Gedenkstunde nach tödlichem Messerangriff in Witten
WDR. 01:32 Min.. Verfügbar bis 01.04.2028.
Mit einer Gedenkveranstaltung wollten die Kirchengemeinden in Witten zusammen trauern und an die Opfer denken. Sie wollten eine Anlaufstelle sein, denn bei vielen Menschen in Witten ist der Schock nach dem tödlichen Messerangriff am Wochenende groß. Viele trauern, stellen am Tatort Kerzen auf und legen Briefe ab.
Auch Notfallseelsorger und Polizisten beim Gedenken
Bei dem Messerangriff am Samstag, den 28. März 2026, war ein 13-Jähriger tödlich verletzt worden; seine Schwester und seine Mutter wurden lebensgefährlich verletzt. Täter soll der 40-jährige Vater sein. Er sitzt in U-Haft.
Ein Junge wurde von seinem Vater erstochen, die Menschen gedenken dem Opfer in Witten.
Zum Gedenken in der Johanniskirche waren 80 Menschen gekommen, darunter auch Polizisten und Notfallseelsorger. Eine Notfallseelsorgerin betonte, dass es sehr wichtig für sie sei, an dem Gedenken teilzunehmen. Der Fall in Witten sei nicht alltäglich und so eine Veranstaltung helfe beim Verarbeiten. Andere Teilnehmer waren sichtlich betroffen und rangen auch vier Tage nach dem Vorfall um Worte. "Wir wollen auch zeigen, dass Witten zusammensteht", erzählte eine Teilnehmerin.
"Begreifen, was nicht zu begreifen ist"
Die Idee zu der Veranstaltung hatte Pfarrer Wolfram Linnemann: "Wir merken, dass eine große Betroffenheit da ist und Menschen versuchen etwas zu begreifen, was nicht zu begreifen ist." Dafür wollte man mit der Gedenkstunde einen Raum schaffen - zum Innehalten, aber auch um sich gemeinsam über das Geschehen auszutauschen.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort
- Aufruf zur Gedenkveranstaltung
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 01.04.2026, 17:31 Uhr
Sendung: WDR.de, Gedenkstunde nach tödlichem Messerangriff in Witten, 01.04.2026, 21:22 Uhr