Am 13. August brechen im Hohen Venn und im Hürtgenwald Feuer aus. Erst scheint es, als bekomme die Feuerwehr die Brände schnell unter Kontrolle. Am Ende dauert es acht Tage bis die Brände gelöscht sind.
Einen Monat später ist die Brandursache weiterhin ungeklärt. Eine Möglichkeit können die Ermittler nun aber doch ausschließen: Die im Boden liegende Weltkriegsmunition war nicht die Ursache für das Feuer, erklärt Innenminister Herbert Reul (CDU) auf einer Landtagssitzung am Donnerstag.
Behörden ermitteln wegen vorsätzlicher Brandstiftung
Brandstiftung kann dagegen weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft Aachen hat deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf vorsätzliche Brandstiftung eingeleitet.
Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler von zwei möglichen Stellen aus, an denen das Feuer begonnen haben könnte.
Landwirtschaftliche Maschinen transportieren Löschwasser
Um den Großbrand unter Kontrolle zu bringen, waren zahlreiche Feuerwehren, Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr und weitere Einsatzkräfte im Einsatz. Unterstützt wurden sie auch von Forst- und Landwirten.
NRW-Innenminister Herbert Reul zieht einem Monat nach dem Brand im Hürtgenwald Bilanz.
Bildquelle: dpaDabei kamen neben Löschfahrzeugen, Hubschraubern und Drohnen auch landwirtschaftliche Maschinen zum Einsatz. Unter anderem stellten Landwirte Güllefässer mit Löschwasser für das Spezialfahrzeug "Fire Fighter" bereit. "Diese Unterstützung hat sich als praktikable Ergänzung erwiesen", lobte Reul.
Land will Waldbrandbekämpfung verbessern
Ebenfalls lobte NRW-Innenminister Reul sieht die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzteams. Gleichzeitig müsse sich das Land aber auch besser auf künftige Waldbrände vorbereiten.
Geplant sind unter anderem regionale Waldbrandpläne. Darin soll genauer festgehalten werden, wo es geeignete Wege und ausreichend Löschwasser gibt.
NRW will Löschkraft aus der Luft verstärken
Außerdem sollen Einsatzkräfte stärker auf Waldbrände spezialisiert und die technische Ausstattung ausgebaut werden. "Ein Weg könnte sein, kleinere Spezialeinheiten zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren zügig in den Einsatz zu bringen", schlug Reul vor.
Auch die Brandbekämpfung aus der Luft soll künftig eine größere Rolle spielen.
Quellen:
- vorherige WDR-Berichterstattung
- dpa
Sendung: WDR.de, Hürtgenwald zieht Bilanz, 10.09.2026, 20:30