Viele Menschen haben Kuscheltiere, Blumen und Kerzen an den Ort der Tat gesammelt.

Nach dem tödlichen Messerangriff in Witten Gedenken die Menschen dem Opfer.

Bildquelle: WDR/Hoffmann

Nach Messerangriff in Witten: Tausende spenden Geld für Mutter

Stand:

Ein Vater soll Ende März seinen Sohn getötet sowie Ehefrau und Tochter verletzt haben. Im Netz werden jetzt Spenden gesammelt.

Auch knapp zwei Wochen nach dem tödlichen Messerangriff in Witten schweigt der verdächigte Vater des Jungen weiter. Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft heute mitgeteilt.

Der Mann soll seine Familie am letzten März-Samstag in der Wittener Innenstadt mit einem Messer angriffen haben. Der 13-jährige Sohn verblutete anschließend, so das Ergebnis der Obduktion. Ehefrau und Tochter des Verdächtigen wurden bei dem Angriff zunächst lebensgefährlich verletzt. Inzwischen sei ihr Zustand stabil, so die Staatsanwaltschaft.

Der Fall hatte weit über Witten hinaus große Betroffenheit ausgelöst. Eine Anfang April - nur wenige Tage nach der Tat - gestartete Spendenkampagne hat in den ersten neun Tagen fast 200.000 Euro eingebracht. Knapp 9000 Menschen spendeten auf der Plattform Goodcrowd bis zum 9. April insgesamt 194.000.

Ziel sei es, die Mutter zu unterstützen, damit sie "sich von ihren körperlichen und auch seelischen Verletzungen erholen kann und ihrer kleinen Tochter alle Zeit ermöglichen kann, die sie braucht, um das Unbegreifliche zu verarbeiten", heißt es im Text zur Spendenkampagne. Alle Spenden gingen an die Mutter und ihre Tochter.

Aussage der Mutter noch unklar

Der verdächige Vater sitzt wegen des Verdachts des Totschlags und zweifachen versuchten Totschlags seit Ende März in Untersuchungshaft. Bei den Ermittlungen hofft die eingesetzte Mordkommission weiterhin auf Zeugen, die vor, während oder nach der Tat in der Wittener Innenstadt Videos gemacht haben. Bislang habe man habe bisher allerdings nur vereinzelte Rückmeldungen erhalten, so der Staatsanwalt.

Ob die verletzte 38-jährige Mutter und das neunjährige Mädchen aussagen werden, sei noch unklar, so der Staatsanwalt. Sie ließen sich derzeit von einem Anwalt beraten, ob sie als Angehörige von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen.

Nach Messerangriff in Witten: Vater schweigt

WDR 09.04.2026 21 Sek. Verfügbar bis 08.04.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • dpa
  • Spendenplattform Goodcrowd

Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 09.04.2026, 11:31 Uhr

Weitere Beiträge aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis

1 / 2