Naturfotografie an der Ruhr
Bildquelle: Wolfgang MüllerWDR. 2 Min. 30 Sek.. Verfügbar bis 20.07.2028.
Es ist kurz nach fünf. Noch ist es dämmerig, dicker Dunst hängt über der Ruhr in Stiepel. Aus dem kleinen Waldstück ertönt Gesang: "Oh, what a beautiful morning, oh what a beautiful day!" Wolfgang Müller läuft zu einer der Buhnen. Durch die Linse seines Zoom-Objektivs beobachtet er Gänse, die sich auf dem Fluss ihren Weg durch den Nebel bahnen.
Blick fürs Detail
Keine seltenen Tiere und doch entdeckt der 70-Jährige ein spannendes Detail. "Die Kanada-Gänse haben eine weiße Gans als Anführerin. Vielleicht eine Graugans. Sowas habe ich noch nie erlebt", sagt Müller und freut sich über seine kleine Entdeckung.
Eine ungewöhnliche Gänse-Konstellation auf der Ruhr
Bildquelle: Wolfgang MüllerMystik in Bochum
Für sein Hobby steht der Wittener sehr früh auf, denn das Morgenlicht eignet sich hervorragend zum Fotografieren. "Es gibt kein besseres Licht als Morgenlicht. Der Nebel hat etwas Romantisches und Mystisches. Ich kann hier wunderbar entspannen", erzählt der gelernte Krankenpfleger. Die Liebe zur Natur hat er von seinem Opa mitbekommen, der auf einem Bauernhof gelebt hat.
Wolfgang Müller entspannt gerne in der Natur.
Bildquelle: WDR/Nathalie ArendtKleiner Liebling
Gleich mehrmals die Woche zieht er los. Die Ruhr ist sein Lieblingsort - und auch der angrenzende Kemnader See. Und sein Lieblingstier: eine Libelle. Davon gibt es hier besonders viele. Mit seinem Makro-Objektiv, das wie eine Lupe funktioniert, kriegt er die Insekten besonders gut abgelichtet.
"Die sind bestimmt 300 Millionen Jahre alt. Sie können fast 50 Stundenkilometer schnell fliegen und sich auch rückwärts bewegen", staunt der Rentner über sein liebstes Motiv. Auch heute hat er Glück und kann ein paar blaue ablichten.
Eine Libelle, mit dem Makro-Objektiv aufgenommen
Bildquelle: Wolfgang MüllerEin gutes Bild reicht
Für ihn reicht am Ende ein gutes Bild. Dann hat sich der Ausflug zur Ruhr schon gelohnt. Seine Ausbeute heute ist deutlich größer. Gänse, Reiher und Libellen. Zufrieden geht Wolfgang Müller nach Hause und weiß: Er wird auf jeden Fall wiederkommen.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 20.07.2026, 19:30 Uhr