden 2021
  • Stefano Salvia: The Battle of the Astronomers. Johann Adam Schall von Bell and Ferdinand Verbiest at the Court of the Celestial Emperors (1660–1670), In: Physics in Perspective, Bd. 22 (2020), S. 81–109
  • Jianhua Zhu: Johann Adam Schall von Bell. Ein Kölner des 17. Jahrhunderts in China, In: Achim Aurnhammer, Barbara Beßlich und Stephanie Wodianka (Hrsg.): Deutsch-chinesische Helden und Anti-Helden. Von Ah Q bis Wu Song, Bielefeld 2020

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Autorin: Lisa Bolten
Redaktion: Frank Zirpins

"Peace People": Zwei Mütter ebnen Nordirlands Weg zum Frieden

"Peace People": Zwei Mütter ebnen Nordirlands Weg zum Frieden WDR Zeitzeichen 14.08.2026 14 Min. 28 Sek. Verfügbar bis 14.08.2099 WDR 5

Als im Nordirlandkonflikt bei einem tragischen Unfall Kinder sterben, protestieren am 14.8.1976 Katholiken und Protestanten gemeinsam. Das stoppt die Gewalt - zumindest vorerst.

In diesem Zeitzeichen erzählt Veronika Bock, wie der Tod von drei Kindern zwei Frauen dazu bringt, eine Friedensbewegung zu gründen, wie die "Peace People" Katholiken und Protestanten gemeinsam auf die Straße bringen, und wie ihr Protest den Nordirlandkonflikt zwar verändert, ihn aber nicht beendet. Am 10. August 1976 erschüttert ein tragischer Unfall Belfast: Ein flüchtendes IRA-Mitglied wird von britischen Soldaten erschossen, sein führerloses Auto rast in eine Familie. Drei Kinder sterben, ihre Mutter wird schwer verletzt. Das Unglück wird zum Wendepunkt. Die Augenzeugin Betty Williams und Mairead Corrigan, die Tante der Kinder, rufen wenige Tage später zu einer Friedensdemonstration auf: Tausende katholische und protestantische Frauen folgen ihrem Appell. In den Wochen und Monaten danach schließen sich Hunderttausende Menschen den Friedensmärschen der Peace People an und setzen ein kraftvolles Zeichen gegen die Gewalt der "Troubles". Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Corinna Hauswedell (Friedens- und Konfliktforscherin) Professor Michael Rohrschneider (Professor für Geschichte der frühen Neuzeit, Leiter des Zentrums für historische Friedensforschung, Bonn) Bpb: Konflikte und Kriege - Nordirland Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Veronika Bock Redaktion: Carolin Rueckl und David Rother


In diesem Zeitzeichen erzählt Veronika Bock:
  • wie der Tod von drei Kindern zwei Frauen dazu bringt, eine Friedensbewegung zu gründen,
  • wie die "Peace People" Katholiken und Protestanten gemeinsam auf die Straße bringen,
  • wie ihr Protest den Nordirlandkonflikt zwar verändert, ihn aber nicht beendet.

Am 10. August 1976 erschüttert ein tragischer Unfall Belfast: Ein flüchtendes IRA-Mitglied wird von britischen Soldaten erschossen, sein führerloses Auto rast in eine Familie. Drei Kinder sterben, ihre Mutter wird schwer verletzt. Das Unglück wird zum Wendepunkt.

Die Augenzeugin Betty Williams und Mairead Corrigan, die Tante der Kinder, rufen wenige Tage später zu einer Friedensdemonstration auf: Tausende katholische und protestantische Frauen folgen ihrem Appell. In den Wochen und Monaten danach schließen sich Hunderttausende Menschen den Friedensmärschen der "Peace People" an und setzen ein kraftvolles Zeichen gegen die Gewalt der "Troubles".

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Veronika Bock
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

Die Geburtsstunde des Wagner-Mythos in Bayreuth

Die Geburtsstunde des Wagner-Mythos in Bayreuth WDR Zeitzeichen 13.08.2026 14 Min. 39 Sek. Verfügbar bis 13.08.2027 WDR 5

Am 13. August 1876 beginnt in Bayreuth ein kühnes Experiment: Richard Wagner revolutioniert die Oper. Aus dem Festspiel wird ein Weltereignis - mit strahlenden und dunklen Seiten.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vratz, wie Wagner aus einer vagen Idee ein revolutionäres Festspielhaus entwickelt, welche bekannten Musiker zur Premiere anreisen - und welche nicht - und warum Adolf Hitler nach Wagners Tod Stammgast der Festspiele wird. Im August 1876 herrscht in Bayreuth Ausnahmezustand. Die Kleinstadt mit ihren rund 14.000 Einwohnern empfängt Gäste aus ganz Europa. Neben Kaiser Wilhelm I. ist auch Kaiser Pedro II. von Brasilien anwesend. Auf einem damals noch kahlen Hügel erhebt sich ein Theater, das eigens für Richard Wagners monumentalen "Ring des Nibelungen" gebaut worden ist. Der Komponist verfolgt in Bayreuth eine Idee, die weit über eine gewöhnliche Opernaufführung hinausgeht. Musik, Bühne und Handlung sollen zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Die Urteile fallen nach der Premiere unterschiedlich aus, doch schon damals wird deutlich: Bayreuth ist mehr als ein Opernfestival. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Professor Stephan Mösch (Theaterwissenschaftler, Karlsruhe) Oswald Georg Bauer: Die Geschichte der Bayreuther Festspiele. Berlin 2016 Stephan Mösch: Bayreuth als Theater - Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte. Kassel 2026 Bernd Zegowitz (Hg.): Die ersten Bayreuther Festspiele 1876 - Eine Anthologie. Würzburg 2022 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph Vratz Redaktion: Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vratz:
  • wie Wagner aus einer vagen Idee ein revolutionäres Festspielhaus entwickelt,
  • welche technischen Neuerungen das Festspielhaus von anderen Bühnen unterscheiden,
  • welche bekannten Musiker zur Premiere anreisen - und welche nicht,
  • mit welcher Oper Wagner das Festspielhaus eröffnet,
  • warum Adolf Hitler nach Wagners Tod Stammgast der Festspiele wird.

Im August 1876 herrscht in Bayreuth Ausnahmezustand. Die Kleinstadt mit ihren rund 14.000 Einwohnern empfängt Gäste aus ganz Europa. Neben Kaiser Wilhelm I. ist auch Kaiser Pedro II. von Brasilien anwesend. Auf einem damals noch kahlen Hügel erhebt sich ein Theater, das eigens für Richard Wagners monumentalen "Ring des Nibelungen" gebaut worden ist.

Der Komponist verfolgt in Bayreuth eine Idee, die weit über eine gewöhnliche Opernaufführung hinausgeht. Musik, Bühne und Handlung sollen zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Die Urteile fallen nach der Premiere unterschiedlich aus, doch schon damals wird deutlich: Bayreuth ist mehr als ein Opernfestival.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Professor Stephan Mösch (Theaterwissenschaftler, Karlsruhe)
  • Oswald Georg Bauer: Die Geschichte der Bayreuther Festspiele. Berlin 2016
  • Stephan Mösch: Bayreuth als Theater - Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte. Kassel 2026
  • Bernd Zegowitz (Hg.): Die ersten Bayreuther Festspiele 1876 - Eine Anthologie. Würzburg 2022

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Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christoph Vratz
Redaktion: Sefa Inci Suvak

Zerrissene Stadt: Die Berliner Mauer wird errichtet

Zerrissene Stadt: Die Berliner Mauer wird errichtet WDR Zeitzeichen 13.08.2026 14 Min. 48 Sek. Verfügbar bis 13.08.2099 WDR 5

Am 13. August 1961 trennt Stacheldraht Familien, Freunde und Nachbarn. Menschen verlieren ihre Freiheit. Können Apps und Avatare helfen, Geschichte lebendig zu halten?

In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer, warum die DDR die Grenze zu West-Berlin schließt, wie aus einer Absperrung aus Stacheldraht eine jahrzehntelang bestehende Grenze wird und wie Flucht, Mauertote und Grenzsicherung das Leben in Berlin prägen. Der 13. August 1961 verändert das Leben von Millionen Menschen. Über Nacht riegelt die DDR die Grenze zu West-Berlin ab. Aus Stacheldraht und Straßensperren wird eine Mauer, die Berlin fast 30 Jahre lang teilt. Für viele beginnt eine Zeit voller Angst, Trennung und Flucht. Der Alltag von Elke Rosin und Uwe Rutkowski verändert sich durch den Mauerbau einschneidend. Ihre Erinnerungen zeigen, was der 13. August 1961 für Menschen in Ost und West bedeutet – und warum die Erinnerung an die deutsche Teilung bis heute unterschiedlich ausfällt. Unser Tipp: Die App "OstWest Zeitzeugen" der ARD https://1.ard.de/ost-west-zeitzeugen ´ Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Ines Geipel, Autorin Hans-Hermann Hertle: Die Berliner Mauer. Biografie eines Bauwerkes, Berlin 2015 ZDFzeit: Ein Tag im August – Mauerbau '61 (Dokumentation), Mainz 2021 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:
  • warum die DDR die Grenze zu West-Berlin schließt,
  • wie aus einer Absperrung mit Stacheldraht eine jahrzehntelang bestehende Grenze wird,
  • wie Flucht, Mauertote und Grenzsicherung das Leben in Berlin prägen.

Der 13. August 1961 verändert das Leben von Millionen Menschen. Über Nacht riegelt die DDR die Grenze zu West-Berlin ab. Aus Stacheldraht und Straßensperren wird eine Mauer, die Berlin fast 30 Jahre lang teilt. Für viele beginnt eine Zeit voller Angst, Trennung und Flucht.

Der Alltag von Elke Rosin und Uwe Rutkowski verändert sich durch den Mauerbau einschneidend. Ihre Erinnerungen zeigen, was der 13. August 1961 für Menschen in Ost und West bedeutet – und warum die Erinnerung an die deutsche Teilung bis heute unterschiedlich ausfällt.

Unser Tipp:
Die App "OstWest Zeitzeugen" der ARD

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Autor: Erik Hlacer
Redaktion: Sefa Inci Suvak

Die wahre Kleopatra: Kein Milchbad, keine Schlange

Die wahre Kleopatra: Kein Milchbad, keine Schlange WDR Zeitzeichen 12.08.2026 14 Min. 53 Sek. Verfügbar bis 12.08.2099 WDR 5

Mythos Kleopatra: Inbegriff von Schönheit, Männerverführerin, gestorben durch einen Schlangenbiss am 12.8.30 v. Chr. Was über die letzte Pharaonin Ägyptens ist Legende, was historisch belegbar?

In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger, warum die Geschichte vom tödlichen Schlangenbiss vermutlich eine Erfindung Kleopatras ist, weshalb weder Eselsmilchbad noch Bob-Frisur historisch belegt sind und wie Bildung, Sprachkenntnisse und politisches Geschick zu Kleopatras Machtmitteln werden. Als Kleopatra im August im Jahr 30 vor Christus stirbt, endet nicht nur das Leben einer Königin. Mit ihr verschwindet auch die politische Unabhängigkeit Ägyptens. Kurz darauf wird das Land Teil des Römischen Reiches. Doch die Erinnerung an die letzte Herrscherin des Ptolemäerreichs überlebt. Allerdings wird die historische Figur immer mehr von Mythen überlagert. Antike Autoren und römische Gegner sowie später Theater und Film formen aus Kleopatra eine Legende. Viele Bilder, die heute als typisch gelten, entstehen erst lange nach ihrem Tod. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Ann-Cathrin Harders (Althistorikerin, Universität Bielefeld) Ann-Cathrin Harders: Kleopatra - Ägyptens letzte Königin. München 2025 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger:
  • warum die Geschichte vom tödlichen Schlangenbiss vermutlich eine Erfindung Kleopatras ist,
  • weshalb weder Eselsmilchbad noch Bob-Frisur historisch belegt sind,
  • wie Bildung, Sprachkenntnisse und politisches Geschick zu Kleopatras Machtmitteln werden,
  • welche Rolle Julius Cäsar und Marcus Antonius für ihre Herrschaft spielen,
  • warum die letzte Pharaonin bis heute als globale Werbeikone funktioniert.

Als Kleopatra im August im Jahr 30 vor Christus stirbt, endet nicht nur das Leben einer Königin. Mit ihr verschwindet auch die politische Unabhängigkeit Ägyptens. Kurz darauf wird das Land Teil des Römischen Reiches.

Doch die Erinnerung an die letzte Herrscherin des Ptolemäerreichs überlebt. Allerdings wird die historische Figur immer mehr von Mythen überlagert. Antike Autoren und römische Gegner sowie später Theater und Film formen aus Kleopatra eine Legende. Viele Bilder, die heute als typisch gelten, entstehen erst lange nach ihrem Tod.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Ann-Cathrin Harders (Althistorikerin, Universität Bielefeld)
  • Ann-Cathrin Harders: Kleopatra - Ägyptens letzte Königin. München 2025

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Ralph Erdenberger
Redaktion: Matti Hesse

David Bowie und Iggy Pop: Wie Berlin ihr Leben rettete

David Bowie und Iggy Pop: Wie Berlin ihr Leben rettete WDR Zeitzeichen 11.08.2026 14 Min. 29 Sek. Verfügbar bis 11.08.2099 WDR 5

Im August 1976 sind David Bowie und Iggy Pop auf der Suche nach sich selbst - von Drogen gezeichnet. West-Berlin wird ihre Zuflucht, wo sie Popgeschichte schreiben.

In diesem Zeitzeichen erzählt Rüdiger Weidenfeld-Kramer, warum David Bowie und Iggy Pop 1976 ausgerechnet ins geteilte West-Berlin ziehen, wie aus einer Wohngemeinschaft eine der berühmtesten Künstlerfreundschaften der Popgeschichte entsteht und wie Berlin für die beiden Musiker zum Rückzugsort und kreativen Labor wird. 1976 ziehen David Bowie und Iggy Pop nach West-Berlin – auf der Flucht vor Drogen, Erfolgsdruck und den Schatten ihres Rockstar-Lebens. In der geteilten Stadt finden sie einen Ort, an dem sie weitgehend unbehelligt leben und künstlerisch neu anfangen können. Inspiriert von der Atmosphäre Berlins, der deutschen Elektronikmusik und dem Expressionismus entstehen Werke, die bis heute nachwirken. Bowie entwickelt seinen unverwechselbaren Sound weiter, während Iggy Pop Songs aufnimmt, die bis heute zu seinen bekanntesten gehören. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Thilo Schmied, Musikexperte, Tontechniker, Veranstalter der „Berlin Musictours“ Eduard Meyer, ehemaliger Tontechniker in den Hansa-Studios, der mit David Bowie und Iggy Pop zusammen gearbeitet hat. Tobias Rüther: Helden. David Bowie und Berlin, Berlin 2011 Andrea Halter: Erlebte Geschichten mit Eduard Meyer, WDR 2017 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Rüdiger Weidenfeld-Kramer Redaktion: Frank Zirpins Technik: Nicolas Dohle


In diesem Zeitzeichen erzählt Rüdiger Weidenfeld-Kramer:
  • warum David Bowie und Iggy Pop 1976 ausgerechnet ins geteilte West-Berlin ziehen,
  • wie aus einer Wohngemeinschaft eine der berühmtesten Künstlerfreundschaften der Popgeschichte entsteht,
  • wie Berlin für die beiden Musiker zum Rückzugsort und kreativen Labor wird.

1976 ziehen David Bowie und Iggy Pop nach West-Berlin – auf der Flucht vor Drogen, Erfolgsdruck und den Schatten ihres Rockstar-Lebens. In der geteilten Stadt finden sie einen Ort, an dem sie weitgehend unbehelligt leben und künstlerisch neu anfangen können.

Inspiriert von der Atmosphäre Berlins, der deutschen Elektronikmusik und dem Expressionismus entstehen Werke, die bis heute nachwirken. Bowie entwickelt seinen unverwechselbaren Sound weiter, während Iggy Pop Songs aufnimmt, die bis heute zu seinen bekanntesten gehören.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Thilo Schmied, Musikexperte, Tontechniker, Veranstalter der „Berlin Musictours“
  • Eduard Meyer, ehemaliger Tontechniker in den Hansa-Studios, der mit David Bowie und Iggy Pop zusammengearbeitet hat
  • Tobias Rüther: Helden. David Bowie und Berlin, Berlin 2011
  • Andrea Halter: Erlebte Geschichten mit Eduard Meyer, WDR 2017

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Rüdiger Weidenfeld-Kramer
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Nicolas Dohle

Elektrizitätsausstellung 1881: in Paris leuchtet die Zukunft auf

Elektrizitätsausstellung 1881: in Paris leuchtet die Zukunft auf WDR Zeitzeichen 10.08.2026 14 Min. 32 Sek. Verfügbar bis 10.08.2099 WDR 5

Am 10. August 1881 eröffnet in Paris ein zukunftweisendes Technik-Spektakel: die erste Internationale elektrische Ausstellung führt praktisch vor, wie Strom den Alltag der Menschheit verändern wird.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld, wie Werner von Siemens in Paris eine elektrische Straßenbahn vorführt, warum Thomas Edison mit seiner Glühlampe noch längst nicht alle überzeugt, und weshalb Besucher 1881 erstmals Opernmusik live über Telefonleitungen hören können. 1881 spielt Elektrizität im Alltag der meisten Menschen kaum eine Rolle. Umso größer ist das Staunen, als in Paris erstmals eine Ausstellung ausschließlich dieser neuen Technik gewidmet wird. Im Industriepalast präsentieren Erfinder und Unternehmen aus mehreren Ländern ihre Entwicklungen – von elektrischer Beleuchtung über Generatoren bis hin zu neuartigen Verkehrsmitteln und Kommunikationssystemen. Vieles wirkt damals wie Zukunftsmusik, manches wird schon wenige Jahre später selbstverständlich. Die Internationale Elektrizitäts-Ausstellung markiert einen Wendepunkt: Sie macht einer breiten Öffentlichkeit sichtbar, welches Potenzial in der Elektrizität steckt – und wie grundlegend sie das Leben verändern wird. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Hanswalter Dobbelmann, Leiter des Deutschen Elektrizitätsmuseums in Recklinghausen Ernst Peter Fischer: Das große Buch der Elektrizität, Köln 2011 Frank Dittmann: "Elektropolis -  eine Utopie von 1881", In: Paulina Dobroć, Andie Rothenhäusler (Hrsg.): 2000 Revisited – Visionen der Welt von morgen im Gestern und Heute. Karlsruher Studien Technik und Kultur, 2020 Gérard Borvon: First International Exposition of Electricity, Paris 1881 Erich Hinkefuß: Die erste elektrische Weltausstellung. Die Gartenlaube Heft 42, 1881 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Kosfeld Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld:
  • wie Werner von Siemens in Paris eine elektrische Straßenbahn vorführt,
  • warum Thomas Edison mit seiner Glühlampe noch längst nicht alle überzeugt,
  • weshalb Besucher 1881 erstmals Opernmusik live über Telefonleitungen hören können.

1881 spielt Elektrizität im Alltag der meisten Menschen kaum eine Rolle. Umso größer ist das Staunen, als in Paris erstmals eine Ausstellung ausschließlich dieser neuen Technik gewidmet wird.

Im Industriepalast präsentieren Erfinder und Unternehmen aus mehreren Ländern ihre Entwicklungen - von elektrischer Beleuchtung über Generatoren bis hin zu neuartigen Verkehrsmitteln und Kommunikationssystemen. Vieles wirkt damals wie Zukunftsmusik, manches wird schon wenige Jahre später selbstverständlich.

Die Internationale Elektrizitätsausstellung markiert einen Wendepunkt: Sie macht einer breiten Öffentlichkeit sichtbar, welches Potenzial in der Elektrizität steckt – und wie grundlegend sie das Leben verändern wird.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Hanswalter Dobbelmann, Leiter des Deutschen Elektrizitätsmuseums in Recklinghausen
  • Ernst Peter Fischer: Das große Buch der Elektrizität, Köln 2011
  • Frank Dittmann: "Elektropolis -  eine Utopie von 1881", In: Paulina Dobroć, Andie Rothenhäusler (Hrsg.): 2000 Revisited – Visionen der Welt von morgen im Gestern und Heute. Karlsruher Studien Technik und Kultur, 2020
  • Gérard Borvon: First International Exposition of Electricity, Paris 1881
  • Erich Hinkefuß: Die erste elektrische Weltausstellung. Die Gartenlaube Heft 42, 1881

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christian Kosfeld
Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse

Gesundheit für Millionen: Marta Fraenkels große Mission

Gesundheit für Millionen: Marta Fraenkels große Mission WDR Zeitzeichen 09.08.2026 14 Min. 57 Sek. Verfügbar bis 09.08.2099 WDR 5

Marta Fraenkel macht vor 100 Jahren Public Health zum Thema für Millionen. Dann zerstören die Nazis ihre Arbeit. Spüren wir die Folgen dieses Bruchs bis heute?

In diesem Zeitzeichen erzählt Stephan Beuting, wie die Groß-Ausstellung "GeSoLei" bis heute das Stadtbild von Düsseldorf prägt, warum wir die Nachwirkungen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik noch immer spüren und dass Deutschland bei vielen Gesundheitsthemen in internationalen Vergleichen hinten liegt. Marta Fraenkel ist eine Pionierin der Gesundheitsaufklärung. Als eine der ersten Frauen überhaupt studiert sie Medizin und verhilft anschließend Projekten wie der Düsseldorfer Groß-Ausstellung GeSoLei (Gesundheit, Soziale Fürsorge, Leibesübung) und dem Deutschen Hygiene Museum in Dresden zum Erfolg. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergreifen, wird Fraenkel als Jüdin aus dem Museumsdienst entlassen und das Thema Gesundheit instrumentalisiert. So geht eine für die damalige Zeit sehr fortschrittliche Vorstellung von Gesundheitskompetenz verloren. Fraenkel selbst flieht in die USA, wo sie bis zu ihrem Tod am 9. August 1976 im staatlichen Gesundheitswesen wirkt. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Doris Schaeffer, Gesundheitswissenschaftlerin, Expertin für Gesundheitskompetenz und Sprecherin NAP-Gesundheitskompetenz Matthis Krischel, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin; Mitautor von "Marta Fraenkel: Pionierin der gesundheitlichen Aufklärung" (2026) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Stephan Beuting Redaktion: Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Stephan Beuting:
  • wie die große Ausstellung "GeSoLei" bis heute das Stadtbild von Düsseldorf prägt,
  • warum wir die Nachwirkungen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik bis heute spüren,
  • dass Deutschland bei vielen Gesundheitsthemen in internationalen Vergleichen hinten liegt.

Marta Fraenkel ist eine Pionierin der Gesundheitsaufklärung. Als eine der ersten Frauen überhaupt studiert sie Medizin und verhilft anschließend Projekten wie der Düsseldorfer Groß-Ausstellung GeSoLei (Gesundheit, Soziale Fürsorge, Leibesübung) und dem Deutschen Hygiene Museum in Dresden zum Erfolg.

Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergreifen, wird Fraenkel als Jüdin aus dem Museumsdienst entlassen und das Thema Gesundheit instrumentalisiert. So geht eine für die damalige Zeit sehr fortschrittliche Vorstellung von Gesundheitskompetenz verloren. Fraenkel selbst flieht in die USA, wo sie bis zu ihrem Tod am 9. August 1976 im staatlichen Gesundheitswesen wirkt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Doris Schaeffer, Gesundheitswissenschaftlerin, Expertin für Gesundheitskompetenz und Sprecherin NAP-Gesundheitskompetenz
  • Matthis Krischel, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
  • Benjamin Kuntz, Matthis Krischel Friedrich Moll, Wolfram Nagel: Marta Fraenkel - Pionierin der gesundheitlichen Aufklärung. Leipzig 2026
  • Christian Sammer: Gesunde Menschen machen. Die deutsch-deutsche Geschichte der Gesundheitsaufklärung, 1945–1967. München/Berlin 2020

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Stephan Beuting
Redaktion: Matti Hesse

Der Sternenforscher mit der falschen Nase: Tycho Brahe

Der Sternenforscher mit der falschen Nase: Tycho Brahe WDR Zeitzeichen 08.08.2026 14 Min. 47 Sek. Verfügbar bis 08.08.2099 WDR 5

Tycho Brahe hat die Astronomie revolutioniert, in einem der ersten Großforschungszentren der Welt, einem für ihn gebauten Schloss in der Ostsee. Am 8.8.1576 war Grundsteinlegung für "Uraniborg".

In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg, was eine mathematische Formel mit dem Teilverlust von Tycho Brahes Nase zu tun hat, von einem zahmen Elch und dem kleinwüchsigen Wahrsager Jepp und von der komplizierten Beziehung zwischen Brahe und Johannes Kepler. Eine Supernova im Jahr 1572 entflammt seine Neugier: Seitdem beobachtet und dokumentiert der dänische Astronom Tycho Brahe mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit den Lauf der Sterne. Auf der Insel Ven im dänischen Öresund baut Brahe das Planetarium Uraniborg - benannt nach Urania, der Muse der Astronomie. König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen ermöglicht und finanziert ihm dieses Projekt, für das am 8. August 1576 der Grundstein gelegt wird. Uraniborg ist eine gigantische Anlage mit zahlreichen Zimmern. Außerdem zwei Observationstürme, ein Alchemie-Labor und eine riesige Bibliothek. Uraniborg wird zu einem der ersten Großforschungszentren Europas. Der Wissenschaftler selbst gerät nach seinem Tod immer mehr in Vergessenheit - auch weil Brahe sich zu oft selbst im Weg steht. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Lovisa Danielsson vom Tycho Brahe Museum auf der Insel Ven Tycho Brahe: Über den neuen Stern. Ein Loblied auf die himmlischen Wissenschaften. Tübingen 2015 John Robert Christianson: Tycho Brahe and the Measure of the Heavens. London 2020 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Daniela Wakonigg Redaktion: David Rother


In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:
  • dass Tycho Brahe schon als Dreijähriger entführt wird,
  • was eine mathematische Formel mit dem Teilverlust seiner Nase zu tun hat,
  • von einem zahmen Elch und dem kleinwüchsigen Wahrsager Jepp,
  • von der komplizierten Beziehung zwischen Brahe und Johannes Kepler.

Eine Supernova im Jahr 1572 entflammt seine Neugier: Seitdem beobachtet und dokumentiert der dänische Astronom Tycho Brahe mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit den Lauf der Sterne. Auf der Insel Ven im dänischen Öresund baut Brahe das Planetarium Uraniborg - benannt nach Urania, der Muse der Astronomie. König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen ermöglicht und finanziert ihm dieses Projekt, für das am 8. August 1576 der Grundstein gelegt wird.

Uraniborg ist eine gigantische Anlage. Ein quadratisches Schloss mit prachtvollem Garten und zahlreichen Zimmern. Außerdem zwei Observationstürmen, einem Alchemie-Labor und einer riesigen Bibliothek. Uraniborg wird zu einem der ersten Großforschungszentren Europas. Der Wissenschaftler selbst gerät nach seinem Tod immer mehr in Vergessenheit - auch weil Brahe sich zu oft selbst im Weg steht.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Lovisa Danielsson, Tycho Brahe Museum auf der Insel Ven
  • Tycho Brahe: Über den neuen Stern. Ein Loblied auf die himmlischen Wissenschaften. Tübingen 2015
  • John Robert Christianson: Tycho Brahe and the Measure of the Heavens. London 2020

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Autorin: Daniela Wakonigg
Redaktion: David Rother

König Otto I.: Eine Krönung voller Rätsel

König Otto I.: Eine Krönung voller Rätsel WDR Zeitzeichen 07.08.2026 14 Min. 51 Sek. Verfügbar bis 07.08.2099 WDR 5

Am 7.8.936 wird Otto der Große zum König gekrönt. Für manche beginnt mit ihm die Geschichte Deutschlands. Doch wie wahr die Berichte über sein Leben sind, ist fraglich.

In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler, wie genau sich das Ostfränkische Reich zusammensetzt, warum der König ausgerechnet in Aachen gewählt wird und vom Mönch Widukind von Corvey, einer der bedeutendsten, aber auch rätselhaftesten Quellen der deutschen Geschichte im Mittelalter. Am 7. August 936 wird der sächsische Herzog Otto in Aachen zum König des ostfränkischen Reichs gekrönt. Zunächst bricht Otto die Macht des Reichsadels und schlägt die Herrschaftsansprüche diverser Familienmitglieder nieder. Krieg ist der Normalzustand während Ottos Regierungszeit und Otto ist ein überaus erfolgreicher Krieger. Unter Ottos Herrschaft wächst der Zusammenhalt des Landes. In seiner Königskrönung sehen manche den Beginn der Geschichte der Deutschen. Unbestritten hat er dazu beigetragen, dass aus dem Ostfränkischen einmal ein Reich der Deutschen wird. Und Kaiser, wie sein großes Vorbild Karl der Große, wird Otto auch noch. Als Otto der Große geht er schließlich in die Geschichte ein. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Mathias Becher, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bonn Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae. Die Sachengeschichte (Lateinisch/Deutsch). Stuttgart 1992 Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie. München 2012 Johannes Laudage: Otto der Große. Eine Biographie. Regensburg 2001 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Marko Rösseler Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:
  • wie genau sich das Ostfränkische Reich zusammensetzt,
  • warum der König ausgerechnet in Aachen gewählt wird,
  • vom Mönch Widukind von Corvey, einer der bedeutendsten, aber auch rätselhaftesten Quellen der deutschen Geschichte im Mittelalter.

Am 7. August 936 wird der sächsische Herzog Otto in Aachen zum König des ostfränkischen Reichs gekrönt. Zunächst bricht Otto die Macht des Reichsadels und schlägt die Herrschaftsansprüche diverser Familienmitglieder nieder. Krieg ist der Normalzustand während Ottos Regierungszeit und Otto ist ein überaus erfolgreicher Krieger. Unter Ottos Herrschaft wächst der Zusammenhalt des Landes.

In seiner Königskrönung sehen manche den Beginn der Geschichte der Deutschen. Unbestritten hat er dazu beigetragen, dass aus dem Ostfränkischen einmal ein Reich der Deutschen wird. Und Kaiser, wie sein großes Vorbild Karl der Große, wird Otto auch noch. Als Otto der Große geht er schließlich in die Geschichte ein.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Mathias Becher, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bonn
  • Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae. Die Sachengeschichte (Lateinisch / Deutsch). Stuttgart 1992
  • Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie. München 2012
  • Johannes Laudage: Otto der Große. Eine Biographie. Regensburg 2001

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Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Marko Rösseler
Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins
Technik: Sarah Fitzek

Warum der Neandertaler uns ähnlicher ist, als wir denken

Warum der Neandertaler uns ähnlicher ist, als wir denken WDR Zeitzeichen 06.08.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 06.08.2099 WDR 5

Im August 1856 werden im Neandertal die ersten Fossilien frühzeitlicher Menschen gefunden. Es zeigen sich viele Ähnlichkeiten zwischen den Neandertalern und uns.

In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz, warum der Neandertaler viel intelligenter und sozialer ist als lange angenommen, welche neuen Erkenntnisse unser Bild von ihm grundlegend verändert haben, und weshalb bis heute ein Teil des Neandertalers in uns weiterlebt. "Du Neandertaler!" – bis heute gilt das oft als Schimpfwort. Dabei zeichnet die Wissenschaft inzwischen ein ganz anderes Bild unseres nächsten evolutionären Verwandten. Archäologie und Genforschung zeigen, dass Neandertaler vermutlich sprechen können, raffinierte Werkzeuge entwickeln und sich um Kranke und Alte kümmern. Das Bild vom primitiven Höhlenmenschen gilt längst als überholt – und der Neandertaler ist uns näher, als viele lange glauben. Denn bis heute finden sich Spuren von ihm in unserem Erbgut. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Dustin Welper, Paläoanthropologe Svante Pääbo, Paläogenetiker Metin Eren, Experimentalarchäologe, Kent State University Ohio Hoimar von Ditfurth, Wissenschaftsjournalist Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uwe Schulz Redaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz:
  • warum der Neandertaler viel intelligenter und sozialer ist als lange angenommen,
  • welche neuen Erkenntnisse unser Bild von ihm grundlegend verändert haben,
  • weshalb bis heute ein Teil des Neandertalers in uns weiterlebt.

"Du Neandertaler!" – bis heute gilt das oft als Schimpfwort. Dabei zeichnet die Wissenschaft inzwischen ein ganz anderes Bild unseres nächsten evolutionären Verwandten. Archäologie und Genforschung zeigen, dass Neandertaler vermutlich sprechen können, raffinierte Werkzeuge entwickeln und sich um Kranke und Alte kümmern.

Das Bild vom primitiven Höhlenmenschen gilt längst als überholt – und der Neandertaler ist uns näher, als viele lange glauben. Denn bis heute finden sich Spuren von ihm in unserem Erbgut.

Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
  • Dustin Welper, Paläoanthropologe
  • Svante Pääbo, Paläogenetiker
  • Metin Eren, Experimentalarchäologe, Kent State University Ohio
  • Hoimar von Ditfurth, Wissenschaftsjournalist

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Autor: Uwe Schulz
Redaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak

Straffreiheit für Vergewaltiger? Franca Violas mutiges Nein

Straffreiheit für Vergewaltiger? Franca Violas mutiges Nein WDR Zeitzeichen 05.08.2026 14 Min. 43 Sek. Verfügbar bis 05.08.2099 WDR 5

Der Fall Franca Viola wühlt Italien auf. Die 17-Jährige verweigert die "Wiedergutmachungsehe" - die Heirat ihres Vergewaltigers zur Straffreiheit. 1981 fällt das Gesetz.

In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg, wie sich die Sizilianerin Franca Viola gegen die Erzwingung einer Eheschließung wehrt, warum das in den 1960er-Jahren als Sensation gilt, was das italienische Gesetz damals unter "Wiedergutmachungsehe" versteht. Nach einer Vergewaltigung gedrängt werden, den Vergewaltiger zu heiraten, damit er nicht in den Knast muss: Bis vor wenigen Jahrzehnten war das in mehreren europäischen Ländern tatsächlich üblich und legal – in einigen Ländern der Welt ist es das sogar bis heute. In Italien ändert sich die Gesetzeslage ab den 1960er-Jahren langsam: Damals lehnt es die 17-jährige Franca Viola ab, ihren Vergewaltiger zu heiraten. Der Fall wühlt die Gesellschaft auf. Doch erst am 5. August 1981 wird die "Wiedergutmachungsehe" abgeschafft. Weitere 15 Jahre dauert es, bis Vergewaltigung rechtlich nicht mehr als "Verstoß gegen die öffentliche Moral", sondern als Verbrechen gegen eine Person klassifiziert wird. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Maria Sole delle Donne (italienische Juristin) Dima Dabbous (MENA-Regionalbeauftragte der Frauen- und Menschenrechtsorganisation "Equality Now") Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Daniela Wakonigg Redaktion: Matti Hesse Technik: Alexander Buske


In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:
  • wie sich die Sizilianerin Franca Viola gegen die Erzwingung einer Eheschließung wehrt,
  • warum das in den 1960er-Jahren als Sensation gilt,
  • was das italienische Gesetz damals unter "Wiedergutmachungsehe" versteht,
  • warum der Prozess gegen Violas Vergewaltiger zum Signal gegen patriarchale Machtstrukturen wird,
  • wie Feminismus, Medien und gesellschaftlicher Wandel die Gesetzgebung verändern.

Nach einer Vergewaltigung gedrängt werden, den Vergewaltiger zu heiraten, damit er nicht in den Knast muss: Bis vor wenigen Jahrzehnten war das in mehreren europäischen Ländern tatsächlich üblich und legal – in einigen Ländern der Welt ist es das sogar bis heute.

In Italien ändert sich die Gesetzeslage ab den 1960er-Jahren langsam: Damals lehnt es die 17-jährige Franca Viola ab, ihren Vergewaltiger zu heiraten. Der Fall wühlt die Gesellschaft auf. Doch erst am 5. August 1981 wird die "Wiedergutmachungsehe" abgeschafft. Weitere 15 Jahre dauert es, bis Vergewaltigung rechtlich nicht mehr als "Verstoß gegen die öffentliche Moral", sondern als Verbrechen gegen eine Person klassifiziert wird.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Maria Sole delle Donne (italienische Juristin)
  • Dima Dabbous (MENA-Regionalbeauftragte der Frauen- und Menschenrechtsorganisation "Equality Now")

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Daniela Wakonigg
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Alexander Buske

Pow-Wow am Sankt-Lorenz-Strom: Das Ende der Biberkriege

Pow-Wow am Sankt-Lorenz-Strom: Das Ende der Biberkriege WDR Zeitzeichen 04.08.2026 14 Min. 52 Sek. Verfügbar bis 04.08.2099 WDR 5

Mehr als 100 Jahre haben die indigenen Stämme rund um die Großen Seen Nordamerikas Krieg geführt. Am 4.8.1701 schließen sie in Montreal Frieden - vorerst.

In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck, warum die sogenannten Biberkriege weit mehr waren als ein Kampf um Pelze, wie indigene Nationen und europäische Kolonialmächte über ein Jahrhundert lang um Macht und Einfluss ringen und weshalb die Friedenskonferenz von Montreal 1701 keinen dauerhaften Frieden bringt. Mehr als 1.300 Delegierte aus fast 40 indigenen Nationen versammeln sich im Sommer 1701 vor den Toren Montreals. Wochenlang wird verhandelt, gestritten, getrauert und schließlich ein Friedensvertrag geschlossen. Vorausgegangen sind über 100 Jahre Gewalt in den Regionen um Nordamerikas Große Seen. Der Pelzhandel spielt dabei eine wichtige Rolle, doch die Ursachen reichen viel weiter: Rivalitäten zwischen indigenen Nationen, koloniale Machtpolitik, eingeschleppte Krankheiten und wechselnde Bündnisse prägen den Konflikt. Der ausgehandelte Frieden beendet den großen Krieg zwar nicht endgültig, markiert aber einen Wendepunkt in der Geschichte Nordamerikas. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Michael Hochgeschwender, Historiker und Amerikanist, LMU München Richard White: The Middle Ground. Indians, Empires, and Republics in the Great Lakes Region, 1650-1815, Cambridge 1991 Heike Bungert: Die Indianer. Geschichte der indigenen Nationen in den USA, München 2020 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Almut Finck Redaktion: Frank Zirpins Technik: Annette Skrzydlo


In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck:
  • warum die sogenannten Biberkriege weit mehr sind als ein Kampf um Pelze,
  • wie indigene Nationen und europäische Kolonialmächte über ein Jahrhundert lang um Macht und Einfluss ringen,
  • weshalb die Friedenskonferenz von Montreal 1701 keinen dauerhaften Frieden bringt.

Mehr als 1.300 Delegierte aus fast 40 indigenen Nationen versammeln sich im Sommer 1701 vor den Toren Montreals. Wochenlang wird verhandelt, gestritten, getrauert und schließlich ein Friedensvertrag geschlossen.

Vorausgegangen sind über 100 Jahre Gewalt in den Regionen um Nordamerikas Große Seen. Der Pelzhandel spielt dabei eine wichtige Rolle, doch die Ursachen reichen viel weiter: Rivalitäten zwischen indigenen Nationen, koloniale Machtpolitik, eingeschleppte Krankheiten und wechselnde Bündnisse prägen den Konflikt.

Der ausgehandelte Frieden beendet den großen Krieg zwar nicht endgültig, markiert aber einen Wendepunkt in der Geschichte Nordamerikas.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Michael Hochgeschwender, Historiker und Amerikanist, LMU München
  • Richard White: The Middle Ground. Indians, Empires, and Republics in the Great Lakes Region, 1650-1815, Cambridge 1991
  • Heike Bungert: Die Indianer. Geschichte der indigenen Nationen in den USA, München 2020

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Autor: Almut Finck
Redaktion: Frank Zirpins
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Der Vater der Aufzugbremse: Elisha Graves Otis

Der Vater der Aufzugbremse: Elisha Graves Otis WDR Zeitzeichen 03.08.2026 14 Min. 58 Sek. Verfügbar bis 03.08.2099 WDR 5

Er stoppte den freien Fall: Elisha Graves Otis (geboren 3.8.1811) erfand die Sicherheitsbremse für Aufzüge. Seine Idee veränderte Städte, Architektur und unseren Alltag.

In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger, wie aus einer kaum beachteten Vorführung ein weltberühmter Technik-Mythos wird, weshalb Fahrstühle Hochhäuser und moderne Großstädte überhaupt erst ermöglichen und warum der Aufzug die soziale Ordnung in mehrstöckigen Häusern auf den Kopf stellt. Mit seiner Absturzsicherung schafft der US-Mechaniker Elisha Graves Otis die technische Voraussetzung dafür, dass Menschen höheren Gebäuden und ihren Aufzügen vertrauen. Aus den ersten Personenaufzügen entwickelt sich ein Fortbewegungsmittel, das das Bild moderner Großstädte nachhaltig prägt. Doch die Geschichte seiner Erfindung ist mehr als eine Geschichte der Technik. Sie erzählt auch von neuen Formen des Zusammenlebens auf engstem Raum, von unausgesprochenen Verhaltensregeln und von einem Ort, an dem sich Fremde für wenige Sekunden begegnen. Auch deshalb wird der Aufzug zu einem beliebten Schauplatz für Filme, Legenden und urbane Ängste. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Andreas Bernhard (Kulturwissenschaftler) Thomas Oppermann (TÜV Rheinland) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger:
  • wie aus einer kaum beachteten Vorführung ein weltberühmter Technik-Mythos wird,
  • weshalb Fahrstühle Hochhäuser und moderne Großstädte überhaupt erst ermöglichen,
  • warum der Aufzug die soziale Ordnung in mehrstöckigen Häusern auf den Kopf stellt,
  • was sich hinter dem "Elevator Pitch" verbirgt,
  • wie das Verhalten im Fahrstuhl zum Gegenstand eigener Benimmregeln wird.

Mit seiner Absturzsicherung schafft der US-Mechaniker Elisha Graves Otis die technische Voraussetzung dafür, dass Menschen höheren Gebäuden und ihren Aufzügen vertrauen. Aus den ersten Personenaufzügen entwickelt sich ein Fortbewegungsmittel, das das Bild moderner Großstädte nachhaltig prägt.

Doch die Geschichte seiner Erfindung ist mehr als eine Geschichte der Technik. Sie erzählt auch von neuen Formen des Zusammenlebens auf engstem Raum, von unausgesprochenen Verhaltensregeln und von einem Ort, an dem sich Fremde für wenige Sekunden begegnen. Auch deshalb wird der Aufzug zu einem beliebten Schauplatz für Filme, Legenden und urbane Ängste.

Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
  • Andreas Bernhard (Kulturwissenschaftler)
  • Thomas Oppermann (TÜV Rheinland)

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Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Ralph Erdenberger
Redaktion: Sefa Inci Suvak

Fritz Lang: Der Besessene der bewegten Bilder

Fritz Lang: Der Besessene der bewegten Bilder WDR Zeitzeichen 02.08.2026 14 Min. 44 Sek. Verfügbar bis 02.08.2099 WDR 5

Er gilt als Kino-Genie und als Despot am Set. Als Filmregisseur Fritz Lang am 2.8.1976 stirbt, nimmt er auch das Geheimnis um den Tod seiner ersten Frau mit ins Grab.

In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug, wie Fritz Lang vom Wiener Jungen zu einem der einflussreichsten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts wird, warum sein Monumentalfilm "Metropolis" die UFA an ihre finanziellen Grenzen bringt und weshalb Fritz Lang in Hollywood neu anfängt. Als Jugendlicher entdeckt Fritz Lang im Kino seine Faszination für bewegte Bilder und beschließt, selbst Geschichten für die Leinwand zu erzählen. Mit Filmen wie "Metropolis", "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" und den "Dr. Mabuse"-Filmen prägt er das Kino nachhaltig. Seine kompromisslose Suche nach Perfektion macht ihn berühmt, aber auch gefürchtet. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlässt Lang Deutschland und setzt seine Karriere in Hollywood fort. Bis heute gilt er als einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Rolf Aurich, Deutsche Kinemathek, Berlin LEMO: Fritz Lang Harvard Film Archive: The complete Fritz Lang Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Thomas Klug Redaktion: Frank Zirpins


In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug:
  • wie Fritz Lang vom Wiener Jungen zu einem der einflussreichsten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts wird,
  • warum sein Monumentalfilm "Metropolis" die UFA an ihre finanziellen Grenzen bringt,
  • weshalb Fritz Lang in Hollywood neu anfängt.

Als Jugendlicher entdeckt Fritz Lang im Kino seine Faszination für bewegte Bilder und beschließt, selbst Geschichten für die Leinwand zu erzählen. Mit Filmen wie "Metropolis", "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" und den "Dr. Mabuse"-Filmen prägt er das Kino nachhaltig.

Seine kompromisslose Suche nach Perfektion macht ihn berühmt, aber auch gefürchtet. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlässt Lang Deutschland und setzt seine Karriere in Hollywood fort. Bis heute gilt er als einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Thomas Klug
Redaktion: Frank Zirpins

Unentdeckt mitten in Berlin: Amerikas Partisanen im Kalten Krieg

Unentdeckt mitten in Berlin: Amerikas Partisanen im Kalten Krieg WDR Zeitzeichen 01.08.2026 16 Min. 26 Sek. Verfügbar bis 01.08.2099 WDR 5

Am 1. August 1956 entsteht Detachment A Berlin. Für den Fall einer sowjetischen Invasion trainiert die geheime US-Einheit Sabotage und Partisanenkampf.

In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog, warum mitten im Berliner Grunewald Waffen in geheimen Lagern vergraben werden, weshalb US-Soldaten sich in zivil unter die Berliner Bevölkerung mischen und ob eine geheime Spezialeinheit den Verlauf des Kalten Krieges hätte beeinflussen können. Am 1. August 1956 gründet die US-Armee in West-Berlin die geheime Spezialeinheit Detachment-A. Ihre Mitglieder bereiten sich auf den Ernstfall eines Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt vor: Im Falle eines sowjetischen Angriffs sollen sie hinter den feindlichen Linien Bahnstrecken, Brücken und Wasserkanäle sabotieren. Dafür legen sie in Berlin geheime Waffenlager an, üben konspiratives Arbeiten und tarnen sich als Zivilisten. Jahrzehntelang bleibt die Existenz der Einheit nahezu unbekannt – selbst befreundeten Geheimdiensten. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges wird bekannt, welche Rolle Detachment A im Verteidigungsplan der USA für West-Berlin spielen sollte. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: James Stejskal, Militärhistoriker und Autor, Ex-Green-Beret, Ex-CIA, Ex-Detachment-A Erich Schmidt-Eenboom, Historiker, Journalist und Autor, spezialisiert auf Geheimdienste James Stejskal: Special Forces Berlin. Clandestine Cold War Operations of the U.S. Army’s Elite, 1956-1990. Philadelphia 2020 Erich Schmidt-Eenboom und Ulrich Stoll: Die Partisanen der NATO. Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991, Berlin 2016 Unser Hörtipp: Podcast „Vor 33“: Was für eine Gesellschaft lässt zu, dass eine rechtsextreme Partei die Macht übernimmt? Der Podcast blickt in fünf Folgen zurück auf die Jahre vor 1933: auf eine Demokratie im Krisenmodus, in der sich Gewalt normalisiert und radikale Antworten immer attraktiver werden. https://1.ard.de/podcast-tipp-vor33 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martin Herzog Redaktion: Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog:
  • warum mitten im Berliner Grunewald Waffen in geheimen Lagern vergraben werden,
  • weshalb US-Soldaten sich in zivil unter die Berliner Bevölkerung mischen,
  • ob eine geheime Spezialeinheit den Verlauf des Kalten Krieges hätte beeinflussen können.

Am 1. August 1956 gründet die US-Armee in West-Berlin die geheime Spezialeinheit Detachment-A. Ihre Mitglieder bereiten sich auf den Ernstfall eines Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt vor: Im Falle eines sowjetischen Angriffs sollen sie hinter den feindlichen Linien Bahnstrecken, Brücken und Wasserkanäle sabotieren.

Dafür legen sie in Berlin geheime Waffenlager an, üben konspiratives Arbeiten und tarnen sich als Zivilisten. Jahrzehntelang bleibt die Existenz der Einheit nahezu unbekannt – selbst befreundeten Geheimdiensten. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges wird bekannt, welche Rolle Detachment A im Verteidigungsplan der USA für West-Berlin spielen sollte.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • James Stejskal, Militärhistoriker und Autor, Ex-Green-Beret, Ex-CIA, Ex-Detachment-A
  • Erich Schmidt-Eenboom, Historiker, Journalist und Autor, spezialisiert auf Geheimdienste
  • James Stejskal: Special Forces Berlin. Clandestine Cold War Operations of the U.S. Army’s Elite, 1956-1990. Philadelphia 2020
  • Erich Schmidt-Eenboom und Ulrich Stoll: Die Partisanen der NATO. Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991, Berlin 2016

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Unser Hörtipp:
  • Podcast „Vor 33“: Was für eine Gesellschaft lässt zu, dass eine rechtsextreme Partei die Macht übernimmt? Der Podcast blickt in fünf Folgen zurück auf die Jahre vor 1933: auf eine Demokratie im Krisenmodus, in der sich Gewalt normalisiert und radikale Antworten immer attraktiver werden.

Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
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Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Martin Herzog
Redaktion: Matti Hesse

Ein Ballonflug zwischen Forscherdrang und Lebensgefahr

Ein Ballonflug zwischen Forscherdrang und Lebensgefahr WDR Zeitzeichen 31.07.2026 14 Min. 40 Sek. Verfügbar bis 31.07.2099 WDR 5

Eine riskante Expedition bringt zwei deutsche Forscher an ihre Grenzen - und verändert das Verständnis der Atmosphäre grundlegend. Mit Folgen für die Klimaforschung.

In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg, wie eine Ballonfahrt im Kaiserreich zum wissenschaftlichen Großereignis wird, warum zwei Meteorologen ihr Leben riskieren, um Messdaten aus extremen Höhen zu gewinnen und welche überraschende Beobachtung das damalige Wissen über die Atmosphäre infrage stellt. Zwei Mitarbeiter des Königlich Preußischen Meteorologischen Instituts haben sich vorgenommen, in eine Höhe vorzudringen, in der zuvor noch nie ein Mensch gewesen ist: Arthur Berson und Reinhard Süring. Sie starten von Berlin aus mit einem riesigen Gasballon mit dem Namen "Preussen". Er ist der größte im Kaiserreich. Bis zur Höhe von 9.000 Metern verläuft der Aufstieg einigermaßen problemlos. Dann wird das Schlafbedürfnis immer größer - weil der Sauerstoffgehalt immer mehr abnimmt. Kurz bevor die beiden Männer in Ohnmacht fallen, gelingt es, den Sinkflug einzuleiten. Das rettet ihnen das Leben - und die Messergebnisse. Das ermöglicht ein neues Bild der Atmosphäre, das bis heute Forschung und Klimadebatten prägt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Frank Beyrich (Meteorologe, Reinhard-Süring-Stiftung, Deutscher Wetterdienst) Arthur Berson und Reinhard Süring: Ein Ballonaufstieg bis 10.500 m. Illustrierte Aeronautische Mitteilungen, Heft 4. Berlin 1901 Guy Brasseur: The Air and its Secrets. Les Ulis bei Paris 2025 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin : Daniela Wakonigg Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Moritz Raestrup


In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:
  • wie eine Ballonfahrt im Kaiserreich zum wissenschaftlichen Großereignis wird,
  • warum zwei Meteorologen ihr Leben riskieren, um Messdaten aus extremen Höhen zu gewinnen,
  • welche überraschende Beobachtung das damalige Wissen über die Atmosphäre infrage stellt,
  • weshalb bald unbemannte Ballone bald als verlässliche Messinstrumente gelten,
  • wie daraus die Entdeckung einer neuen Atmosphärenschicht entsteht.

Zwei Mitarbeiter des Königlich Preußischen Meteorologischen Instituts haben sich vorgenommen, in eine Höhe vorzudringen, in der zuvor noch nie ein Mensch gewesen ist: Arthur Berson und Reinhard Süring. Sie starten von Berlin aus mit einem riesigen Gasballon mit dem Namen "Preußen". Er ist der größte im Kaiserreich. Bis zur Höhe von 9.000 Metern verläuft der Aufstieg einigermaßen problemlos.

Dann wird das Schlafbedürfnis immer größer, weil der Sauerstoffgehalt immer mehr abnimmt. Kurz bevor die beiden Männer in Ohnmacht fallen, gelingt es, den Sinkflug einzuleiten. Das rettet ihnen das Leben - und die Messergebnisse. Das ermöglicht ein neues Bild der Atmosphäre, das bis heute Forschung und Klimadebatten prägt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Frank Beyrich (Meteorologe, Reinhard-Süring-Stiftung, Deutscher Wetterdienst)
  • Arthur Berson und Reinhard Süring: Ein Ballonaufstieg bis 10.500 m. Illustrierte Aeronautische Mitteilungen, Heft 4. Berlin 1901
  • Guy Brasseur: The Air and its Secrets. Les Ulis bei Paris 2025

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Autorin : Daniela Wakonigg
Redaktion: Sefa Inci Suvak
Technik: Moritz Raestrup

"Nine-Eleven" von 1916: Deutsche Agenten erschüttern New York

"Nine-Eleven" von 1916: Deutsche Agenten erschüttern New York WDR Zeitzeichen 30.07.2026 15 Min. 45 Sek. Verfügbar bis 30.07.2099 WDR 5

Eine der größten nicht-nuklearen Explosionen der Geschichte ereignet sich am 30.7.1916 auf der Black-Tom-Insel bei New York. Die Freiheitsstatue wird beschädigt - von deutschen Bombenlegern.

In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck von einer der größten nicht-nuklearen Explosionen der Geschichte, welche Rolle deutsche Seeleute, irische Hafenarbeiter und Spione in Nadelstreifen dabei spielen, und wieso die Bundesrepublik noch bis 1979 für die Schäden aufkommen muss. In der Nacht zum 30. Juli 1916 bebt in New York buchstäblich die Erde. Auf der kleinen Hafeninsel Black Tom ist ein Munitionsdepot explodiert. Die Folgen sind enorm: Mindestens fünf Menschen verlieren ihr Leben, im Umkreis von 40 Kilometern bersten die Fensterscheiben und auch die Freiheitstatue auf der benachbarten Liberty Island wird erheblich beschädigt - bis heute ist die Fackel für Besucher gesperrt. Dass man auf eigenem Boden so verwundbar ist, trifft die amerikanische Seele tief. Denn schon bald wird klar: Die Explosion ist kein Unfall, sondern Sabotage unter Beteiligung deutscher Geheimagenten. Das ist unser wichtigster Interviewpartner: Heribert von Feilitzsch, deutsch-amerikanischer Historiker mit Schwerpunkt Spionage und Geschichte der Geheimdienste Hörtipp: Edo, die größte Stadt der Welt – Tokyo im 18. Jahrhundert: Radiowissen https://1.ard.de/radiowissen-edo Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Almut Finck Redaktion: Emily Jeuckens und Frank Zirpins Technik: Annette Skrzydlo


In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck:
  • von einer der größten nicht-nuklearen Explosionen der Geschichte,
  • welche Rolle deutsche Seeleute, irische Hafenarbeiter und Spione in Nadelstreifen dabei spielen,
  • wieso die Bundesrepublik noch bis 1979 für die Schäden aus dem Jahr 1916 aufkommen muss.

In der Nacht zum 30. Juli 1916 bebt in New York buchstäblich die Erde. Auf der kleinen Hafeninsel Black Tom ist ein Munitionsdepot explodiert. Die Folgen sind enorm: Mindestens fünf Menschen verlieren ihr Leben, im Umkreis von 40 Kilometern bersten die Fensterscheiben und auch die Freiheitstatue auf der benachbarten Liberty Island wird erheblich beschädigt - bis heute ist die Fackel für Besucher gesperrt.

Dass man auf eigenem Boden so verwundbar ist, trifft die amerikanische Seele tief. Denn schon bald wird klar: Die Explosion ist kein Unfall, sondern Sabotage unter Beteiligung deutscher Geheimagenten.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Heribert von Feilitzsch, deutsch-amerikanischer Historiker mit Schwerpunkt Spionage und Geschichte der Geheimdienste
  • Heribert von Feilitzsch: The Secret War on the United States in 1915. A Tale of Sabotage, Labor Unrest, and Border Troubles. USA 2015
  • Jules Witcover: Sabotage at Black Tom. Imperial Germany’s Secret in America, 1914-1917. Chapel Hill 1989

Weiterführende Links:

Hörtipp:
Edo, die größte Stadt der Welt – Tokyo im 18. Jahrhundert: Radiowissen

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Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Almut Finck
Redaktion: Emily Jeuckens und Frank Zirpins
Technik: Annette Skrzydlo

Eine Prinzessin als "Erlöserin"? Brasiliens Ende der Sklaverei

Eine Prinzessin als "Erlöserin"? Brasiliens Ende der Sklaverei WDR Zeitzeichen 29.07.2026 14 Min. 13 Sek. Verfügbar bis 29.07.2099 WDR 5

Prinzessin Isabel (geb. 29.7.1846) beendet mit einer Unterschrift die Sklaverei in Brasilien. Doch wer hat die Freiheit von 700.000 Menschen wirklich erkämpft?

In diesem Zeitzeichen erzählt Christina Weise, wie Prinzessin Isabel zur Symbolfigur der Abschaffung der Sklaverei wird, welche Rolle der Aktivist André Rebouças dabei spielt, Prinzessin Isabel für die Abschaffung der Sklaverei zu gewinnen, wie eine breite Bewegung Druck auf Politik und Gesellschaft ausübt, weshalb wirtschaftliche Interessen und internationale Einflüsse den Prozess prägen und warum der Mythos der "Erlöserin" heute kritisch hinterfragt wird. Als Prinzessin Isabel im Mai 1888 das "Goldene Gesetz" unterschreibt, jubeln die Menschen in Rio de Janeiro: Brasilien schafft damit offiziell die Sklaverei ab. Die Kronprinzessin wird gefeiert, verehrt und glorifiziert. Doch der Weg zu diesem Moment ist lang und konfliktreich. Jahrzehntelang kämpfen Gegner der Sklaverei für die Freiheit. Viele von ihnen sind selbst ehemals versklavt. Sie organisieren Proteste, helfen versklavten Menschen bei der Flucht und erhöhen den politischen Druck auf Regierung und Parlament. Währenddessen wird Isabel zur Projektionsfigur – zwischen politischem Kalkül, religiöser Überzeugung und den Machtinteressen einer bröckelnden Monarchie. Das sind unsere wichtigster Interviewpartner: Paulo Rezzutti (Forscher und Autor zahlreicher Bücher über die brasilianische Kaiserfamilie) Philippe Arthur dos Reis (Historiker mit dem Schwerpunkt Stadtgeschichte, kulturelles Erbe und soziale Bewegungen) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Christina Weise Redaktion: Matti Hesse


In diesem Zeitzeichen erzählt Christina Weise:
  • wie Prinzessin Isabel zur Symbolfigur der Abschaffung der Sklaverei wird,
  • welche Rolle der Aktivist André Rebouças dabei spielt, Prinzessin Isabel für die Abschaffung der Sklaverei zu gewinnen,
  • wie eine breite Bewegung Druck auf Politik und Gesellschaft ausübt,
  • weshalb wirtschaftliche Interessen und internationale Einflüsse den Prozess prägen,
  • warum der Mythos der „Erlöserin" heute kritisch hinterfragt wird.

Als Prinzessin Isabel im Mai 1888 das "Goldene Gesetz" unterschreibt, jubeln die Menschen in Rio de Janeiro: Brasilien schafft damit offiziell die Sklaverei ab. Die Kronprinzessin wird gefeiert, verehrt und glorifiziert. Doch der Weg zu diesem Moment ist lang und konfliktreich.

Jahrzehntelang kämpfen Gegner der Sklaverei für die Freiheit. Viele von ihnen sind selbst ehemals versklavt. Sie organisieren Proteste, helfen versklavten Menschen bei der Flucht und erhöhen den politischen Druck auf Regierung und Parlament. Währenddessen wird Isabel zur Projektionsfigur – zwischen politischem Kalkül, religiöser Überzeugung und den Machtinteressen einer bröckelnden Monarchie.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Paulo Rezzutti (Forscher und Autor zahlreicher Bücher über die brasilianische Kaiserfamilie)
  • Philippe Arthur dos Reis (Historiker mit dem Schwerpunkt Stadtgeschichte, kulturelles Erbe und soziale Bewegungen)
  • Roderick J. Barman: Princess Isabel of Brazil: Gender and Power in the Nineteenth Century. Lanham, Maryland 2002
  • Ynaê Lopes dos Santos: Racismo brasileiro: uma história da formação do país. São Paulo 2022

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Autorin: Christina Weise
Redaktion: Matti Hesse

Der "Nasenjoseph": Ein Berliner Arzt und die Schönheitschirurgie

Der "Nasenjoseph": Ein Berliner Arzt und die Schönheitschirurgie WDR Zeitzeichen 28.07.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 28.07.2099 WDR 5

1896 führt der Berliner Arzt Jacques Joseph eine der ersten Schönheits-OPs durch. Er mindert Leid - und zementiert das, was wir heute "Normschönheit" nennen.

In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer, wer besonders von den ersten Schönheits-OPs profitiert, von Schönheitsidealen und gesellschaftlichen Normen und dass auch Joseph von der aufkommenden nationalsozialistischen Verfolgung betroffen ist. Im frühen 20. Jahrhundert werden chirurgische Eingriffe von der Medizinwelt verteufelt. Doch ein Mann verändert dieses Denken für immer: der Berliner Schönheitschirurg Jacques Joseph, genannt Nasenjoseph. Als Auszubildender operiert er 1896 die abstehenden Ohren eines Jungen - aus "Schönheitsgründen". Obwohl das Ergebnis begeistert, wird er von seinem Chef wegen des unnötigen Eingriffs ohne Rücksprache entlassen. Es ist der Startschuss für Josephs eigene Karriere. Er eröffnet eine Praxis und entwickelt Operationsmethoden, vor allem für die Modellierung und Verkleinerung der Nase. Damit befreit er seine Patienten von psychischem Leid, bekräftigt aber gleichzeitig die Normen, die dieses Leid überhaupt erst erzeugt haben. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Paula-Irene Villa Braslavsky, Soziologin Ronald Gerste, Medizinhistoriker Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Emily Jeuckens und David Rother


In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:
  • wer besonders von den ersten Schönheits-OPs profitiert,
  • von Schönheitsidealen und gesellschaftlichen Normen,
  • warum Joseph eine Professur für plastische Chirurgie an der Berliner Charité ablehnt,
  • dass auch er von der aufkommenden nationalsozialistischen Verfolgung betroffen ist.

Im frühen 20. Jahrhundert werden chirurgische Eingriffe von der Medizinwelt verteufelt. Doch ein Mann verändert dieses Denken für immer: der Berliner Schönheitschirurg Jacques Joseph, genannt Nasenjoseph. Als Auszubildender operiert er 1896 die abstehenden Ohren eines Jungen - aus "Schönheitsgründen". Obwohl das Ergebnis begeistert, wird er von seinem Chef wegen des unnötigen Eingriffs ohne Rücksprache entlassen.

Es ist der Startschuss für Josephs eigene Karriere. Er eröffnet eine Praxis und entwickelt Operationsmethoden, vor allem für die Modellierung und Verkleinerung der Nase. Damit befreit er seine Patienten von psychischem Leid, bekräftigt jedoch gleichzeitig die Normen, die dieses Leid überhaupt erst erzeugt haben.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Erik Hlacer
Redaktion: Emily Jeuckens und David Rother

Autorin mit Privatmuseum: Das bunte Leben von Gertrude Stein

Autorin mit Privatmuseum: Das bunte Leben von Gertrude Stein WDR Zeitzeichen 27.07.2026 15 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 27.07.2099 WDR 5

Die Schriftstellerin Gertrude Stein (gestorben am 27.7.1946) wird heute immer wieder auf einen Satz reduziert. Dabei hat ihre Geschichte so viel mehr zu bieten.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld, unter welchen Umständen Gertrude Stein in der US-Provinz aufwächst, was ihr Satz "Rose ist eine Rose, ist eine Rose, ist eine Rose" bedeutet, wie sie ein freies Leben führt und dennoch politisch widersprüchlich bleibt. Gertrude Stein schreibt unermüdlich, sammelt Kunst und wird zur zentralen Figur der Pariser Szene. In ihrer Wohnung treffen sich Maler, Schriftsteller und Musiker. Hier entsteht ein Netzwerk, das die Moderne entscheidend prägt. Ihre Texte brechen mit Konventionen: Wiederholungen, Alltagssprache und ungewohnte Bilder formen einen Stil, der viele fasziniert und ebenso viele überfordert. Während ihre experimentellen Werke lange als schwer zugänglich gelten, wird sie mit einer Autobiografie plötzlich international bekannt und zur literarischen Berühmtheit. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Ulla Haselstein (Professorin für Amerikanistik an der Freien Universität Berlin) Ulla Haselstein: Gertrude Steins literarische Porträts. Göttingen 2019 Alice B. Toklas: Gertrude Stein - Autobiographie. Berlin 2021 Stefana Sabin: Gertrude Stein. Hamburg 1996 Uda Strätling (Hrsg.): Gertrude Stein - Das große Lesebuch. Frankfurt am Main 2017 Hörtipp: Podcast von Bayern 2: Buchgefühl - Lesung und Gespräch https://1.ard.de/buchgefuehl-lesung-und-gespraech Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherin und die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Kosfeld Redaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld:
  • unter welchen Umständen Gertrude Stein in der US-Provinz aufwächst,
  • was ihr berühmter Satz "Rose ist eine Rose, ist eine Rose, ist eine Rose" bedeutet,
  • wie sie Künstler wie Picasso und Hemingway beeinflusst,
  • auf welche Weise sie den Zweiten Weltkrieg überlebt,
  • wie sie ein freies Leben führt und dennoch politisch widersprüchlich bleibt.

Gertrude Stein schreibt unermüdlich, sammelt Kunst und wird zur zentralen Figur der Pariser Szene. In ihrer Wohnung treffen sich Maler, Schriftsteller und Musiker. Hier entsteht ein Netzwerk, das die Moderne entscheidend prägt.

Ihre Texte brechen mit Konventionen: Wiederholungen, Alltagssprache und ungewohnte Bilder formen einen Stil, der viele fasziniert und ebenso viele überfordert. Während ihre experimentellen Werke lange als schwer zugänglich gelten, wird sie mit einer Autobiografie plötzlich international bekannt und zur literarischen Berühmtheit.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Ulla Haselstein (Professorin für Amerikanistik an der Freien Universität Berlin)
  • Ulla Haselstein: Gertrude Steins literarische Porträts. Göttingen 2019
  • Alice B. Toklas: Gertrude Stein - Autobiographie. Berlin 2021
  • Stefana Sabin: Gertrude Stein. Hamburg 1996
  • Uda Strätling (Hrsg.): Gertrude Stein - Das große Lesebuch. Frankfurt am Main 2017

Weiterführende Links:

Hörtipp:
Podcast von Bayern 2: Buchgefühl - Lesung und Gespräch

Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
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Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherin und die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christian Kosfeld
Redaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak

Rembrandt: Vom Star-Maler zum bankrotten Außenseiter

Rembrandt: Vom Star-Maler zum bankrotten Außenseiter WDR Zeitzeichen 26.07.2026 14 Min. 45 Sek. Verfügbar bis 26.07.2099 WDR 5

Rembrandts Karriere in der Amsterdamer Kunstszene ist steil: Er profitiert vom Boom der Stadt, doch sein Eigensinn steht dem Erfolg im Weg. Am 26.7.1656 ist er bankrott.

In diesem Zeitzeichen erzählt Anja Reinhardt, wie Rembrandt von Leiden ins florierende Amsterdam zieht, warum sich in seinen Bildern zahlreiche Selbstporträts finden und über den frühen Tod seiner Frau Saskia. Rembrandt van Rijn ist nicht nur ein begnadeter Maler, er bedient auch perfekt den Geschmack der neuen Eliten im aufstrebenden Amsterdam. Das zahlt sich aus. Allein vom Honorar für seine berühmte "Nachtwache" kann er sich ein stattliches Haus kaufen, das er mit wertvollen Kunstwerken und kuriosen Raritäten füllt. Doch die Zeiten ändern sich, die Kunden wünschen sich gefälligere Bilder. Rembrandts Farbpalette hingegen wird dunkler, die Gesichter verletzlicher, die Bilder sperriger. Was die Kunstwelt heute als späten Rembrandt bewundert, kostet ihn zu Lebzeiten immer mehr Auftraggeber. Am 26. Juli 1656 erklärt er schließlich seine Zahlungsunfähigkeit und verliert infolgedessen seine Sammlungen und sein Haus. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Justus Lange, Leitung, Gemäldegalerie Alte Meister Prof. Dr. Jochen Sander, stellvertretender Direktor des Städel Museums Justus Lange/Timo Trümper: Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke. Petersberg 2026 Jochen Sander: Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten? München 2025 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch in ARD Sounds: https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Anja Reinhardt Redaktion: Carolin Rückl


In diesem Zeitzeichen erzählt Anja Reinhardt:
  • wie Rembrandt von Leiden ins florierende Amsterdam zieht,
  • warum sich in seinen Bildern zahlreiche Selbstporträts finden,
  • über den frühen Tod seiner Frau Saskia,
  • womit er das liberale Amsterdamer Bürgertum provoziert.

Rembrandt van Rijn ist nicht nur ein begnadeter Maler, er bedient auch perfekt den Geschmack der neuen Eliten im aufstrebenden Amsterdam. Das zahlt sich aus. Allein vom Honorar für seine berühmte "Nachtwache" kann er sich ein stattliches Haus kaufen, das er mit wertvollen Kunstwerken und kuriosen Raritäten füllt.

Doch die Zeiten ändern sich, die Kunden wünschen sich gefälligere Bilder. Rembrandts Farbpalette hingegen wird dunkler, die Gesichter verletzlicher, die Bilder sperriger. Was die Kunstwelt heute als späten Rembrandt bewundert, kostet ihn zu Lebzeiten immer mehr Auftraggeber.

Am 26. Juli 1656 erklärt er schließlich seine Zahlungsunfähigkeit und verliert infolgedessen seine Sammlungen und sein Haus.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Justus Lange, Leitung, Gemäldegalerie Alte Meister
  • Prof. Dr. Jochen Sander, stellvertretender Direktor des Städel Museums
  • Justus Lange/Timo Trümper: Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke. Petersberg 2026
  • Jochen Sander: Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten? München 2025
  • Stephanie S. Dicker/Jochen Sander: Nennt mich Rembrandt. Kreativität und Wettbewerb in Amsterdam um 1630-1655. München 2022

Weiterführende Links:

Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de.
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.

Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Anja Reinhardt
Redaktion: Carolin Rückl