Folgen der Sperrung der Nordbrücke - Verkehrskollaps im Combahnviertel?

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WDR 2 Min. 33 Sek. Verfügbar bis 09.09.2028

Trotz erster Verkehrsmaßnahmen Nordbrücken-Chaos in Bonn hält an

Stand:

Mit Pollern und Durchfahrtsverboten will die Stadt den Verkehr im geplagten Bonner Combahnviertel verbessern. Wie gut klappt das?

Von Max Schlösser

Unzählige Autos und LKW kämpfen sich aktuell täglich durch die engen Straßen des Bonner Combahnviertels. Die Sperrung der Nordbrücke hat das Wohngebiet in eine Ausweichroute für Pendler verwandelt - für all diejenigen, die sonst über die Autobahn gefahren wären. Für die Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das: Dauerstau, Lärm und Abgase direkt vor der Haustür.

Zudem leiden die Geschäfte in dem Gebiet. Die Fortuna-Apotheke kann ihren Kunden nicht mehr sagen, wann wichtige Medikamente ankommen, weil der Lieferdienst aufgrund des Verkehrschaos immer wieder zu spät kommt.

Haben die Verkehrsmaßnahmen geholfen?

Um die Situation zu verbessern, hat die Beueler Bezirksvertretung im Juli Verkehrsmaßnahmen beschlossen. Einen Teil hat der Bezirk inzwischen umgesetzt. So gibt es neue Poller an einigen Zufahrten zum Combahnviertel. Sie sollen die Autos auf den Hauptverkehrswegen halten. Zusätzlich wurde die Verkehrsführung stellenweise geändert und Radwege an manchen Orten sicherer gemacht.

Mann auf Fahhard steht neben Auto, es ist wenig Platz

Auch Radfahrende leiden unter der Verkehrssituation

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Die Verkehrslage habe sich inzwischen etwas verbessert. Statt Dauerstau von fünf bis 21 Uhr komme es nur noch zu den Stoßzeiten zum Verkehrschaos, berichten uns Anwohner und Vertreter der Bezirksvertretung. Ob der Verkehrsrückgang an den Maßnahmen liegt, lasse sich aber nicht sagen.

Hoffnung auf Google und Co.

Die Bezirksvertretung will ihr Vorgehen regelmäßig überprüfen und auch anpassen. Bis jetzt sind noch nicht alle Maßnahmen umgesetzt. So fehlt zum Beispiel ein getrennter Radweg auf der Professor-Neu-Allee. Er soll die Straße für Radfahrer sicherer machen und gleichzeitig mehr Menschen zum Radfahren bewegen.

Eine Hoffnung der Bezirksvertretung liegt bei den Anbietern von Navigationsdiensten wie Google Maps. Diese könnten aufhören, die Autos durch das Combahnviertel zu leiten, sagt Lea Groneweg, Fraktionsvorsitzende der Beueler Grünen und Anwohnerin. Bis jetzt waren die Kontaktversuche mit den Anbietern aber nicht erfolgreich.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen des Reporters
  • Interview mit Bezirksbürgermeister Marco Rudolph, CDU
  • Interview mit Lea Groneweg, Bündnis 90/Die Grünen, Bezirksvertretung

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Bonn, 09.09.2026, 19:30 Uhr

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