Kuscheltiere, Medizin und ein Therapie-Bus für Cherson

WDR 00:44 Min. Verfügbar bis 03.07.2028

Ukraine-Hilfe aus Bonn Kuscheltiere, Medizin und ein Therapie-Bus für Cherson

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Plüschtiere und Spielzeug, Medikamente und Hygieneartikel - all das soll von Bonn nach Cherson. Und: Therapeutische Hilfe für Frauen soll supportet werden. Viele Bonner haben gespendet. Am Wochenende macht sich ein Sprinter auf den Weg in die ukrainische Partnerstadt.

Viele Fußgänger schauen neugierig, als ein weißer Kleinbus direkt hinter dem Bonner Münster mit Weihwasser gesegnet wird. Der Bus ist nicht irgendein Auto, sondern eine Spende. Und diese Spende ist vollgestopft bis unters Dach.

Therapiebus für traumatisierte Frauen

Auch der Kleinbus selbst bleibt in Cherson. Der 9-Sitzer wird dort gebraucht, um Frauen zu helfen. Viele von ihnen brauchen therapeutische Unterstützung, Hilfe, um den Traumata klarzukommen. Mit dem Bus sollen die Therapeutinnen in der Ukraine sicher und schnell zu den zu behandelnden Frauen gebracht werden.

"Die Therapeutinnen, die mit den Frauen arbeiten, brauchen das Auto. Es ist ein 9-Sitzer, das heißt acht Damen plus der Fahrer. Er kann die Therapeutinnen in bestimmte Regionen ausfahren und wieder sicher nach Hause bringen." Zenon Szelest, Diakon am Bonner Münster

Vor allem Medizin und Hygieneartikel notwendig

Vor der Segnung durch den Stadtdechanten, den ranghöchste katholische Bonns, haben viele Helferinnen und Helfer den Wagen mit Kartons und Plastiksäcken gepackt. Kuscheltiere, Federballsets und Bastelsachen für ukrainische Kinder. Vor allem aber auch notwendige Medizin, Hygieneartikel, Kleidung und Nähzeug gehören zu den Spenden, die in die Bonner Partnerstadt Cherson gebracht werden sollen.

Stadtdechant Markus Hoffmann segnet das Auto.

Stadtdechant Markus Hoffmann segnet das Auto.

In der Nacht zum Samstag wird sich der Bonner Diakon Zenon Szelest mit dem Bus auf die mehr als 1.000 Kilometer lange Reise zur polnisch-ukrainischen Grenze machen. Am Sonntag, den 5. Juli 2026, will er das Fahrzeug dort dann mitsamt Spenden übergeben. Für Szelest ist es schon die 13. Fahrt in die Ukraine. Er freut sich, dass die Bonner die Menschen in der Ukraine nicht vergessen haben.

"Wir regen uns auf über die Nordbrücke und die Freunde in Cherson müssen 40 Kilometer fahren, um auf die andere Seite des Dnepr zu fahren – es ist alles relativ." Zenon Szelest, Diakon am Bonner Münster

Immer noch viel Spendenbereitschaft in Bonn

Die ganzen Spenden

Die Spenden sollen auch den Kindern eine Freude machen

Gespendet hatten unter anderem verschiedene Apotheken, die Uniklinik, die Schulgemeinschaft der Erzbischöflichen Liebfrauenschule, der örtliche Lions Club und viele Bonnerinnen und Bonner. Von den Geldspenden konnte dann auch der Kleinbus gekauft werden.

Städtepartnerschaft in Kriegszeiten geschlossen

Die Partnerschaft zwischen Bonn und dem südukrainischen Cherson ist noch jung. Sie wurde im Februar 2023 ins Leben gerufen, vor allem, um dort zu helfen. Seitdem wurden schon zahlreiche Spenden von verschiedenen Stellen nach Cherson gebracht. Von dringend benötigten Medikamenten über Medizingeräte, Fahrzeuge von Autos bis zu Radladern und Weihnachtspaketen für Kinder in Cherson.

Hier ist ein Link zu Bonn hilft Cherson

 Unsere Quellen:

  • Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
  • Stadtdekanat Bonn
  • Gespräch mit dem Diakon am Bonner Münster, Dr. Zenon Szelest

Sendung: WDR.de, Spendenaktion für Partnerstadt Cherson, 03.07.2026, 17:12 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Bonn, 03.07.2026, 19:30 Uhr

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