Er ist 23 Jahre alt und ihm droht die Sicherungsverwahrung. Nun ist bekannt geworden, dass der Prozess gegen ihn und einen Mitangeklagten am 8. Dezember 2025 vor dem Kölner Landgericht starten wird.
Vater und Sohn im Gefängnis
Die Staatsanwaltschaft macht den 23-Jährigen verantwortlich für eine Serie von Gewalt, die es in Köln und Umgebung so noch nicht gegeben hat. Auslöser sollen 350 Kilogramm gestohlenes Marihuana gewesen sein, dass er zurück haben wollte. Dafür soll er unter anderem die Geiselnahme eines Paares aus dem Ruhrgebiet in Auftrag gegeben haben.
Luxus durch Drogengeschäfte
In diesem Komplex um die Drogenbande aus Köln-Kalk gab es bereits mehrere Prozesse in diesem Jahr. Zeugen berichten, dass der Boss der Bande ein Luxusleben geführt haben soll. Dazu sollen teure Autos, exklusive Kleidung oder ganze Schuhkartons mit Bargeld Geld in seiner Wohnung gehört haben. Er ist der Sohn eines Restaurantbetreibers, der ebenfalls von der Polizei festgenommen wurde und in U-Haft sitzt. Ihm werfen die Ermittler Geldwäsche vor.
Hohe Sicherheitsvorkehrungen am Landgericht
Der Prozess wird am Landgericht unter hohen Sicherheitsvorkehrungen geführt. Der angeklagte Deutsch-Iraker droht nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Sicherungsverwahrung. Beobachter schließen daraus, dass ein Befreiungsversuch nicht unwahrscheinlich ist. Wie viel Sicherheit die Behörden aufbieten werden, ist aber noch nicht bekannt. Nach ersten Informationen des Kölner Landgerichts sind zunächst 40 Verhandlungstage angesetzt. Es wird also ein besonders langer Prozess erwartet.
Quellen:
- Landgericht Köln